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Zion · 1936-06-01 · 1-2 (6.1936) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
1-2 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 33 (sequence 35)
Language
German
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aus der die Wurzeln unseres Lebensbaumes ihre Säfte ziehen*. Er. kannte alle Richtungen des derzeitigen Judentums und; sein Hej?z war bei denjenigen, deren Judentum fest verankert ist in dem wesenhaft jüdischen Erbgut der Vergangenheit, weswegen er sich auch in den Kreisen des Misrachi, wie er es bei verschiedenen Anlässen zum Ausdruck brachte, besonders wohl fühlte. Was Sokolow für Am Israel, für Erez Israel, für Sefath Israel, für den Einzelnen und für die Allgemeinheit geleistet, wird die jüdische Geschichte werten und künftigen Generationen weiter überliefern. Das Volk der Ewigkeit wird das Andenken Sokolows in Ewigkeit dankbar bewahren. Zur gegenwärtigen Lage in Erez Israel Von Dr. Alfred Lehmann. In diesen Wochen fühlen wir uns stärker als je mit Erez Israel verbunden. Die dortigen Ereignisse sind unseren Lesern aus der jüdischen Presse bekannt, wir brauchen die Berichte nicht zu wiederholen, auch zu einer politischen Würdigung ist noch nicht die Zeit. Nur Folgendes soll gesagt werden: Es war niemals Sache der Zionisten, die Schwierigkeiten des Palästina-Aufbaus zu verkleinern. Uns, die wir gelernt haben „Wer ein Menschenleben vernichtet, dem wird es angerechnet, als wenn er eine ganze Welt vernichtet" (M. Sanh. IV. 5), liegt es gewiß fern, den Tod von 30 und vielleicht schon mehr unserer Brüder gering zu bewerten. Wir wissen auch den ungeheuren materiellen Schaden genügend! zu würdigen. Wir kennen die Schwierigkeiten der Aufforstung des Landes genug, um den Schaden ermessen zu können, der durch die Waldbrände entsteht. Auch die nach mühevoller Arbeit und großen Aufwendungen auf den Feldern heranreifende Ernte wird ein Raub der Flammen. Die Orangenbäume, deren Besitzer jahrelang warten müssen, bis die ersten Früchte reifen, werden entwurzelt. Die Bedrohungen des Eisenbahn- und Autobusverkehrs gefährden nicht nur die von der Umwelt abgeschlossenen, auf sich selbst angewiesenen Siedlungen, sie1 erschüttern auch ihren wirtschaftlichen Bestand. Die Siedler können ihre Erzeugnisse nicht zum Verkauf zur Stadt bringen und verlieren dadurch ihre Verdienstmöglichkeiten. Sie können auch die für die Fortführung der Wirtschaft notwendigen Produkte nicht hineinbekommen. Die Siedlung des Hapoel Hamisrachi Kfar Haroe, die als Beispiel hervorgehoben sei, mußte sieben Kühe eingehen lassen, die sie sich erst vor kurzer Zeit anschaffen konnte, weil die Futtermittel nicht hereingebracht werden konnten. Bei der vollen Erkenntnis der Schwere des Unglücks gibt uns die Haltung des Jischuw Trost und Beruhigung. Wir bewundern die Ruhe und Selbstverständlichkeit, mit der die Juden Palästinas ihrer täglichen Arbeit nachgehen und die Disziplin, die sie von Ausschrei- 33

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