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Zion · 1936-06-01 · 1-2 (6.1936) · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
1-2 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 34 (sequence 36)
Language
German
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tungen und Gewalttätigkeiten zurückhält. Die Ursache für diese Haltung ist die Gewißheit von der Festigkeit und Unerschütterlichkeit des jüdischen Aufbauwerks, das allen Angriffen gewachsen ist. „Wir werden siegen", schreibt der Hahed, «die religiöse Monatsschrift, „weil wir siegen müssen, weil wir keine Wahl haben, weil dieses Land, das Land unserer Väter, der einzige Platz für uns auf dem Erdball ist." Wir glauben, daß auch die Mandatarmacht die Erkenntnis hat, daß das jüdische Aufbauwerk weitergeführt werden muß. Ihre Antwort auf die Forderung nach einem Verbot der jüdischen Einwanderung war die Bekanntgabe der Zahl der Zertifikate für das Sommerhalbjahr 1936. Ihre Anzahl entspricht nicht dem Verlangen der Jewish Agency und den Bedürfnissen des Landes, aber es ist eine politische Tat, wenn diese Zahl jetzt jedenfalls etwas größer ist als die Zahl des vergangenen Halbjahres. (Für die Juden in Deutschland kommen noch 1200 Sonderzertifikate auf Grund der durch das Londoner Comite zur Verfügung gestellten Geldmittel hinzu, was hier nur nebenbei, jedoch mit besonderer Freude, erwähnt werden soll.) Die Antwort der Regierung auf den Streik der Hafenarbeiter in Jaffa war die Einrichtung einer Anlegestelle an der Küste von Tel- Aviv. Auch dies ist ein Symbol, das dem Jischuw in seinem schweren Kampf neue Kraft gibt. Darüber hinaus richtet sich der dringende Appell des ganzen jüdischen Volkes an die Mandatarmacht, mit noch größerer Energie und Entschlossenheit als bisher für eine schnelle Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung im Lande zu sorgen, das Leben der Bewohner des Landes und ihre Arbeit zu schützen und schon jetzt für den entstandenen Schaden vollen und schnellen Ersatz zu gewähren, um die Möglichkeit zur Fortführung des Aufbauwerks zu geben. Wenn die Erkenntnis von der Festigkeit und Unerschütterlichkeit der jüdischen Heimstätte Gemeingut der Juden in der ganzen Welt, der Mandatarmacht, des Völkerbundes und des arabischen Volkes wird, sind die Opfer nicht umsonst gefallen. * * Die Fertigstellung dieser Nummer hat sich aus von uns unabhängigen Gründen um mehr als zwei Monate verzögert. Wir lassen sie trotzdem mit dem beabsichtigten Inhalt einschließlich, des auf Pessach bezüglichen Teils erscheinen. Die Gedanken, die durch unsere Feste symbolisiert werden, beherrschen uns nicht nur an den wenigen Tagen im Jahr, sondern bilden den Inhalt unseres ganzen Lebens und finden nur an diesen Tagen besonders sichtbaren Ausdruck. Auch die Pessach-Gedanken in diesem Heft haben für das ganze Jahr Bedeutung, so wie wir des Auszuges aus Ägypten alle Tage unseres Lebens gedenken sollen. D. S. Schriftleitung: Dr. Martha Wertheimer, Berlin-Wilmersdorf / Verlag des Zion: BerHn-Charl.2, Kantstr. 6 / Druck: Fürst. Berlin W 30. Goltzstr. 26 Auflage 1250 34

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