Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 1-2 (6.1936)
- Date
- 1936-06-01
- Page
- Seite 31 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Jahre in Deutschland sieben Bezirkssekretariate resp. Bezirksführungen errichtet, welche die Arbeit der Hanhala entlasten sollten. Von Zeit zu Zeit wurden in den verschiedenen Bezirken Pegischot (Treffahrten) veranstaltet. Dort lernten sich die Chawerim der einzelnen Städte besser kennen, als es z. B. auf einem Bundestag möglich war. Derartige Pegischot fanden z. B. in Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen und Köln statt. An Hand ausführlicher Refrate wurde über unsere Fragen gesprochen und diskutiert, anderseits durch Informationen den Chawerim der notwendige Konnex zu den verschiedenen Gruppen gegeben. Regelmäßige Intensiv-Wochen regten in vielen Ortsgruppen die Arbeit an. Zu dem besonderen Arbeitsgebiet, dem Lernen, gehören auch die Jörne Halimud, die in vielen Städten regelmäßig durchgeführt wurden. Der Aussprache und der Verbindung zwischen den einzelnen Chawerim der Jüngerenschaft und der Mittlerenschaft des Gesamtbundes dient unser Bundesblatt, der „Chajenu", welcher von unserer Frankfurter Gruppe herausgegeben wird. Hierdurch ist es allen Chawerim im Reich möglich, zu allen Fragen unseres Bundes Stellung zu nehmen und Anregungen für weitere Ausgestaltungen unserer Arbeit zu geben. Außerdem haben wir einige Broschüren herausgegeben: Ernst Simon: Talmid Chacham und Chaluz. Der Bachad, sein Weg — sein Ziel. Verschiedene Arbeitspläne von Bernhard S. Jacobson-Hamburg, z. B. für Schabbat, Chanuka, Purim, Schawuot, Sukkot. Jetzt ist ein größerer Arbeitsplan und eine Stoffsammlung für Pessach erstmalig gedruckt erschienen. Eine „Geschichte des Hapoel Hamisrachi" steht kurz vor der Veröffentlichung. In der von uns skizzierten Arbeit werden augenblicklich allein vom Brit Hanoar etwa 3000 Chawerim erfaßt, die in etwa 55 Ortsgruppen zusammengeschlossen sind. R. M. Nahum Sokolow. h"1 Von Dr. Samuel Grünberg. Auch er ist nicht mehr. Kurz vor dem Abschluß der diesjährigen, besonders traurigen Sephirah-Tage, mitten im Geschehen der erschütternden Ereignisse im heiligen Lande, ist der große Führer des neuzeitlichen Judentums plötzlich dahingeschieden. Es trauert um seinen Heimgang „das ganze Haus Israel", denn er lebte und wirkte mehr als ein halbes Jahrhundert für ganz Israel. Man müßte etwas von der Genialität dieses einzigartigen Führers in Israel besitzen, um auch nur ein Bild en miniature dieser so vielseitigen Persönlichkeit in wenigen Strichen entwerfen zu können, 31