Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 1-2 (6.1936)
- Date
- 1936-06-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3133276-3139378-3139379--1071-3140590- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ven Aufbau des Landes rächen sich. Aus erzieherischen Gründen muß die Unterbringung in den ländlichen Kibbuzim gefordert, zumindest gegenüber der Unterbringung in städtischen Heimen gefördert werden. Das religiöse Judentum hat aber wenig Siedlungspunkte geschaffen, die für die Aufnahme unserer Jugendlichen in Frage kommen könnten. Deshalb müssen von unserer Seite alle Anstrengungen gemacht werden, um das Versäumte nachzuholen und die Möglichkeiten der Jugendalija auch für die religiöse Jugend auszuwerten. So sehen wir in der Schaffung eines Kfar Noar D ati eine bitter notwendige Aufgabe; denn auf keinen Fall darf es dazu kommen, daß aus den angeführten Gründen die Zahl der religiösen Jugendlichen, die nach Erez Israel gehen, in einem proportional unzulässigen Maße gekürzt wird. Man darf hoffen, daß die an den Institutionen und Aktionen der Jugendalija beteiligten Kreise unsere Forderung nach religiöser Erziehung, nach Möglichkeiten für die religiöse Jugendalija und die sich daraus ergebenden Konsequenzen verständnisvoll aufnehmen und zur Verwirklichung dieser Pläne beitragen werden. IV. Beim Erscheinen dieser Nummer unserer Zeitschrift hat das Rambamjahr gerade seinen Abschluß gefunden. Nun sind es achthundertundein Jahr, seitdem am Erew Pessach 1135 der Rambam geboren wurde. Was ist die B i 1 a n z des Rambamjahres? — Feiern der spanischen und ägyptischen Akademien haben uns das Gefühl gegeben, daß die Welt nicht nur das Genie dieser großen Persönlichkeit anerkennt, sondern — trotzdem Genius immer einmalige, individuelle Gnade darstellt — auch dem Volk Verständnis und Achtung entgegenbringt, aus dessen Mitte R. Mosche ben Maimon stammte. Die Universität in Jerusalem hat in würdigen Feiern und Veröffentlichungen des Rambam gedacht, damit Vorbild und Anregung gebend, die sich in allen Ländern jüdischer Siedlung auswirkten. Auch in Deutschland hat das zuerst vom Misrachi proklamierte Rambamjahr bei Gemeinden, Zeitschriften und wissenschaftlich interessierten Vereinigungen die gebührende Beachtung gefunden. Darüber hinaus kann mit Genugtuung verzeichnet werden, daß neben den dankenswerten, im wahren Sinne volksbildenden einschlägigen Veröffentlichungen des Schocken-Verlages die deutschsprachige jüdische Wissenschaft durch mehrere Rambampublikationen ihre Lebendigkeit und ihren Wert erwies. Die Snifim der Thora-Waawodabewegung veranstalteten im Nissan vorigen Jahres einen "no'jn enn der besonders den Werken und Gedanken des Rambam gewidmet war. Im übrigen aber: Jubiläen kommen, und Feiern vergehen — was bleibt an dauernder Wirkung? Nicht einmaliges Aufleuchten im 12