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Zion · 1936-06-01 · 1-2 (6.1936) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
1-2 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 11 (sequence 13)
Language
German
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bedarf. Deshalb darf auch die zionistische Propaganda nicht nur von den Realitäten der Judenfrage ausgehen, vielmehr soll sie die maaSn nmn und die Forderungen des »arm taio — mit all ihren Verpflichtungen — in den Vordergrund der Diskussion und damit des zionistischen Lebens stellen. III. Während die heroische Epoche der allgemeinen Chaluziut in der zweiten und dritten Alija erblickt werden muß, erlebt der religiöse Chaluz jetzt erst diese Zeit. Jetzt erst beginnt der Hapoel Hamisrachi den ihm gebührenden Rang im Leben des Landes einzunehmen, jetzt erst schreitet er in seinem Siedlungswerk, das Kibbuzim und Moschawim umfaßt, vom Programm zur Erfüllung, vom Wort zur Tat. Das letzte Jahr zeigte ein erfreuliches Wachsen unserer Hitjaschwutarbeit. Für den deutschen Misrachi ist es eine besondere Freude zu sehen, wie der Kibbuz Rodges wertvolle Vorbereitungsarbeit für die anderen Kibbuzim geleistet hat und, jedem anderen großen Kibbuz ebenbürtig, Erfolge in landwirtschaftlicher und erzieherischer Hinsicht aufweisen kann. Ist dies doch zu einem gewichtigen Teil mit das W7erk der Arbeit des Misrachi in Deutschland, der in Veröffentlichungen, durch Erziehung seines Nachwuchses und auch mit materieller Hilfe die Grundlagen dieses Kibbuz schaffen half. Um so verantwortungsvoller bleibt unsere augenblickliche Aufgabe, den Kibbuz in die Lage zu versetzen, die Folgen der Epidemie des vtrgangencn Jahres zu überwinden. Wenn man bedenkt, was es heißt, daß von hundertzwanzig Arbeitern des Kibbuz fünfundfünfzig durch die Typhusepidemie drei bis fünf Monate nicht arbeiten konnten und dann noch als halbe Arbeitskräfte zurückkamen, daß auch große direkte Unkosten hinzutraten, Ausfälle an Absatz von Produkten (Verbot der Ausfuhr von Gemüse und Milch aus dem Kibbuz), dann versteht man, wieweit der Kibbuz in seinem ökonomischen Aufbau geschädigt wurde. Die Wichtigkeit einer Position wie des Kibbuz Rodges zeigte sich im besonderen Maße bei der Einrichtung der religiösen Jugendalija. Er war als erster bereit und in der Lage, zwei Gruppen aufzunehmen. Bietet an sich schon das Unterfangen, junge Menschen aus ihrem gewohnten Milieu und von ihrem Elternhaus wegzunehmen, große pädagogische und menschliche Schwierigkeiten, so ist dies bei der religiösen Jugendalija ganz besonders der Fall. Die Probleme der religiösen Jugendalija, an sich schon schwerwiegend genug, erhalten vom/ Palästinensischen her gesehen, ihre eigene Note, weil das religiöse Judentum bisher nicht mit der nötigen Intensität am nationalen Aufbau beteiligt war. Das Wort von der Väter Sünden, die sich an den Kindern rächen, findet hier Anwendung. Die mangelhaften Leistungen des religiösen Judentums im produktili

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