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Zion · 1936-06-01 · 1-2 (6.1936) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
1-2 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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Wesens. Warum las ich unter allen Würdigungen des Jubilars keine, die diesen Zug seines Wesens in seinem künstlerischen Schaffen findet? Weil sie so . selbstverständlich ist? Hermann Struck verbindet mit der Erlebnisaufgeschlossenheit, mit der Differenziertheit des Künstlers die echte Schlichtheit und Gradheit eines wirklichen °n b»k : eine Simplizität der Seele, die Größe hat und vielleicht auch der Schlüssel zu seinem Künstlertum ist. Hermann Struck ist ein rührend väterlicher Mensch; er hat die Güte, Milde, die liebenswürdige Würde und das Insichgeborgensein solcher Naturen. Ich kenne keinen, bei dem man so Rat holen könnte und Tatkraft erhält wie bei Hermann Struck. Aber der Kern seines Wesens ist Treue. Treu seinem Volk, seinem Glauben, seinem Wesen, seiner Arbeit; denn er ist nicht nur einer der arbeitsamen Künstler, er ist ein Künstlerder Arbeit. Wie er es fertigbringt bei der emsigen Sorgfalt künstlerischer Arbeit, Tausenden mit Rat und Tat und Fürsprache beizustehen, wie er in Erez-Israel diese Tätigkeit vervielfachte und — ihr mögt es glauben oder nicht — mehr leistete als manche Organisation mit einem Stab bezahlter Sekretäre — das bleibt sein Geheimnis. Es gibt Menschen um derentwillen man sich mit der Menschheit aussöhnen muß, Juden, um derentwillen man stolz ist, Jude zu sein. Solch einer ist Hermann Struck. Wir danken Dir, Reb Ahron Chaim ben David, für alle Treue, Liebe und Leistung und haben nur den Wunsch, mit Dir zusammen zu arbeiten im Land für das Land, für Thora und Judentum, für unseren Misrachi. D»torv araa nmi onriK dtcS aan nSx ."l"n '0' ba Anmerkungen zum Tage. L In dem konzentrischen Angriff auf Lebensraum und Lebensrecht des polnischen Judentums bedeutet der Antrag der nicht den Natiohal-Demokraten, sondern dem Regierungslager angehörenden Frau Prystor auf Verbot der Schechita einen gewichtigen Markstein. Die Modifikation, die dieser Antrag bei seinem Weg durch Ausschüsse und Sejm-Debatten bekommen hat und bis zur eventuellen Erhebung zum Gesetz noch erhalten wird, verfolgt einen gewissen Zweck: das Odium des Religionshasses1 soll genommen werden. Durch die Erlaubnis, innerhalb eines bestimmten Kontingents in rituell zulässiger Weise Schächten zu dürfen, soll der Anschein entstehen, als ob der jüdischen Bevölkerung Polens die freie Ausübung der durch das jüdische Religionsgesetz vorgeschriebenen Handlungen 8

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