Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 7 (1935)
- Issue
- 4-6 (4.1935)
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 32 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 32 ZION Nr, 4-6 satz; Rabenu Mosche ben Maiuion, sein Leben und Wirken, in der von der Redaktion des „Haaretz" jetzt unter demselben Namen herausgegebenen Schrift.) Berliner hat nahezu vierzig selbständige Schriften und einige hundert Beiträge und Aufsätze während seines gottgesegneten Lebens veröffentlicht. Einige sind auch ins Hebräische übertragen worden. Er selbst war einer der wenigen jüdischen Gelehrten Deutschlands, der auch ein glänzendes Hebräisch geschrieben und sein erstes größeres Werk, seine klassische Raschi-Ausgabe mit seinem Super-Kommentar, auch hebräisch abgefaßt hat. Verehrt und geliebt bei seinem Leben von unzähligen Freunden, ganz besonders von den Absolventen und Hörern des Rabbinerseminars zu Berlin, an dem er nahezu vier Jahrzehnte segensreich lehrte und wirkte, schied er von uns hochbetagt, mitten in der Zeit des großen Völkerringens, betrauert von einem großen Teil der Judenheit. Sein letztes Denken und Ringen war: das sich neuzugestaltende Schicksal von Judenheit und Judentum. Seine letzte Hoffnung war: das historisch gewordene unvergleichliche Gottvertrauen seines Volkes und das Festhalten an ewig bestehendem überliefertem Judentum. .rann1? pnsi non izjt Dr. Samuel Grünberg Notizen Besserung im Befinden von Raw Kuk. Jerusalem, 27. Juli (J. T. A.). Das Befinden des erkrankten Oberrabbiners von Palästina, Rabbi Jizchak Hakohen Kuk, hat sich ein wenig gebessert, sein Zustand ist aber immer noch als ernst zu bezeichnen. Er liegt jetzt über drei Wochen zu Bett, und in Anbetracht seines Alters von 70 Jahren ist dabei Grund für Besorgnis vorhanden. In ganz Palästina und an zahlreichen Orten der Diaspora wurden für Rabbi Kuks Genesung Bittgottesdienste veranstaltet. An der Klagemauer in Jerusalem versammelten sich über 60 angesehene palästinensische Rabbinen und beteten um die Wiederherstellung des Erkrankten. Bei einem der Sondergöttesdienste kam es zu einem Zwischenfall. Eine Gruppe jugendlicher Heißsporne, die dem extremen Flügel der Aguda angehört, störte den Gottesdienst. Der Zwischenfall hat auch in orthodoxen Kreisen Unwillen hervorgerufen. Der Grund für diesen Zwischenfall ist darin zu suchen, daß einige extreme Gruppen in der agudistischen Bewegung Oberrabbiner. Kuk bekämpfen, weil er das religiöse Oberhaupt der offiziellen jüdischen Religionsgemeinde, der Kenesseth Israel, ist, die auch unreligiöse Elemente umfaßt. Die Kongressdelegation der Z.V.f.D. Die Schekel-Aktion hat in Deutschland ergeben, daß in den Jahren 5694/5: 100 863 Schekalim abgesetzt worden sind. 43 661 Menschen haben den Schekel für zwei Jahre gezeichnet, weitere 13 541 Menschen haben den Schekel für das Jahr 5695 gezahlt. Das Ergebnis bedeutet eine außerordentliche Steigerung gegenüber dem 17. Kongreß, zu welchem in Deutschland nur 26 000 Schekalim verkauft wurden. Trotz der seither erfolgten Abwanderung und trotz der verschärften wirtschaftlichen Situation der Juden in Deutschland hat sich das Gesamtergebnis in diesem Zeilraum vervierfacht. Die Zionislen Deutschlands werden zu dem 19. Kongreß in Luzern mit 34 Delegierten auftreten. Durch gütliche Einigung ist eine W7ahlauseinanderselzung überilüssig gemacht und eine Kongreßliste geschaffen worden, die alle Teile der zionistischen Bewegung Deutschlands umfaßt. Die Liste lautet: 1. Alexander Adler, Berlin 2. S. Adler-Rudel, Berlin 3. Kurt Blumenfeld, Jerusalem 4. R.-A. Benno Cohn, Berlin 5. Isi Eisner, Berlin 6. Dr. Hans Friedenthal, Berlin 7. Hans Gärtner, Berlin 8. Dr. Hermann Gerson, Chedera 9. Rabb. Dr. Max Grünewald, Mannheim 10. Rudi Herz, Kibbuz Rodges 11. Edith Hirsch, Berlin 12. Dr. Sally Hirsch, Berlin 13. Rabb. Dr. Jakob Hoff mann, Frankfurt a. M. 14. Dr. Max Kreuzberger, Berlin 15. Dr. Georg Landauer, Jerusalem 16. Dr. Fritz Löbenstein, Leipzig 17. Dr. Georg Lubinski, Berlin 18. R.-A. Otto May, Köln 19. Dr. Franz Meyer, Berlin 20. Eugen Michaelis, Hamburg 21. Dr. Siegfried Moses, Berlin 22. Seew Orbach, Giwat-Brenner 23. Dr. Walter Pinner, Hamburg 24. Dr. Hans Pommeranz, Frankfurt a. M. 25. Dr. Alfred Rabau, Berlin 26. Seminar-Rabb. Dr. Israel Rabin, Breslau 27. M. Schattner, Berlin 28. Salman Schocken, Zwickau 29. Eva Stern, Berlin