Mannheim
Compact Memory

Zion · 1935-04-01 · 4-6 (4.1935) · p. Seite 33

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
7 (1935)
Issue
4-6 (4.1935)
Date
1935-04-01
Page
Seite 33 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3133276-3139374-3139376--1029-3140547
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 4-6 Z I O N Seite 33 30. Dr. Michael Traub, Berlin 31. Selig Tschertock, Berlin 32. Dr. Kurt Tuchler, Berlin 33. Arnold Wiener, Beuthen 34. Dr. Oskar Wolfsberg, Jerusalem. * ' :- v .. Das Wahlergebnis aus Palästina. Nach den endgültigen Ergebnissen der Wahlen zum 19. Kongreß haben in Palästina erhalten: Die Arbeiterschaft 63 Mandate die Weltvereinigung allgemeiner Zionisten 6 „ der Weltverband allgemeiner Zionisten 5 „ der Hapoel Hamisrachi 9 „ der Misrachi 2 „ der Misrachi-Hawatik 1 „ Jemeniten 3 „ Judenstaatler 1 „ Die misrachistischen Parteien erhielten in den einzelnen Städten folgende Stimmenanzahl: Hapoel Misrachi Misrachi Hamisrachi Hawatik Tel-Aviv 3059 1120 203 Haifa 2899 563 115 Jerusalem 960 547 392 Aus der Bewegung. Berliner Misrachigrttppe. Auch im vergangenen Zeitabschnitt stand die Arbeit unserer Berliner Gruppe im Zeichen erhöhter Aktivität. Es galt die Erfolge auszunutzen, die der letzte Wintermonat und die Reorganisaion unserer Ortsgruppenarbeit uns gebischt hatte. Am ersten Tage Chol Hamoed Pessach fand im gefüllten Saale des Logenhauses. Kleiststraße 10, eine große Kundgebung zum Thema: „Die religiöse Jugendalija" statt. Es sprachen: 'Frau Jettka. Levy-Stein, Rabb. Dr. Freier und David Intriligator. Die Tagespresse hat über diese Veranstaltung ausführlich berichtet. Die Anwesenden folgten den Ausführungen der Redner mit begeiserter Zustimmung, und es wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: „Die am 21. April 1935 im Logenhaus, Kleiststraße 10, Versammelten, zirka 400 Personen, verlangen eine intensive Arbeit für eine Alija der religiösen Jugend, insbesondere für die Errichtung des Kfar Noar Dati. Sie sind der Meinung, daß nur eine religiöse Erziehung eine geeignete Vorbereitung für eine Mitarbeit am Aufbau Erez Israels bildet und daß die Verantwortung für eine religiöse Erziehung nur übernommen werden kann, wenn die Jugend in Siedlungen untergebracht wird, die auf der Grundlage der Thora geführt wird. Sie fordert daher alle religiösen Juden zur eifrigen Beteiligung an der Durchführung dieses Werkes auf." Entscheidend beteiligt waren wir an der Schaffung des Rambamlehrhauses, dessen Träger die Berliner Misrachi-Organisation gemeinsam mit dem Verein zur Erhaltung des iberlieferten Judentums ist. Die Eröffnungs- /eranstaltung des Lehrhauses selbst, über das *n einem anderen Orte noch berichtet werden soll, am Lag b' Omer am 21. Mai, wies einen .ausgezeichneten Besuch auf. Die Eröffnungsrede hielt unser Gesinnungsgenosse, Herr Rabb. Dr. Altmann, dem an der Verwirklichung dieses Planes das Hauptverdienst gebührt. Er führte aus: „Die Schaffung des Rambamlehrhauses ist ein erster Versuch der Orthodoxie, eine geistige Position zu beziehen, die in der großen Oeffentlichkeit wirken kann. Das orthodoxe Judentum ist zu lange mit der Verteidigung seiner Position beschäftigt gewesen. Jetzt hat es das Recht und die Pflicht, von neuem in die Geschichte einzutreten. Im Namen des Misrachi begrüßte 'Herr Rabb. Dr. Harry Levy mit hebräischen Einleitungsworten das Lehrhaus und bekannte sich auch namens des Misrachi zu der Kultur- und Geisteseinheit des gesamten thoratreuen Judentums. In den Namen der beiden Persönlichkeiten, in deren Zeichen der Tag stehe, Maimonides und Schimon ben Joschai, die trotz der diametralen Gegensätzlichkeit ihrer Weltanschauung und Geistcähaltung gleichwertige Repräsentanten des thoratreuen Judentums seien, erblickt er die'Gewähr für die Erfüllung dieser Aufgabe, der sich das Rambamlehrhaus als eine Stelle schöpferischer Mitgliedschaft der Thora und Volk widmen soll. Im Namen des Erhaltungsvereins begrüßte Herr Fritz Cohn u. a. die Zusammenarbeit mit dem Misrachi freudig und wies darauf hin, daß dieses Lehrhaus keine Konkurrenz gegen andere bestehende Institutionen bedeuten soll. Den ersten wissenschaftlichen Vortrag hielt Herr Oberrabbiner Dr. Carlebach (Altona) über das Thema: „Die Welt des Midrasch". Einzelheiten sind in der Tagespresse berichtet worden. Am 22. Mai fand in der Kantstraße 6 im Misrachi-Büro 'ein Vortrag des Herrn Rabb.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.