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Zion · 1935-01-01 · 1-3 (1.1935) · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
7 (1935)
Issue
1-3 (1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 14 (sequence 16)
Language
German
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Seite 14 2 I ON 1*3 schritten werden kann, gerade heute beschritten werden muß. Den Abschluß der Tagung bildete ein meistervoller Vortrag Ernst Simons über: „Talmid Chacham und Chaluz-Bemerkungen zum Lebens¬ und 'Lernweg jüdischer Jugend", zu dessen Beginn er auch auf einige Fragen aus dem Referat Josef Burgs einging. Der formal und inhaltlich gleich bedeutsame Vortrag, in dem Simon eine Synthese dieser beiden Gegentypen zu einem zukunftsmächtigen Einheitstypus forderte, wird in Kürze als Ganzes erscheinen. Aus der Bewegung. Von der Arbeit des Brit Chaluzim Datum. Im Winterhalbjahr 1934/35 sind neben der Jugend-Alijah ca. 120 Chawerim und Chaweroth des Bachad zur^ Alijah gegangen und haben sich zum großen Teil . in unsere Kibbuzim in Erez Israel eingeordnet. Der Kibbuz Rodges, der ca. 120 Chawerim zählt, ist jetzt nur noch in geringem Maße fähig, Alijah aufzunehmen, sodaß zunächst der Kibbuz Mischmar Hascharon bei Giwath Chajim, der vor ca. 1 Jahr gegründet wurde, die Aufgabe der Aufnahme der Alijah übernommen hat. Er zählt bereits ca. 50 Chawerim. Jetzt bestehen bereits konkrete Pläne, einen dritten Kibbuz aus den Reihen des Brit Chaluzim Datiim zu gründen. Inzwischen haben die im Land befindlichen Kibbuzim des Hapoel Hamisrachi sich zu einem Chewer hakwuzoth datioth zusammengeschlossen, der innerhalb des Hapoel Hamisrachi und des Brit Olamit die kibbuzische Bewegung repräsentiert. * Wie bekannt, hat der Kibbuz Rodges im Laufe des letzten Jahres eine Gruppe von 60 Jugendlichen zur Ausbildung aufgenommen, obwohl dies für den Kibbuz eine schwere Belastung darstellt. Nach den vorliegenden Berichten hat sich die Jugendalijah gut eingelebt. Wir stehen jetzt wieder vor einem neuen Abschnitt unserer Hachscharah. Wiederum sind zahlreiche Bewerbungen eingelaufen, die teilweise aus unseren Jugendbünden stammen. Aber unter den Menschen, die sich an uns gewandt haben, befindet sich auch ein großer Prozentsatz, der aus Kreisen stammt, die bisher unserer Bewegung fernstanden. Dadurch wird die ,erzieherische Aufgabe, die neuen Menschen zu aktiven Mitarbeitern unserer Sache heranzuziehen, bedeutend vergrößert. Erschwert wird sie weiterhin dadurch, daß durch die Alijah viele wertvolle Kräfte, die bisher diese Arbeit geleistet haben, nach Erez Israel abgegeben worden sind. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, haben wir in der 1. Aprilwoche ein Führer-Seminar in Berlin abgehalten, an dem je i Chawer aus jedem Snif bzw. Hachscharah-Zentrum teilgenommen hat. Aufgabe dieses Seminars war, alle ideologischen und organisatorischen Fragen gründlich durchzusprechen und zu klären. Die praktische Durchführung der Hachscharah ist in diesem Jahre mit noch sehr viel mehr Komplikationen verbunden. Wir sind genötigt, einen viel größeren Teil unserer Hachscharah als bisher ins Ausland zu verlegen und auch die finanzielle Seite der Hachscharah-Arbeit ist in diesem Jahre ein sehr viel schwereres Problem. Trotzdem können wir jetzt schon übersehen, daß. ungefähr dieselbe Anzahl von Chawerim wie im vergangenen Jahr in Hachscharah gebracht werden kann, und wie bisher ca. 600 betragen wird. Ein neues Gebiet unserer Tätigkeit ist die Erfassung der schulentlassenen Jugend, für die es heute keinen anderen Weg gibt als die Vorbereitung für Erez Israel. Wir haben hierfür die sog. Mittleren-Hachscharah eingerichtet, die eine zweijährige gründliche Berufsausbildung bei starker Betonung der Tarbutarbeit vorsieht. Auf der Jeschiwah in Frankfurt a. M. werden wieder ca. 40 Chawerim vor Antritt ihrer Hachscharah gufanit eine Hachscharah ruchanit durchmachen. * * * BERLIN: In Berlin hat sich eine neue Leitung der Berliner Misrachi Ortsgruppe unter dem Vorsitz von Herrn Rabb. Dr. Harry Levy konstituiert. Die Geschäfte führt Herr Dr. Lehmann. Es ist innerhalb kurzer Zeit gelungen, eine große Anzahl von Veranstaltungen stattfinden zu lassen, durch die es gelang, dem Misrachi eine beachtliche Zahl neuer Mitglieder zu gewinnen. In folgenden Synagogenvereinen wurdem auf deren Veranlassung durch den Misrachi Vorträge gehalten: Lessingstraße, (Rabb. Dr. Freier, Isi Eisner) Kaiserstraße (Alexander. Adler, Rabb. Broch) Cuxhavenerstraße (Alexander Adler, Rabb. Dr. Harry Levy) Ahawat Zion (Rabb. Dr. Harry Levy, Rabb. Broch), Münchenerstraße (Rabb. Dr. Arthur Levy, Isi Eisner). — Außerdem fanden zwei größere Kundgebungen statt. In der Kleistloge sprachen die Herren: Seminarrabbiner Dr. I. Rabin, Breslau, und Dr. Paul Sulzberger über: Neues Judentum im alten Lande.

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