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Zion · 1935-01-01 · 1-3 (1.1935) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
7 (1935)
Issue
1-3 (1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 Z I O N Nr. 1*3 beiters müssen Hap. Harn, und Histadruth zusammengehen, eine Anschauung, die auch die politische Haltung des Hap. Ham. zu bestimmen hat. I s i E i s n e r entwickelte ein lebendiges Bild unserer zionistischen 'Politik. Es hat keinen Sinn, gegen England, den Kontrahenten der nächsten Zeit, in nutzlosen, aber erbitternden Deklamationen, zu hetzen. Der Begriff einer „palästinensischen Landespolitik", der sich entwickelt, wird sich zu unseren Gunsten auswirken. Es hat auch keinen Zweck, durch minimalistische oder maximalistische Festlegungen in bezug auf Einwanderung und Alijah, den Weg unserer arabischen Politik zu versperren. Auch der Zionismus als politische Bewegung erkennt ethische Postulate an. Doch kann uns der Brith-Schalom nicht vorschreiben, was Religion ist. Es gibt eine Hierarchie der Werte, und das Leben unseres Volkes steht obenan. Nutzvoller als revisionistische Propaganda ist die Schaffung einer starken zionistischen Organisation, die sich auch in Erez Israel Gehör verschaffen kann und es verhütet, daß „Palästina eine Gefahr für den Zionismus" wird. Der Heskem im Misrachi hat nunmehr die Möglichkeit geschaffen, daß der allgemeine Misrachi, Misrachi Hawatik und der Hap. Ham. zusammenarbeiten können, unter Voranstellung praktischer Aufbauarbeit. Em'iLh werden alle Teile des Misrachi unseren Forderungen gemäß auf der Basis konstruktiver Arbeit, besonders der Ansiedelung religiöser Menschen zu einer Einigung gelangen. Es ist notwendig, wieder die Forderung nach der Synthese des politischen und geistigen Zionismus zu erheben. Praktische Arbeit, politischer Kampf und ideologische Fundierung müssen einander ergänzen. Aufgabe der Tenuat Tora wa'Awoda soll es sein, an der Schaffung eines solchen „synthetischen M i s r a c h i s - m u s", mitzuarbeiten. In der Diskussion sprach Benno Offenbürg, der Führer des italienischen Hachscharah-Zentrums des Bachad. Der Zionist bekämpft in der Gola eigentlich nur die menschlich verächtliche, kriecherische Assimilation. In Erez Jisrael geht der Kampf um die eigentliche Assimilation, d. h. um den Charakter, den jüdisches Volkstum tragen soll. Weder Staat noch selbständige Wirtschaft stellen an sich erstrebenswerte Ziele dar, und wenn zur Untermauerung jener Begriffe von „höheren Zielen" gesprochen wird, so ist. dies nichts Konkretes. Nur dann hat Erez Jisrael eine jüdische Zukunft, wenn die Gegenwart mit der Vergangenheit verbunden wird. Selbst alte Maskilim spüren, daß in Erez kein Verständnis für Tradition vorhanden ist. Sei im Westen die nicht religiöse Einstellung Produkt des Amhaarazut, so habe man es in Erez mit einem „militanten Apikorsus" zu tun. Was die Beschlüsse der Arbeiterschaft in Pezug auf Kaschruth anlangt, die während der letzten. A. C. Sitzung gefaßt wurden, so führt die Arbeiterschaft selbst sie nicht aus. Bei aller Anerkennung der sozialen Leistung müsse dbse Richtung bekämpft werden. Nicht besser sei es mit den Revisionisten. Die Jugend beider Lager wird vom Materialismus getrieben, gegen, den religiöse Menschen protestieren müssen. Gerade dort, wo die Gebiete sich überschneiden, muß gegen die Gefahr der Verwischung angekämpft werden. Für unsere Erziehung kann es nur den Weg des Hapoel Hamisrachi, in innerer Selbständigkeit gegangen, geben. Wir müssen den Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwirre men, gegen den drüben herrschenden Geist der „Aufklärung", der sich schon am Ende der Entwicklung glaubt. Die sozialen Probleme sir.d im Letzten zugleich auch religiöse. Für ihre Lösung soll man sich bereithalten. Seew Orbach sprach, zugleich die kameradschaftlichen Grüße des H e c h a 1 u z überbringend, von den inneren Gemeinsamkeiten der Menschen, die eben durch die Arbeit miteinander verbunden werden. Man dürfe ja auch nicht übersehen, daß sehr oft Religion, politische und soziale Reaktion in Erez Jisrael, zumindest äußerlich, miteinander verbunden seien. Die Motive der Histadruth-Menschen stammen aus den tiefen Quellen jüdischer Ueberlieferung, mögen auch die Menschen aus innerer Ueberzeugung sich nicht mehr an das einzelne Gesetz gebunden halten. Ihre Leistung bleibe dennoch eine religiöse, weil sie eine ethisch-soziale ist. Auch dürfe kein Vergleich gezogen werden gegenüber den revisionistischen Anschauungen, die mit der Betonung des Machtgedanken allen jüdischen Anschauungen widersprechen. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß die rechten Führer der Histadruth in ihren Reihen selbst Widerstand finden, der von Kreisen ausgeht, für die Klasseninteresse von mindest gleichem Werte wie die nationalen Belange sei. Vom Standpunkt des Judentums seien die Lehren des historischen Materialismus mindestens so bekämpfenswert, wie die revisionistischen Anschauungen. Es wurde auch darauf hingewiesen, daß die religiösen Formen ihre

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