Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 6 (1934)
- Issue
- 9-12 (10.1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 93 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 9/12 Z I O N Seite 93 ist und somit eine wichtige Position für den ganzen Jischuw darstellt. K i b b u z A1 i j a. Die Chawerim der bevorstehenden Alija haben wir wiederum in einem Kibbuz Alija zusammengefaßt, der sich in Mischmar Hascharon eingliedern soll. Es ist dies der größte Kibbuz Alija des Bachad, der bisher zur Alija gegangen ist. Es wird seine Aufgabe sein, den zweiten religiösen Kibbuz aus den Reihen unserer Chawerim in Erez Jisrael aufzubauen. Um die Chawerim des Kibbuz Alija, die aus den verschiedenen Hachscharazentren kommen, schon vor ihrer Alija zu einer Gruppe zusammenzufassen und ihnen nochmals Gelegenheit zu intensiver Tarbutarbeit zu geben, werden wir anschließend an diese Pegischa hier in Blankenese ein vierwöchiges Vorbereitungslager stattfinden lassen. Das ist das erste Vorbereitungslager, das der Bachad durchführt. Wir versprechen uns von ihm einen fruchtbaren Abschluß unserer Erziehung in der Hachschara. Die zukünftige Arbeit. Die starke Vergrößerung des Bundes und der ständige Wechsel der Menschen, durch die Alija und Neueintritte in die Hachschara haben es mit sich gebracht, daß der persönliche Kontakt zwischen der Hanhala und den einzelnen Chawerim, der bis dahin bestand, heute leider vielerorts verloren gegangen ist. Obwohl wir uns bemühen, auch in Zukunft die persönliche Fühlung mit jedem einzelnen Chawer aufrecht zu erhalten, hat sich doch die Notwendigkeit erwiesen, zwischen dem einzelnen Chawer und die Hanhala den Snifleiter zwischenzuschalten. Dadurch ist ein Teil der Verantwortung der Hanhala auf die Snifleiter übergegangen. Auf ihre Zuverlässigkeit müssen wir unsere Arbeit stützen. Ihre Aufgabe ist es, die Chawerim zur Hachschara vorzuschlagen, und ihr alle wißt, wie entscheidend oft die Zusammensetzung eines Hachscharazentrums für die sich bildende Gemeinschaft ist. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß sich jeder normale Mensch in jede durchschnittliche Chewra eingliedern kann; aber wir wissen auch aus Erfahrung, daß es immer eine gewisse Anzahl schwieriger Fälle gibt, meist asoziale Elemente, die wir in unseren Zentren nicht erziehen können. Diese von vornherein auszuschalten oder durch eine gewissenhafte Auskunft wenigstens die Möglichkeit zu geben, über ihre Aufnahme zu entscheiden, ist Aufgabe des Snifleiters. Wenn auch soziale Momente bei der Beurteilung des Einzelfalles ohne Zweifel berücksichtigt werden müssen, so muß doch eindeutig festgestellt werden, daß die Notlage eines Chawers bei der Aufnahme in die Hachschara oder der Erteilung eines Zertifikates keinesfalls allein ausschlaggebend sein darf. Nur durch die korrekte und zuverlässige Zusammenarbeit der verantwortlichen Chawerim der Snifim und Bathe Chaluz mit der Hanhala kann eine geordnete Durchführung des Hachscharawerkes gesichert werden. In diesem Punkte haben wir leider manches zu klagen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr unsere Arbeit durch die nachlässige Behandlung der technischen Dinge, wie z. B. das Ausfüllen der statistischen Fragebogen, unpünktliche Leistung der Mitgliedsbeiträge usw. erschwert wurde* Wir erwarten auch in diesen Dingen in Zukunft bessere Erledigung. Zu dem Aufgabenkreis der Snifleiter gehört auch die Ueberwachung der Ausbildung und die Prüfung der Hachscharastellen, was bisher nicht überall in genügendem Maß geschehen ist. Als Vertreter des Bachad sollen die Snifleiter in ständiger Fühlung mit der Gemeinde stehen und in allen Hachschara- und Jugendfragen mitberaten. Insbesondere wird in Zukunft durch die Jugendalija und alle hierdurch neu entstehenden Probleme der Aufgabenkreis der Snifleiter noch ganz bedeutend erweitert. Solange noch keine Galilleitungen bestehen, muß die Verbindung zu den Chawerim, die sich an Orten befinden, in denen kein Snif des Bachad existiert, durch den nächstgelegenen Snif aufrechterhalten werden. Mit der Durchführung unserer Hachschara haben wir unsere zionistische Pflicht noch nicht getan. Alle Chawerim des Bachad müssen Träger der Arbeit der zionistischen Ortsgruppen und der Misrachigruppen werden. Jeder Einzelne hat in ständiger selbstverständlicher Bereitschaft für die KKL.- und KTwA.-Arbeit zur Verfügung zu stehen. In erster Linie aber tragen wir die Verantwortung für eine geregelte Brit-Hanoar-Arbeit. Das geht schon aus der Tatsache hervor, daß der größte Teil der Brit-Hanoar-Führer Chawerim des Bachad sind. In einer guten Brit-Hanoar-Arbeit sehen wir die Garantie für die Fortsetzung unserer Aufgaben. Durch die Alija unserer Chawerim aber müssen wir ständig die Erziehungsarbeit im Brit Hanoar in Gefahr bringen. Deswegen bleibt uns kein anderer Weg, als in Zukunft von einer Anzahl von Chawerim zu fordern, ihre Alija aufzuschieben, um die Bundesarbeit fortzuführen. Auch das ist chaluzische Pflicht. Finanzielle Sorgen. Nach dem Umschwung in Deutschland wurde ein großzügiges Hilfswerk der deutschen Juden organisiert. Ein großer Teil der gesammelten Gelder wurde auf