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Zion · 1934-10-01 · 9-12 (10.1934) · p. Seite 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
6 (1934)
Issue
9-12 (10.1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 92 (sequence 22)
Language
German
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Seite 92 ZION Nr. 9/12 ein neues Problem, das bis dahin eigentlich nur platonisches Interesse hatte, nämlich die systematische Führerschulung. Auf diesem Gebiet ist noch viel zu leisten, und wir haben im vergangenen Jahre nur die ersten Versuche und die ersten Erfahrungen machen können. Auf dem Gehringshof fand ein dreimonatiges Führerseminar statt, an dem zehn Chawerim bzw. Chawerot teilnahmen, die teilweise dann später führend in den Hachscharazentren arbeiteten. Dem gleichen Ziel der Heranziehung von Menschen zu verantwortlicher Tätigkeit dienten eine Reihe von Pegischot, u. a. in Frankfurt, Hamburg, Dortmund, Blankenese, Geitheim, und zwei Führerschulungskurse, in Köln für das Rheinland und Westfalen und in Berlin für Mittel- und Norddeutschland. Wir haben über diese Veranstaltungen seinerzeit in unseren Informationsblättern berichtet. 3. Hachschara ruchanit. Schon immer haben wir die Hachschara ruchanit als einen wesentlichen Faktor in der gesamten Hachschara betrachtet. Auch in diesem Jahre haben wir ein größeres Lernzentrum an der Frankfurter Jeschiwa errichtet und einigen Chawerim den Besuch östlicher Jeschiwot ermöglicht. Aber unter den gegebenen Umständen müssen wir auch für unsere geistige Hachschara neue Wege finden, die uns ermöglichen, unter den erschwerten Bedingungen das Mindestmaß an jüdischem Wissen zu erreichen. Diesen Fragen wird das Tarbutreferat gewidmet sein. Statistische Uebersicht: Um eine deutliche Vorstellung von all diesen Problemen zu geben, soll an dieser Stelle ein -kurzer statistischer Ueberblick über die Arbeit des Bundes folgen: 1. Hachschara : Von den 1500Chawerim des Bachad befinden sich etwa 600 in Hachschara, etwa die Hälfte in Hachschara Kibbuzit, der Rest auf Einzelstellen. Im Verlaufe des vergangenen Jahres hat sich unsere Hachschara wiederum bedeutend erweitert. Es wurden eine Reihe neuer Hachscharazentren im In- und Ausland gegründet (siehe Informationsblätter). Besonders wichtig wurde für uns die Hachschara in Italien. . 75 Prozent der in kibbuzischer Hachschara befindlichen Chawerim arbeitet in der Landwirtschaft bzw. in der Gärtnerei, während der Rest in verschiedenen handwerklichen Berufen ausgebildet wird. Von den Bodedim arbeitet nur ein geringer Teil in der Landwirtschaft. Das zahlenmäßige Verhältnis von Jungen zu Mädchen, das zu Beginn des Jahres 2 :1 betrug, hat sich inzwischen zugunsten der Mädchen verschoben. Das ist eine Folge der Handhabung der Zertifikatsverteilung. Es ist bekannt, daß in den letzten Jahren eine verhältnismäßig große Anzahl von Zertifikaten für Chawerim zur Verfügung standen, während für Chawerot nur ganz wenige ausgegeben wurden. Etwa 100 Chawerot des Bachad, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung haben, warten auf das Zertifikat. Die schweren und komplizierten Probleme, die aus einer so unnatürlichen Situation entstehen, sowohl für den Einzelnen als auch für den Bund und für unsere Kibbuzim in Erez Jisrael, sind euch allen zur Genüge bekannt. Ich kann mir ersparen, hier darauf einzugehen. Wichtig ist einzig und allein, alles zu tun, um Abhilfe zu schaffen. Gemeinsam mit dem Hechaluz und der ZVfD. haben wir unsere Meinung und unsere Forderungen in dieser Sache der Exekutive und der palästinensischen Regierung sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Wir werden auch der Pegischa eine Protestresolution gegen die Verweigerung der Mädchenzertifikate vorlegen und bitten, sie anzunehmen. 2. A1 i j a. Im Verlauf des Jahres sind etwa 300 Chawerim des Bachad zur Alija gegangen, der größte Teil in die Kibbuzim und Moschwe Owdim des Hapoel Hamisrachi. Ein weiterer Teil befindet sich in den verschiedenen Moschawot. Doch müssen wir zu unserem Bedauern zugeben, daß eine nicht unerhebliche Anzahl unserer Chawerim in die Stadt gegangen ist (etwa 25 bis 30 Prozent). Genaue Statistiken hierüber konnten wir leider nicht bekommen. Der größte Teil derjenigen, die in die Stadt gegangen sind, kommt nicht aus unserer kibbuzischen Hachschara, sondern aus der Einzelhachschara in den Snifim. Es zeigt sich hier, daß die Snifim ihre Aufgabe, die Chawerim zu erfassen, und sie nicht nur aus einem bürgerlichen in einen Arbeiterberuf zu überführen, sondern sie auch zu verantwortlichen Trägern des chaluzischen Aufbauwerkes zu erziehen, noch nicht gewachsen sind. Neben dem Bestreben, die Hachschara in immer größerem Maße in Zentren durchzuführen, werden wir im kommenden Jahre unsere Aufmerksamkeit der Arbeit der Snifim ganz besonders zuwenden müssen. Die Einleitung hierzu soll die Arbeitsgemeinschaft über die Snifsrbeit bilden, die noch auf dieser Tagung stattfinden soll. Der Kibbuz Rodges hat sich im Laufe des Jahres durch die Alija stark vergrößert und kommt für die Aufnahme der Alija nur noch in geringem Maße in Frage. Daher wurde in Mischmar Hascharon (Giwat Chajim) eine neue Pluga gegründet. Mischmar Hascharon ist ein neuer Siedliuigspunkt, der von Anbeginn nur von Arbeitern des Hapoel Hamisrachi aufgebaut wurde und der nördlichste Punkt des jüdischen Scharon

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