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Zion · 1934-06-01 · 6 (6.1934) · p. Seite 52

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
6 (1934)
Issue
6 (6.1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 52 (sequence 10)
Language
German
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Seite 52 ZI O N Nr. 5 lingstag erfreute uns Stadtkinder, und gerade am ersten Feiertag erblickten zwei schneeweiße Schäfchen, mit 'Wolle bedeckt, das Licht der Welt. Es war ein echtes Frühlingsfest! Manche der Chawerim sind seitdem andre Wege gegangen, nicht alle haben durch dasm»1? cbcvra nton die Erfüllung ihrer Wünsche gefunden — aber dieser erste Pessach in Betzenrod wird bei keinem in Vergessenheit geraten. Ruth Rülf-Unna Geringshof im letzten Jahr. S e^h l"o m o G o 1 d in a n"— Bombach. Das zehnte Jahr des Lehrgutes ist das 3. Jahr des Gehringhofs. Allmählich hat man sich eingearbeitet und festgestellt, welche Betriebszweigebesonders ausgebaut werden müssen. Der Ausbau der einzelnen Betriebszweige geschieht immer in Anlehnung daran, welche Zweige in Palästina besonders benötigt werden. Zur Zeit des Ausbaus der Viehzucht war ein günstiger Milchpreis zu erzielen und ein niedriger Kraftfutterpreis zu zahlen. Daher war eine Rentabilität dieses Zweiges möglich. Die Preise des Kraftfutters sind gestiegen, wogegen die Milchpreise nicht in demselben Maße emporgeklettert sind. Wir haben uns deshalb umgestellt und den Bestand auf 17 Stück Rindvieh verkleinert. Neuerdings wird die Milch wieder zu Molkereiprodukten verarbeitet. Dagegen haben wir unseren Garten um einen Morgen vergrößert. Der Absatz des Gemüses ist zwar schwer, aber immerhin lohnend. Eine Baumschule wurde angelegt und die Beerenobstbaumzucht erweitert. Für Erez Jisrael ist Baumschule ein besonders wichtiger Betriebszweig. In diesem Jahr wurde auch die Pflege der Obstbäume energisch in Angriff genommen. Wir hatten in den ersten Jahren mit den Einrichtungsarbeiten des Gartens derart viel zu tun, daß keine Zeit war, sich mit der Pflege des Baumbestandes zu beschäftigen Der Ackerbau hat in diesem Jahr abermals eine Erweiterung erfahren. Bei Ankauf des Gu-. tes wurde ein Terrain von 50 Morgen ungerodetes Waldland miterworben. Ferner wurde ein 50 Morgen großes Terrain für die Dauer von drei Jahren gepachtet. Es handelt.'Sich um Neuland, welches frisch gerodet wurde und wo wir die ersten Pflugarbeiten zu leisten haben. Daher brauchten wir auch keinen Pachtzins zu zahlen. Das gepachtete Rodland hat in diesem Jahr verhältnismäßig zufriedenstellende Erträge ergeben. Auf dem eigenen Land hatten wir eine besonders gute Roggenernte, so daß die Bauern der Umgebung zu uns kamen, um von uns Saatgetreide zu kaufen. Auch die Rübenernte war ausgezeichnet. Während alle anderen Bauern über schlechte Ernte klagten, hatten wir auf einem Stück eine für dieses Jahr ganz besonders hervorragend': Ernte gehabt. Die Wiesen ergaben in diesem Jahr einen guten ersten Schnitt, während der zweite Schnitt mäßig ausfiel. Ebenso lagen die Verhä'rnisse auf der Viehweide. Anfangs reicher, später mäßiger Graswuchs. Gespannführung, Ackerbau und Viehzucht, sowie allgemeine Arbeiten beschäftigen 14 Menschen. Im verflossenen Jahrwurde ein weiterer Fischteich mit Karpfen besetzt. Von einer Erweiterung der Fischzucht sowie der Geflügelzucht wurde Abstand genommen, da man keine Investitionen machen wollte. Der Waldßestand liefert im genügenden Maße die erforderlichen Holzmenge für Brennen und den sonstigen Bedarf. Im großen und Ganzen sei gesagt, daß nach Meinung vieler Sachverständigen unser Betrieb als sehr guter Lehrbetrieb gewertet werden kann. Unser Gut ist im Verhältnis zu anderen Lehrbetrieben kein Großbetrieb und es ist daher jedem Chawer möglich, einen Ueberblick über die gesamte Wirtschaft zu haben und auch an alle Arbeiten heranzukommen, die ausschließlich von den Eleven ausgeführt werden. Auch in der Tarbutarbeit sind wir in diesem Jahr ein gutes Stück vorwärts gekommen, besonders dadurch, daß in diesem Jahr viele Chawerim eine gute jüdische Vorbildung besitzen und in ihrer Freizeit mit den übrigen Chawerim lernen. Es war in diesem Jahr möglich, hebräische Sichot in größeren Kreisen durchzuführen. Die intensive Verbindung zum Kibbuz Rodges und dessen erfreuliche Entwicklung bringt es mit sich, daß unsere Chawerim heute eine unbedingte Einstellung zur Bewegung des Hapoel Hamisrachi und zum Kibbuz haben. Das Vertrauen zu unserer Bewegung hat sich gestärkt und hat über unseren Kreis hinaus, die religiöse jüdische Jugend der Tnuat Tora wa Awoda nähergebracht. Früher rekrutierten sich unsere Menschen ausschließlich aus den Kreisen des Zeire Misrachi und Esra. Die Chaluziut war fast ausschließlich Monopol der zionistischen Jugendbünde. Heute finden weite Kreise, die uns bisher fern standen den Weg zu uns. Früher kam man erst zum Jugendbund und über den Jugendbund zur Hachschara. Heute kommen die Menschen erst zur Hachschara und wollen sich in der Ha.chschara

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