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Zion · 1934-04-01 · 4-5 (4.1934) · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
6 (1934)
Issue
4-5 (4.1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 34 (sequence 8)
Language
German
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Seite 34 ZION Nr. 4*5 Schabbat im öffentlichen Leben und der Verkauf Privatsache, sondern greift an die Wurzeln d;s Judentums. (Rabb. Dr. Hoffmann bedauerte dann, daß Stammzionisten nicht häufiger für die Berechtigung der religiösen Forderungen und für ihre Durchsetzung im Leben Erez Jisraels eintreten und begrüßte die Ausführungen von Kurt Blumenfeld, die in dieser Linie lagen. Er beschäftigte sich dann eingehend mit Aeußerungen, wie sie in dem Buche von Rabb. Dr. Prinz: Wir Juden vertreten werden und wies die Gefahren auf, die die Ausführungen von Joachim Prinz auslösen könnten. Er ging dann über zu Problemen des deutschen Judentums, verteidigte die Politik der Reichsvertretung gegen Angriffe von Seiten der Austrittsorthodoxie und schloß seine Ausführungen mit einer Darstellung, wie es zu den von der Reichsvertretung ausgearbeiteten Richtlinien über die Schulpolitik kam). Resolutionen. Angenommen auf der Arbeitstagung der Unabhängigen Misrachi-Landesorganisation Deutschlands, am Montag, dem 30. April 1934. I. Die Unabhängige Misrachi Landesorganisation Deutschlands bekennt erneut ihre Verknüpfung mit der misrachistischen Idee und Weltanschuung. Sie sieht in der Wiederherstellung der Einheit von Erez Jisrael, Am Jisrael und Torat Jisrael die Gegenwartsaufgabc des jüdischen Volkes. Sie sieht im Zionismus den Weg, zu dieser Einheit zu gelangen und betont daher erneut ihre Verbundenheit mit der Zionistischen Organisation. Die Druchsetzung der misrachistischen Forderungen beim Aufbau Erez Jisraels durch geistige und moralische Beeinflussung innerhalb der zionistischen Bewegung ist das Ziel, das ihr unverrückbar vor Augen stellt. II. Als Ausdruck dieser grundsätzlichen Einstellung lehnt die Arbeitstagung der Unabhängigen Misrachi Landesorganisation Deutschlands extremistische Forderungen ab, gleichgültig von welcher Seite sie erhoben wurden. So grenzt sie sich in aller Entschiedenheit ab, von' Grundhai tung und Methoden der revisionistischen Parteien die sich als schwerste Gefahr für die Einheit der zionistischen Organisationen erweisen. Die Tagung sieht mit Besorgnis Tendenzen sich innerhalb des Weltmisrachi geltend machen, die zu einer Schwächung der zionistischen Organis ation führen müssen. Die Schädigung zionistischer Fonds kann unter keinen Umständen verantwortet werden. Die Bindung an eine zionistische Partei, deren kulturellen Forderungen nicht die unsrigen sind, ist abzulehnen. Dergleichen ist ein Zusammenschluß mit einer in kulturellen Beziehung uns nahesteh enden aber nicht zionistischen Partei, wie die Agudas Jisroel es ist, solange unmöglich, als dieser an die Bedingung geknüpft wird, unsere Verbindung mit der zionistischen Organisation .i lösen. Die Tagung hofft, daß der Weltmisrachi die Berechtigung den Forderungen der Unabhängigen Misrachi Landesorganisation Deutschlands einsehen wird. Sie würde dann die Möglichkeit gekommen sehen, sich, mit dem Weltmisrachi wied':: zu vereinigen. Die Arbeitstagung begrüßt die Anregung der litauischen Rabbinerkonferenz, eine Einheitsfront für den religiösen Aufbau Erez Jisraels zu schaffen. Sie ist bei Aufrechterhaltung ihrer organisatorischen Verbundenheit mit der Zionistischen Organisation bereit, mit der Agudas Jisroel zusammenzuwirken. - III. Die Arbeitstagung betont ihre Verbundenheit mit dem Werk des Hapoel Hamisrachi in Erei Jisrael, insbesondere mit der Arbeit des Kibbuz Rodges in Petach Tikwa und des Brit Chaluzim Dathiim in Deutschland. Sie erblickt in dies .* i Arbeiten einen verheißungsvollen Ansatz zur zc folgreichen Druchführung der misrachistischen Idee. Sie richtet einen dringenden Appell an alte Eltern in Deutschland, die ihre Kinder im religiösnationalen Geiste erzogen und ertüchtigt wissenwollen, die religiöse Hachschara des Brit Chi- Juzim Dathiim zu fördern und ihre Kinder ih: zuzuführen. Die Tagung fordert alle tradition '! gesinnten Zionisten auf, diese Bestrebungen mit allen Kräften ideell und materiell zu unterstützen. IV. Die Arbeitstagung begrüßt die Führer und Freunde der Unabhängigen Misrachi Landesorganisation Deutschlands in Erez Jisrael. Sie hofft auf eine rege und fruchbare Zusammenarbeit mit den Männern, die viele Jahre die Geschicke des deutschen Misrachi geleitet haben. V. Die Arbeitstagung bekennt sich freudig zum Gedanken der einheitlichen zionistischen Betätigung in Deutschland, wie sie in der Arbeit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zum Ausdruck kommt. Sie betont ihre Verbundenheit

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