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Zion · 1933-12-01 · 11-12 (12.1933) · p. Seite 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
11-12 (12.1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 103 (sequence 13)
Language
German
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tfr. 1M2 Z I ON Seite 103 und auch im Lande selbst gesammelten Mitteln fertig sein werden, wird hoffentlich der antisoziale Geist des Bodens- und Mietswuchers einen weiteren Stoß erleiden. In Tel-Awiw wird eine Schechunah von bequemen Barackenbauten für die Olim im Norden, nach dem Jarkon hin, entstehen, in der erst in den letzten Jahren erschlossenen Gegend, wo vor zwei Jahren zur Makkabia einsam das Stadion gebaut worden war und im Frühjahr das Messegelände zur großen Lewant Fair stehen wird. Das Wahrzeichen der Messe, das geflügelte Kamel, ist schon überall werbend zu sehen, die Propaganda hat erreicht, daß die für den palästinensischen Handel wichtigsten europäischen Länder sich großenteils offiziell beteiligen. Erez Jisrael wird bei der Messe ungleich mehr zu zeigen haben als bei der vorigen. Eine große Anzahl neuer Fabriken ist eröffnet worden oder steht vor der Eröffnung, und das neue Industrieviertel Tel-Awiws in und bei Ramat Gan, über das früher schon einmal berichtet wurde, ist in ständiger Entwicklung und wird im Frühjahr eine ganze Anzahl teils neuer, teils in vergrößertem Maße dorthin verlegter Fabriken zeigen. Hat man von Tel-Awiw aus den Weg nach Ramat Gan gemacht, so ist es nicht mehr weit nach Petach-Tikwa und damit zu unserem Kibbuz Rodges, von dem diesmal wieder Erfreuliches berichtet werden kann. Am Chanukka konnte der Kibbuz zu einer besonderen Feier einladen. Nach dem Bau einer neuen geräumigen Halle konnte jetzt der Grundstein für das erste Haus gelegt werden, das inmitten der Zelt- und Barackensiedlung gebaut wird. Eine schlichte Feierstunde gab Gelegenheit, die Geschichte, Freud und Leid der Rodgeser ins Gedächtnis zu rufen und sich an dem chaluzischen Geist zu erfreuen, der den Kibbuz beseelt. Der deutsche Misrachi ,der sich die Fürsorge für Rodges — das deutsche und das hiesige — immer besonders hat angelegen sein lassen, darf die Versicherung mit sich nehmen, daß hier wohl die beste Leistung vollbracht wird, die das religiöse Judentum auf dem Gebiet der modernen Siedlungsarbeit in Erez Jisrael aufzuweisen hat. Auf gutes Gedeihen weiter. Am selben Tage, an dem der Grundstein in Rodges gelegt wurde, versammelten sich die hierher übersiedelten Führer des deutschen Misrachi, die vor zwei Jahren den Aufruf für die unabhängige Misrachi-Landesorganisation Deutschlands hatten ausgehen lassen, um ihre Stellung und ihren Arbeitsplan zu besprechen. Wohl jeder, der seinen Wirkungskreis hierher verlegt hat, hat den Aufgaben und Arbeiten des religiösen Judentums im Lande seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet und mußte auch die Stellung zum offiziellen Misrachi erneut überdenken. Es war jetzt, nachdem ein großer Teil derer, die in Deutschland die zentrale Misrachi-Arbeit geleistet hatten, im Lande sind, an der Zeit, gemeinsam zu den Dingen Stellung zu nehmen. Dabei ergab sich, daß ein Wiedereintritt in die Misrachi-Organisation unter den gegenwärtigen Umständen nicht vollzogen werden konnte. Aber gerade deshalb wurde die Notwendigkeit des Zusammenschlusses anerkannt, um ein Auseinanderstreben zu vermeiden und die erneute Aufnahme der Arbeit für die kulturellen und kolonisatorischen Ziele, denen wir auch früher unsere Kraft gewidmet hatten, zu organisieren und dieser Tätigkeit jetzt, da wir keine Landesorganisation mehr darstellen oder darstellen wollen, neue Freunde aus anderen Lagern zu werben. In den Kreisen des palästinensischen Misrachi, insbesondere aus dem Chinuch und des Hapoel Hamisrachi wissen wir viele engere Gesinnungsgenossen, und in der praktischen Arbeit werden wir uns häufig mit dem Gesamt-Misrachi zusammenfinden, auch wenn wir uns aus den schon früher dargestellten zwingenden Gründen ihm organisatorisch nicht eingegliedert haben. Deutet ja auch der Name, den wir unserem Verband gegeben haben, die Ziele an, denen der Misrachi von jeher seine Arbeit gewidmet hat: Thora Waarez. L. B. Anmerkung der Redaktion: Einen ausführlichen Bericht über die Besprechung unserer Freunde in Tel-Awiw werden wir in der nächsten Nummer unserer Zeitschrift veröffentlichen. Die groß© Trauer. Dr. Samuel Grünberg. Die gesetzestreue Judenheit ist in den letzten Monaten in große Trauer versetzt worden. Vier ihrer größten Männer wurden ihr jäh entrissen. Noch stand die Judenheit in tiefster Erschütterung wegen des Dahinscheidens des Seniors der zeitgenössischen Thoragrößen, des „Chofez Chajim", als eine zweite Hiobsbotschaft das Ableben des Lubliner Raws in der Blüte seiner Jahre verkündete, dann der Gaon Mosche Mordochaj Epstein von uns Abschied nahm, und kurz darauf die Kunde von dem Heimgange des Czortkower Rebben durch die Welt ging. Jede dieser vier Persönlichkeiten hatte ihre spezielle Bedeutung innerhalb des Judentums, jede von ihnen erwarb sich große Wertschätzung, Liebe und Verehrung. Trotz ihrer Zugehörigkeit

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