Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 5 (1933)
- Issue
- 9-10 (11.1933)
- Date
- 1933-11-01
- Page
- Seite 87 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 9-10 ZION Seite 87 Die Hachscharah Ruchanith. Die Hachscharah Ruchanith muß natürlich ebenso stark im Vordergrund unserer Interesse stehen. Wir haben in der letzten Zeit schon angefangen, die Hachscharah Tarbuthit in eine klare Richtung zu bringen. Wir glauben, daß es unsere Aufgabe sein muß, die Chawerim maximal zu erfassen und ihnen die Möglichkeiten zu geben, durch Uebermittlung von geeignetem Stoff weiterzukommen. Wir versuchen jetzt durch eine Büchersammlung, geeignetes Material zu erlangen. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, wie wichtig diese Sache ist und wie man sich dafür einsetzen muß, um einen großen Erfolg zu erzielen. Von uns aus muß aber auch Material für die Tarbutharbeit geschaffen werden. Wir haben schon angefangen, Druckschriften regelmäßig herauszugeben und glauben, daß wir . in dieser Richtung unbedigt verstärkt weiter arbeiten müssen. Es ist ja nicht nur wichtig den Stoff für die Tarbutharbeit zu geben, sondern ebensosehr den Zusammenhang im Bunde zu festigen, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu vertiefen. Wir bitten die einzelnen Chawerim, uns zu unterstützen und soweit sie es können, mitzuarbeiten und Material für diese Schriften zu liefern. Neben diesen Blättern hat sich immer mehr die Notwendigkeit gezeigt, eine zusammenfassende Broschüre über unsere Arbeit und Aufgaben zusammenzustellen, die die Grundlage unserer Arbeit zu sein hat. Wir haben jetzt schon einige Vorbereitungen getroffen. Wir haben uns schon mit einigen Menschen in Verbindung gesetzt, die wir von außen zur Mitarbeit heranziehen wollen. Wir haben versucht, die Möglichkeiten für die Finanzierung zu schaffen. Schließlich denken wir daran, ein hebräischem Lesebuch zusammenzustellen, das alle Stoffgebiete der Arbeit in Erez Israel und hier behandeln soll. Wir müssen uns klar sein, daß wir etwas Vorbildliches schaffen müssen. Die Gesichtspunkte der Alijah. Wie schon gesagt, muß man mit den Gegebenheiten der Arbeit hier rechnen und diese so einrichten, daß eine Einheit hergestellt wird von der Hachscharah bis zur Arbeit in Erez Israel. Es ist selbstverständlich, daß die Chawerim, die für unsere Arbeit hier notwendig sind, von der Alijali gegebenenfalls zurücktreten und zu unserer Verfügung bleiben. Noch einmal-soll betont werden: Wir wissen, daß es Fälle gibt, wo man von den Prinzipien abgehen muß. So mußten wir z. B. Chawerim Zertifikate geben, weil sie keine Möglichkeit hatten, hierher zurückzukommen.. Es ist aber klar, daß dieses Ausnahmefälle sind und daß die Richtung, die wir aufgezeigt haben, nicht verwischt werden darf. Es ist uns nicht damit gedient, daß wir Leute nach Erez Israel schicken, von denen wir nicht wissen, welchen Weg sie drüben gehen. Wir müssen von den Chawerim, die wir hinüberschick'en, überzeugt sein, daß sie zu uns gehören und in unseren Reihen stehen werden. Als einziger Weg, um drüben vorwärtszukommen, erscheint mir der, daß wir geschlossene Kibbuzim hinüberschicken, die die Voraussetzungen einer zweckmäßigen und zielbewußten Arbeit am besten gewährleisten. Wenn uns dieses gelingt, sind wir einen großen Schritt in unserer Arbeit weitergekommen. Die Lage im Kibbuz Rodges ist aber so, daß nicht mehr viel Chawerim aufgenommen werden können. Bisher konzentrierte sich unsere Arbeit, unsere gesamte Alijah auf Kibbuz Rodges, Kibbuz Rodges war tatsächlich der Konzentrationspunkt der deutschen Alijah. Da nun dieser Kibbuz nicht mehr für die Aufnahme der deutschen Olim in Frage kommt, — in den letzten Briefen schrieb man von einem Beschluß, daß der Kibbuz keine Alijah mehr aufnehmen will — haben wir die Gründung einer Plugah vorgesehen. Wir haben uns entschlossen, zum Frühjahr einen Kibbuz Alijah zusammenzustellen. Darüber wird besonders berichtet werden. Es ist klar, daß, nachdem wir nun die Gesichtspunkte für die Alijah festgesetzt haben, wir von den einzelnen Chawerim, die geeignet sind, verlangen dürfen, daß sie sich darauf einstellen und ihre persönlichen Wünsche, früher zur Alijah zu kommen, zurückstellen. Man darf wohl annehmen, daß die Pegischah der gleichen Meinung ist und daß wir auch weiterhin diesen Gesichtspunkt bei der Zertifikatsverteilung berücksichtigen werden. Die Propagierung unserer Ideen. '. In der letzten Zeit mußten wir immer wieder feststellen, daß viele Leute nicht bei uns organisiert sind, aus dem einfachen Grunde, weil sie nichts von der Existenz des Brith Chaluzim Dathiim wissen. Viele religiöse Chawerim sind in den Hechaluz gegangen, weil sie nicht wußten, daß wir da sind. Aus diesen Gründen sind wir zu der Ueberzeugung gekommen, daß wir die propagandistische Seite unserer Arbeit als einen Punkt unseres Arbeitsprogrammes einzusetzen haben. Wir haben schon angefangen, und zwar