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Zion · 1933-11-01 · 9-10 (11.1933) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
9-10 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 85 (sequence 19)
Language
German
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Nr. 9-10 ZION Seite 85 Histaclruth abschwenken kann. Wir haben aber absolut kein Interesse daran, daß unsere Chawerim uns verlorengehen. Alijah-Geld. Es stehen Gelder für die Alijah zur Verfügung. Diese sind aber nur für Chawerim bestimmt, deren Alijah daran scheitern könnte, daß sie kein üeld für die Reise haben. Wir sind der Meinung, daß diese Gelder wirklich nur in der äußersten Not angegriffen werden dürfen. Ein richtiger Chawer verlangt nicht ohne weiteres Alijah-Geld. Wir sind überzeugt, daß viele Proteste gegen die Hanhalah vorgebracht werden, bitten aber zu bedenken, wieviele Leute in der Hanhalah gearbeitet haben und daß der Tag nur 24 Stunden hat. — Die Lage wird sich nur bessern, wenn uns in Zukunft vom Bunde genügend Menschen zur Verfügung stehen werden. Sodann werden wir gemeinsam mit allen Chawerim des Bundes die Arbeit so weiterbringen können, wie wir es alle wünschen. * * * Anschließend wurden dann Berichte aus den einzelnen Gruppen gegeben, die einen Ueberblick über die Arbeit vermittelten. In der Diskussion wurden zunächst durch Lena Israel einige speziellen Gesichtspunkte der Mädchen-Hachscharah hervorgehoben und besonders auf die Aufgabe der Chaweroth als Mädchen in den Zentren und Batej Chaluz zur Gestaltung des Milieus hingewiesen. Ferner ergab die Diskussion die Klärung der Gesichtspunkte, die für die Arbeit maßgebend sind, in einer Weise, wie sie dann im Schlußwort zusammengefaßt wurden. Unsere zukünftige Arbeit. Mosche Unna. Der Aufbau unserer Arbeit. Wir haben bisher über die Voraussetzungen unserer Arbeit gesprochen. Daraus müssen sich nun auch die Richtlinien für unsere zukünftige Arbeit ergeben. Es sind verschiedene Punkte, die richtunggebend bei unseren künftigen Arbeit sein werden. Wir haben festgestellt, wie sich unsere Arbeit von Grund auf gewandelt hat. Wir müssen nun versuchen, nach den Erfahrungen, die wir bisher gewonnen haben, unsere kommende Arbeit einzustellen. In der Arbeit in Erez Israel haben wir gesehen, daß es entscheidend ist, unsere Menschen schon hier richtig zu erfassen und vorzubereiten. Wir müssen unsere Arbeit hier einstellen auf diu Schwierigkeiten, die sie drüben erwarten. In dieser Richtung müssen wir unsere Arbeit gestalten. In zweiter Linie müssen wir darauf achten, daß unsere Tätigkeit hier in der Golah systematisch durchgeführt wird. Die Ereignisse im Frühjahr und die überstürzte Alijah haben sich erschwerend auf die Arbeit ausgewirkt. Es herrscht ein fühlbarer Mangel an Menschen, die unser Werk hier weitertragen können. Wir müssen also einerseits Erez Israel vor Augen haben, andererseits die Erfordernisse der Arbeit hier. Welches sind also die Voraussetzungen, nach denen wir unsere Arbeit hier gestalten können? Wir müssen versuchen, die Menschen, die zu uns kommen, zu erfassen, einmal in den Jugendbünden; dazu ist die Voraussetzung geschaffen, in der Weise, daß eine einheitliche Gruppierung der religiös-chaluzischen Jugend erfolgt ist und die Arbeit in einer klaren Richtung wird geleistet werden können. Außerdem werden viele Menschen zu uns kommen, die wir nicht abweisen dürfen, da wir unsere Aufgabe heute nicht in einem engen Rahmen sehen, in dem wir nur eine bestimmte Zahl von Menschen unter bestimmten Voraussetzungen erziehen können, sondern wir stehen vor der Notwendigkeit, unsere Arbeit zu vergrößern und zu erweitern und die gesamte religiöse Alijah zu erfassen. Wir haben die Verpflichtung, die Menschen, die nicht durch den Jugendbund gegangen sind, zu erfassen. Können wir dieses nicht hundertprozentig, dann müssen wir vorläufig versuchen, sie teilweise zu erfassen, denn die Erfahrung hat gelehrt, daß gerade diese Menschen sehr wertvoll werden können. Diese können wir erst im Rahmen der Hachscharah erfassen. Damit das aber möglich ist, müssen wir eine gewisse Zahl von Menschen haben, die dieser Aufgabe gewachsen sind. Es ist ja bis jetzt der entscheidende Mangel unserer Arbeit gewesen, daß diese Menschen uns nicht zur Verfügung standen und wir gezwungen waren, Hachscharah zu machen, ohne sie. Wenn wir diesem Mangel abhelfen wollen, müssen wir versuchen, einen Stab von Menschen zu schaffen, die diese Arbeit leisten können, die die Verbindung zu der Leitung herstellen können und din in der Hachscharah die Chawerim lenken und leiten können. Ohne diesen Stab wird eine systematische Arbeit während der Hachscharah niemals möglich sein. Wenn wir die Menschen nicht haben, wird es immer so sein, daß unsere Hachscharah von Zufälligkeiten abhängt und wir müssen dann gewärtig sein, daß wir den Aufgaben, die wir uns zur Fortführung der weiteren

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