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Zion · 1933-11-01 · 9-10 (11.1933) · p. Seite 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
9-10 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 84 (sequence 18)
Language
German
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Seite 84 ZION Nr. 9=10 slavien. Nach einer anfänglichen Zusage von seiten der Agudah zerschlug sich die Sache schließlich doch. Die Schwierigkeiten in unserer Arbeit. Es soll noch gesagt werden, wie wir unsere tlachscharaharbeit aufbauen und welche Schwiengkeiten wir im allgemeinen zu überwinden haben. Eine Hauptschwierigkeit liegt darin, daß viele Chawerim nicht deutscher Staatsangehörigkeit sind. Ihre Unterbringung ist schwierig. — Eine weitere Schwierigkeit bildet die Zusammensetzung der einzelnen Zentren, vom Gesichtspunkt der Vorbildung und Einstellung der Menschen aus, die zur Hachscharah wollen. Es fehlt an Menschen, die in der Lage sind, ein Zentrum oder ein Beth-Chaluz zu leiten. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, daß sich die Chawerim, die zu uns kommen, und „vom Jugendbund nicht verdorben sind", sich besser bewähren als die Chawerim aus dem Bunde. — Es hat sich auch gezeigt, daß durch die verschiedene Erziehung im Esra und Brith-Hanoar sich Schwierigkeiten ergaben, dann auch dadurch, daß ein Teil derjenigen, die nicht durch den Bund gegangen sind, vom Lande stammen und überhaupt nicht wissen, was Hachscharah ist. Ein gewisser Prozentsatz unserer Chawerim erlernt ein Handwerk, der größte Teil arbeitet in aer Landwirtschaft und der Gärtnerei. Genaue Zahlen können nicht angegeben werden, da wir noch nicht dazu kamen, Statistiken aufzustellen. Die Hachscharah der Mädchen. In der Mädchen-Hachscharah sind Schwierigkeiten, weil 85 Prozent aller Chaweroth Gärtnerei erlernen wollen. Dabei müssen aller Voraussicht nach doch wenigstens 75 Prozent aller Chaweroth in Erez Israel im Haushalt arbeiten. Es wäre also sinnlos, wenn man den Wünschen der Mädchen entsprechen würde. Wir müssen uns das Recht nehmen, zu beurteilen, welche Ausbildung die Chaweroth mitmachen sollen. Es gibt noch andere Berufe für Mädchen. Viele sind es jedoch nicht. Auch Kindermädchen ist kein Beruf, auf den ein Zertifikat gegeben wird. Ueber Hachscharah Ruchanith wird gesondert gesprochen und es soll deshalb hier nicht näher auf die geleistete oder nichtgeleistete Arbeit eingegangen werden. Die Alijoth. \ Zum Schluß einiges über die Alijah: Im Laufe der letzten Arbeitsperiode hatten wir drei verschiedene Alijoth. Im Januar kamen etwa 20 Chawerim von uns zur Alijah. Der größte Teil der Chawerim war im Kibbuz-Alijah zusammengeschlossen und hat sich im Kibbuz Rodges eingelebt und sich auch gut akklimatisiert. Die zweite Alijah setzte ungefähr Ende Mai ein, als die 1000 Zertifikate eintrafen. Jeder, der die Möglichkeit hatte, nach Erez Israel zu gehen, wollte zur Alijah. Bei dieser Alijah sind etwa 130—140 Menschen durch uns nach Erez Israel gekommen. Das klingt für die Arbeit des Britii an sich phantastisch. In Wirklichkeit waren auch Chawerim darunter, die nur im Zeire-Misrachi organisiert waren, weiter Chawerim, die nur im iosen Zusammenhang mit dem Bunde gestanden hatten, und solche, die ohne genügende Hachscharah hinübergingen; denn ein Teil der Zertifikate war für Leute ohne Ausbildung bestimmt. Diese Alijah war kaum zu übersehen. Anfang Juni ging eine Gruppe von 10 Chawerim hinüber, die geschlossen in den Kibbuz Rodges ging. — Mit großen Anstrengungen gelang es uns dann noch, Anfang Juli 30 Chawerim zu erfassen, die zum gleichen Termin zur Alijah kamen. Die allgemeinen Prinzipien unserer Einstellung zur Alijah sind folgende: Wir wollen, daß C ha - luzim und nicht Zertifikatsempfänger nach Erez Israel kommen. Unter Chaluzim verstehen wir Menschen, die ausgebildet sind und von denen wir wissen, daß sie drüben unserer Organisation angehören werden. Menschen, die durch unsere Hachscharah gegangen sind und mit denen wir rechnen können. Es soll hier noch einmal klar gesagt werden. Wir haben nicht weniger Möglichkeiten als der Hechaluz, Zertifikate zu erhalten. Wenn Chawerim Zertifikate nicht bewilligt bekommen, so liegt das sehr oft nicht daran, daß das Palästina-Amt diese nicht bewilligt hat, sondern daran, daß wir die Anträge nicht weitergegeben haben. Die Chawerim müssen gut ausgebildet sein. Ein halbes Jahr Schriftsetzer ist keine Ausbildung. Eine Kindergärtnerin, die ein halbes Jahr in einem Betrieb gearbeitet hat, hat kein Anrecht darauf, ein Zertifikat zu bekommen, auch dann nicht, wenn Chaweroth vom Hechaluz unter den gleichen Umständen Zertifikate erhalten. Der Hechaluz hat Leute geschickt, die keine genügende Ausbildung hatten und die von uns aus nicht zur Alijah kommen würden. Wir legen Wert darauf, daß Chawerim nach Erez Israel gehen, die sich der Situation drüben einigermaßen bewußt sind. Die Stellung des Hapoel Hamisrachi ist so schwierig, daß ein Chawer, der nicht fest auf unserem Boden steht, zur

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