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Zion · 1933-11-01 · 9-10 (11.1933) · p. Seite 79

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
9-10 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 79 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 9*10 Z I ON Seite 70 Gewerkschaft schlechthin ist. Sie ist eine geschlossene Gemeinschaft von 30 000 Arbeitern, die in sozialer, politischer, aber auch in kultureller Hinsicht ein bestimmtes Ziel hat. Diese kulturellen Bestrebungen zu erkämpfen sind mit die Hauptaufgaben der Histadruth. Ihr kulturelles Ziel entspricht nicht unseren Zielen, die festverankert sind in der Thora. Mosche Unna hat hier ausgeführt, welches die Anschauungen der allgemeinen Arbeiterschaft und ihre Begründungen sind. Wir können nicht in eine Organisation eintreten, in welcher wir unsere Ziele nicht erkämpfen können. Ein Versuch des Hapoel-Hamis- «achi ist' bereits fehlgeschlagen. Solange die Histadruth nicht eine Gewerkschaft schlechthin ist, haben wir unseren Platz nicht in ihren Reihen. Als Beweis, daß die Histadruth andere kulturelle Ziele als wir hat, will ich ihre Jugendarbeit erwähnen. Man kann, wenn auch nur eine indirekte, aber immerhin doch bewußte Erziehung beobachten, die alles, was religiös-traditionell ist, ablehnt. Ein anderes Beispiel ist der Versuch der Gründung einer religiösen Gemeinschaft im Rahmen bereits bestehender Kibbuzim (Giwath Brenner, Jagur), Gruppen, die nicht die geschlossene Einheit bilden, wie wir sie schaffen wollen, ich habe hier nur soweit etwas gesagt, als es unsere Stellung als religiöse Arbeiter anbetrifft. Als Arbeiter haben wir die Chawerim .der Histadruth als unsere Kampfgenossen zu betrachten. Im Kampf um den Schutz des Arbeiters können wir nicht aus Gegensätzen Profit ziehen. Erfreulicherweise ist nun durch den Heskem im März dieses Jahres eine Grundlage geschaffen, auf der wir vereint kämpfen können. Wir stehen jetzt in der Front des Erez-Israel Haowedeth, dies sei all denen gesagt, die noch glauben, daß der Hapoel Hamisrachi sich als Arbeiterbewegung noch nicht crientiert hat. Die Chawerim von uns, die in Snifim oder in Bathe Chaluz mit Chawerim des Hechaluz zusammenarbeiten, sollen dieses immer wieder betonen. Wir dürfen uns nicht beirren lassen, wenn man uns vorwirft, wir seien weniger kämpferisch um das Recht des Arbeiters eingestellt oder wir seien klerikal. Unser Ziel ist Schaffung geschlossener Siedlungen auf Grundlage von Thora Waawoda. Es gibt eine Reihe von großen und wichtigen Aufgaben in Erez. Israel, die gelöst werden müssen. Wir können nicht für alle Aufgaben, die auch wir als lebenswichtig erkennen, an führender Stelle eintreten und müssen die Führung auch anderen überlassen. Der Kampf um die Stellung des Arbeiters wird auch ausgetochten, wenn wir uns in die Front einreihen und andere führen lassen. Unsere Arbeit aber nhnmt uns niemand ab und wird niemand anders für uns tun. Hieraus ergibt sich auch unsere Stellung zum ..Hechaluz". Als Erziehungsbund ist hier eher eine größere Distanzierung geboten, womit keinesfalls eine Gegensätzlichkeit in der praktischen Arbeit semeint sein soll. Man hat hier häufig gesagt, .uan soll den Bund organisatorisch so aufziehen, Jaß Chawerim, die im Hechaluz sind und das jüdische Gesetz für sich verbindlich anerkennen, auch bei uns mitarbeiten können. Der Typ des Juden, der als Einzelner glaubt, der Thora und Jem Judentum gerecht werden zu können, hat in der Golah versagt. Das Neue unserer Bewegung ist doch, daß wir den Einzelnen in eine wirtschaftlich und gesellschaftlich geschlossene Gemeinschaft einordnen wollen. Thora ist uns keine Angelegenheit der Romantik oder des Gefühls, um sich in Feierstunden in eine gehobene Stimmung zu versetzen, wie sie vielfach von jenen Einzelgängern verstanden wird. Im Zusammenhang mit dem bisher Gesagten ergibt sich, daß Bathe-Chaluz meschutafim für 'ins keine erstrebenswerte Einrichtungen sind. Wo sie bisher errichtet wurden, geschah es aus dem Zwange heraus. Es gilt, unsere Aufgaben zu erkennen, um zu erfassen, was nur wir allein .schaffen können, und darauf gilt es unsere Energien zu konzentrieren. Zur Gruppierung der religiös-zionistischen Jugend in Deutschland. I s in a r Jeremias. v Mo Unna und Erich Rosenblüth haben in ihren Referaten klar die Notwendigkeit gezeigt, die uns zur Organisierung einer religiös-chaluzischen Jugend zwingt. Es ist dies keine Frage unseres Willens mehr, sondern die augenblickliche Lage der jüdischen Jugend im allgemeinen und die der religiösen Chaluzim im besonderen zwingt zur Einheit. Wenn man über die Organisation der religiöschaluzischen Jugend sprechen soll, so muß mau zunächst klar die Verschiedenheiten der bisher bestehenden Gruppierung erkennen und vor allem auch die Ursachen zu verstehen suchen, um in der Arbeit eines geeinten Bundes auf sie Rücksicht zu nehmen und sie mit der Zeit auszugleichen. Ich glaube, von vornherein betonen zu können, daß essich bei den Unterschieden zwischen den Brith-Hanoar-Gruppen und dem Erez Israel Kreis des Esra in keiner Weise um ideologische Ver-

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