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Zion · 1933-05-01 · 4-5 (5.1933) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
4-5 (5.1933)
Date
1933-05-01
Page
Seite 33 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 4-5 Z I 0 N Seite 33 sen überwunden werden in dem Bewußtsein, daß Größtes auf dem Spiele steht. Man hat erkannt, daß in Erez Israel das Heil für das Judentum liegt, man fühlt, daß das Erez Israel von heute noch nicht das ist, was man als Angehöriger des Mamlechet Kohanim von ihm erwarten muß, man hat sein Bestes dazu zu tun, daß das Leben im Lande sich so gestalten kann, wie unser Gesetz es von uns fordert. Wir Juden des Gesetzes sind schuldig, für jede Übertretung des Gesetzes in Erez Israel, denn w ir haben versagt in der Aufgabe, durch eigene Mitarbeit a m und i m Lande unseren Einfluß auf das öffentliche Leben in Erez geltend zu machen. Noch ist es Zeit, aber vielleicht ist es die letzte Stunde, die wir nutzen müssen, wenn nicht aus der Schuld unserer früheren Tage eine solche unseres ganzen Lebens werden soll. Darum müssen die bis heute nicht Angeschlossenen hinein in den Misrachi, müssen die Aufgabe der Förderung der Hachscharah, die Lasten derselben und die Verantwortung für -die mitübernehmen. Die Fortführung des Gehringshofes ist in Gefahr, weil die Mittel nicht vorhanden sind, die Durchführung der Ausbildung von Hunderten von Chaluzim Datiim ist in Gefahr, weil die Mitarbeiter bei Stellenbesorgung und die Geldmittel zur Verpflegiing und Unterbringung der Menschen fehlen. Es ist dies jetzt die wichtigste Aufgabe, die vor uns liegt. Sie kann nicht von den wenigen Menschen, die heute aktiv in der Arbeit stehen, gemacht werden. Es ist Sache der bisher im Misrachi tätigen, in ihren Kreisen zu werben und Menschen heranzuholen. Kein Tag ist mehr zu versäumen. Werbet für den Misrachi, tretet ein in den Misrachi, es geht um die Zukunft unserer aller Kinder, die ein freies, glückliches und jüdisches Leben führen sollen im Misrachi Tätigen, in ihren Kreisen zu veruenn nicht wir selbst hineingelangen, dann soll wenigstens unser Name durch die neue Generation erhalten bleiben in Erez Israel. A. A. Erez Israel im Zeitgeschehen. Von Gemeinderabbiner Dr. J. Hoff m a n n in Frankfurt a. Main. Das Land unserer Vergangenheit und Zukunft ist nunmehr auch das Land unserer Gegenwart. Seine Aktualität steigt und wirbt immer mehr mit jedem Tage. Es ist der Lichtpunkt, der den nach Hilfe ausschauenden Blick zehntausender moralisch, rechtlich und wirtschaftlich hart betroffener deutscher Juden auf sich zieht. Den Blick auch solcher, die bisher der Uberzeugung waren, nicht im Osten, nur im Westen mit seiner satten Kultur könnte und würde für uns das Licht aufgehen. Kann dieser Lichtpunkt aus dem uns einhüllenden Dunkel herausführen? Kann das heutige Palristina die Rettung bringen aus der uns ro n.'hwer bedrückenden mehrfachen Not? Wenn wir diese Frage stellen, sollten wir die große Schuld gegen Erez Israel schwer lastend auf unserer Seele fühlen. Ungleich größer wäre die Aufnahmefähigkeit dieses Landes, in ungleich größerem Masse könnte es eine Heimstätte für die depossedierten deutschen Juden weiden, hätten diese in den vergangenen Jahren, ihrer damaligen wirtschaftlichen Kraft entsprechend an dem Erwerb von Grund und Boden, an der landwirtschaftlichen Kolonisation, an der Technisierung und Industrialisierung, kurz an der wirtschaftlichen Erschliessung und Erstarkung des Landes tätig mitgewirkt. Sic haben es leitler nicht getan. Die Rettung, die Lösung bedeutet das heutige Palästina nicht. II. Aber auch das heutige Palästina bietet günstige und aussichtsreiche Möglichkeiten für Niederlassung und wirtschaftliche Betätigung. Neben Einwanderern mit Kapital oder gründlicher handwerklicher Ausbildung, insbesondere für jüngere Menschen, die entschlossen sind, sich auf produktive Arbeit in der Landwirtschaft umzustellen. Ja, es ist augenblicklich das einzige Immigrationsland, das als solches ernstlich in Betracht kommt. Die Zahl der deutschen Juden, die sich in den Nachbarländern Deutschlands dauernd niederlassen können, ist sehr gering.. Was in diesen Ländern an Hilfsarbeit für die deutschen Juden geschieht, so sehr wir sie auch zu schätzen und zu würdigen wissen, ist doch fast durchweg nur eine zeitweilige und vorübergehende. Nur in Erez Israel kann Dauerndes und Endgültiges für die Verbesserung der jüdischen Lage geschaffen werden. Wir sehen wieder einmal der Weisen Wort im Talmud (Seb. 119a) bestätigt: o'Sstp n nmso dauernde Ruhestätte gewinnen wir nur in Jerusalem. n*niK '3 2E»k ns ny »nmao hnt iowi Sagt doch von Zion der Psalmdichter: «Dies meine Ruhestätte ewiglieh, hier will ich dauernd wohnen, denn ich habe es mir ersehnt.* Darüber hinaus unterscheidet sich Erez Israel in zwei Punkten von den anderen; Län-

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