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Zion · 1933-01-01 · 1 (1.1933) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
1 (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 ZI 0 » -Nr. i tüng hin unsere Arbeit geleistet werden muß. Das Ziel der Schaffung einer normalen Lebensbasis für das jüdische Volk, die Aufgabe der Festigung der thoratreuen Position stehen fest, ebenso wie unser Standort in der Galutharbeit für und in Erez Israel, an der Seite unserer Chawerim vom „Hapoel Hamisrachi", eine Verbundenheit, die uns die Kraft gibt, Arbeiter, Chaluzim für unsere Idee zu sein". Chronik und Notizen. Im Laufe der letzten Monate sind zwei unserer Treuesten und aktivsten Freunde ncch Erez Israel übergesiedelt: Edmund L e w y, Berlin, und Benno Kohn, Frankfurt a. M. Es ist allen unseren Gesinnungsgenossen bekannt, wie verdient beide sich um unsere Arbeit gemacht haben. Lewy ist einer der ersten Misrachisten in Deutschland gewesen, er hat lange Jahre im Zentralbüro an allen wichtigen Entscheidungen teilgenommen. Gerade der innere Betrieb unseres Büros verdankt ihm viel, aber auch allen großen Fragen wandte er sein Interesse zu und so vertrat er uns auch einige Jahre erfolgreich im Geschäftsführenden Ausschuß der Z. V. f. D. Es ist für Lewy, dessen Freude am Kampfe vielen lebendig vor Augen steht, charakterist sch, daß er sehr selbständig in seinen Meinungen war, ebenso darf man ihn zu den unentwegten Befürwortern einer engen Arbeitsgemeinschaft aller Zionisten in Deutschland zählen. Das große Interesse, das er unserer Hachscharah entgegenbrachte, teilte er mit Benno Kohn, der unbestritten auf diesem Gebiete das Bedeutsamste in unseren Reihen geleistet hat. Seine Klugheit im Ausbau dieses Zweiges unserer Bemühungen, seine persönliche Anteilnahme an dem Schicksal jedes Chaluz, die Sorgen um die Finanzen und alles, was mit — Betzenrod — Rodges — Gehringshof zusammenhängt, haben ihn zum guten Geist unserer Hachscharah, zum Vater der Chaluzim gemacht. (Auch seine Frau verdient Dank für ihre Mitwirkung). Auch das misrachistische Leben in Frankfurt empfing seine Kontinuität durch ihn, den von Nobel 'rxt stark Beeinflußten. — Unsere besten Wünsche begleiten die Freunde in die Heimat. Sie haben dort bereits enge Fühlung mit dem Kibbuz Rodges und stehen mit uns in lebhaftem Meinungsaustausch. Unser Dank — dem ich meinen persönlichen hinzufüge — ist ihnen für immer gewiß. O. W. Mfsrachf-Lehrerseminar Im Misrachi-Lehrerseminar fand am 2Q. Kislew die Einweihungsfeier des neuen Hauses statt, die zugleich eine Gedenkfeier für Rafael Schlomoh Götz s. A. war, aus dessen Nachlaß der K. K. L. das Haus für das Lehrerseminar erworben hat. Der Präsident der zionistischen Organisation, Nah um Sokolow, enthüllte die Gedenktafel für den großzügigen Stifter. Direktor Lipschitz eröffnete die Feier mit Dankesworten an alle diejenigen, die sich um den Erwerb des Hauses verdient gemacht haben, insbesondere an die Herren Ussischkin, Struck, Dr. Lurja, Raw Assaf, Dr. Granowski. Er gedachte auch des Herrn Eliescr Lippmann Prinz, dessen Bibliothek vor kurzem dem Seminar einverleibt wurde. In eindrucksvollen Gedenkworten schilderten Oberrabbiner Kook, Sokolow und Ussischkin die Persönlichkeit des Stifters. Das Lehrerseminar sei sein wahrer Erbe, die Zöglinge der Anstalt seine Geisteskinder. Zum Schluß dankte Rabb. Baermann den Rednern sowie de:i zahlreich erschienenen Gästen. Der hebräische Schriftsteller Agnon sprach das Kaddischgebet. Der offiziellen Feer schloß sich ein gemütlicher Teil an. Leipzig Die Leipziger Misrachi-Ortsgruppe begann ihre diesjährige Winterarbeit mit einem Referat von Herrn Dr. Chononowicz, Berlin, über das Thema: „Der baal-habathische Jude un! Erez-Israel". Die Veranstaltung, die gut besucht war, zeigte, daß in Leipzig bei richtiger Organisation Möglichkeiten für eine intensive Misrachi-Arbeit vorhanden sind. Der Referent begann mit einer Betrachtung der Galuthgeschichte. Die Juden sind stets von den Wirtschaftskrisen am schwersten getröffen wor-' den; aber es waren bisher immer nur Teile des jüdischen Volkes. Heute dagegen sind alle jüdischen Zentren von der Krise erfaßt worden, und dadurch ist das wirtschaftliche Judenproblcm stärker denn je. Dies führte, zu einer Wandlung der Beziehungen der jüdischen Masse und insbesondere des Mittelstandes zum Zionismus und vu der Wirklichkeit Palästinas. Die wirtschaftliche Lage Palästinas ist heute überaus befriedigend, und die jüdische Masse sieht es ein, daß der einzige Ausweg aus dem Elend der Galuth die zionistische Verwirklichung ist. An dierem Aufbau mitwirken, ihn im Sinne der Tradition zu bee:nflussen, ist Aufgabe und Pflicht des Misrachi. Die Ausführungen des Referenten fanden lebhaften Beifall und Zustimmung seitens der Versammlung. Es schloß sich eine Diskussion an, bei welcher folgende, von Herrn Kestenbaum vorgeschlagene, Resolution einstimmig angenommen wurde: Die von der Misracl.i-Ortsgruppe, Le'pz.'g, einberufene Versammlung vom 10. Dez. 1932 begrüßt die, von dem letzten Delegierte-ntag der Z. V. f. D. gefaßten Beschlüsse zur Förderung der Mit.elstandseinwanderung i nd Siedlung in Palästina. Sie fordert von der zionistischen Organisation bzw. der Jewish Agency den Ausbau und die intensive Förderung der Familieneinwanderurig, insbesondere durch Beratung und hingebungsvolle wirtschaftliche Unterstützung der einwandernden Familien. Die Versammlung fordert, daß genügende finanzielle Mittel seitens der Fonds für diesen Zweck .bereitgestellt werden. M. K. Kiel Auf Einladung der Kieler Zionistischen Vereinigung sprach am letzten Donnerstag Herrcznd. phil. Benno Offenburg (Hamburg) über „Schicksal und Wollen der jüdischen jugend im heutigen Deutschland". Der Redner, derein Jahr, in Palästina war, verstand es, den zahlreich Erschienenen die schwere Lage der heutigen jüdischen lugend vor Augen zu führen, wie sie in Wirklichkeit leider ist. Seine Ausführungen fanden starken Beifall, D. H.

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