Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 5 (1933)
- Issue
- 1 (1.1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Obel David. Descriptive Catalogue of the Hebrew and Samaritan Manuscripts in the Sassoon Library, London. Cömpiled by David Solomon Sassoon. 2 Bände. LXIII und 1112 S.-{-276 Register-Seiten, mit 73 Facsimiles. Oxford University Press, London: 5692: 1932. Preis Pfund Sterling 26.5.0. Dieses gewaltige, freilich für deutsche Bibliotheksverwaltungen schwer erschwingliche Werk, das auf jahrzehntelange Sammlertätigkert des Verfassers in den verschiedensten Teilen Europas und des nahen und fernen Ostens und auf eine fast ebensolange, von Fleiß und Scharfsinn getragene wissenschaftliche Arbeit zurückgeht, kann im Rahmen dieser Blätter und von einem nichtfachmännischen Rezensenten nicht ausführlich besprochen werden. Ein Hinweis auf das Werk, das 1153 jüdische und samaritanische Manuskripte behandelt aus den mannigfachsten Teilen jüdischen Schrifttums, von Bibel, Midrasch und Talmud über Philosophie und Kabbala bis zu den verschiedensten Wissenschaften, soll aber nicht unterlassen werden. Es mag genügen, für den Inhalt ein paar Beispiele sprechen zu lassen. S. 6—14 findet man die Beschreibung der „Farchi"-Bibel, eines einzigartigen, mit farbiger Zeichnung und Malerei verzierten und mit mancherlei Randzusätzen (z. B. einem hebräisch-provengaltschen Lexikon) versehenen Tnach. S. 22 f. das „Damascus"-Pentateuch, über 1100 Jahre alt, wahrscheinlich älter als das im britischen Museum befindliche Pentateuch, das wohl als das älteste uns bekannte galt. S. 92f. ein Manuskript des Seder Moed mit dem Kommentar von Rambam, von ihm selbst geschrieben und zwar sein Handexemplar, wie man in verblüffender Weise nachgewiesen findet (ein Seitenstück mit Seder Naschim folgt darauf). S. 123—155 ein Manuskript der Halachoth Pessukoth, verschieden von dem Schloßbergschen Manuskript; die Auswertung dieses Manuskripts und der Vergleich namentlich mit der Hildesheimerschen Ausgabe der Halachoth Gedoloth gibt tiefgehende Aufschlüsse über das Verhältnis beider Werke. Es werde nur noch betont, wie hervorragend der Druck und besonders auch die Wiedergabe der Facsimiles ist und welch reiche Fundgrube das Register bildet, in dem u. a. eine 153 Seiten lange Liste von Piutim vorkommt. Die tiefe Frömmigkeit des Verfassers, von der das Vorwort und die Einleitung sowie viele Einzelheiten zeugen, machen das Werk, ganz abgesehen von seiner wissenschaftlichen Bedeutung, auch zu einem Kiddusch Haschern. A. F. nnnn^raHnBBnHBBIi^HBHBBHIHHHBHi fleisfef am unsere ftiich&enl i Keinen Thcva waL>*$lw€>d.aL Die nächste Nummer ist dem religiösen Aufbau in Erez Israel gewidmet. Veraatwortlich für die Redaktion: Dr. S. Chononowicz, Berlin N54, Rosenthalerstr. 55 — Verlag €tes„ZION": Dr. S. Chononowicz. Ber lin N 54, Rosenthalerstr. 55. — Druck: Fürst, W30, Goltzstr. 26