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Zion · 1931-07-01 · Heft 7 (Juli 1931) · p. Seite 73

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
3 (1931)
Issue
Heft 7 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
Seite 73 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 7/8 ZION Seite 73 die Balfour-Deklaration, das Mandat, den Keren Hajeßod. die Agencv und manches andere sich so verdient gemacht hat. eine Würdigung und Dank enlgegenkliugt. so wird das aueh in unserem Kreise nicht die Meinung eines Einzeln m sein. Weidmanns Arl)eil dir Zinn ist noeh nicht zu Ende. Hier können nicht noeh Ausblicke eröffnet werden. Schwer werden die kommenden Jahre sein, aber wir werden nicht unterliegen. Eine innere Besinnung ist vonnöten. zu stillem unentwegten Schaffen, die Abkehr von Phrase und Rausch muß \ollzogen werden. Es ist meine Ucbcrzeugung. d iß der Revisionismus seinen Höhepunkt b.'reils auf diesem Kongreß überschritten hat. \ i 'Üe'chl findet auch der Welt misrachi zurück auf den Weg. den die ihn tragende Idee weist. Wir werden dafür wirken und jedenfalls in unserem eigenen Kreise das unsere tun. ohne in den Fragen d-r Politik unerlaubten Zwang zu üben. Ab.-r wir vertrauen dem Instinkt, unserer Freunde. Die W'idah Olamith Machen wir es kurz: Unsere Leser wiesen, um was es uns bei dieser Konferenz ging. Nachdem wir seit der Antwerpener Tagung; vor 5 Jahren auf die Finanzwirtschaft des Merkas hingewiesen und dringend Abhilfe verlangt hatten, hat die Frag-' nicht geruht. Nur sind die Konferenzen des Misrachi immer in dem Augenblick auf unsere Vorschläge zurückgekommen, in. dem' es zu spät war und peshalb von uns schon als ungenügend abgelehnt werden mußte. Man ging mit l'nbekümmerlheit den alten Weg weiter: Aufblähung des Arbeitsgebiets ohne materielle (Grundlagen, unwirtschaftliche Verwendung der gesammelten (Gelder. Sehuldcnmachen. besonders kalten l lerzens bei den am geringsten entlohnten Beamten. Rabbinern. Schochlim. Lehrern, daneben Spesen- und Darlchcnswirtschait, die nicht zu verantworten war. Fiktive Budgets wurden trotz aller Enttäuschung aufs neue aufgestellt, und die Landesorganisationen hatten, nachdem sie die W'idolh majorisieit hatten (das Stimmrecht konnte ja unabhängig von jeder materiellen Leistung für die l'ond.s ausgeübt, werden), sofort ihre Zusagen wieder vergessen. Untergeordnete Fragen, wie die Aufbringung der Mittel für die von der Organisation übernommenen Verpflichtungen traten bA ihm zurück hinter der dringliehen, eine starke oppositionelle Kongreßfraktion zu schaffen. Die* Gefahr, die äußer von uns auch von dem holländischen Misrachi früh erkannt svorden war. war anfang vorigen Jahres so groß; daß wir, die wir immer in scharfer, aber stets loyaler Opposition gestünden haben uns zu ultimativen Forderungn entschließen mußten. Auf der Konferenz des Waad Tlorosehi legten wir und Holland ein gemeinsames Programm vor, in dessen Rahmen wir weitgehende Opfer anboten, um die Arbeit der Organisation, zu produktivieren. Wir sahen neben der Fortführung der aussichtsreichen und dringlichen Arbeitsgebiete ein Programm der Schuldentilgung vor, wiesen den Landsmannschaften ihren Platz in den Budgets an. verlangten aber nunmehr, da alle anderen Mittel der Aufbringung versagt hatten, Garantien für den Eingang und verpflichteten uns, auf Grund der (Garantien eine Anleihe zu beschaffen, durch die mau die Sanierung hätte durchführen können. Hand in Hand mit den von tiu-i vorgeschlagenen Maßnahmen sollte eine vollkommene Umbildung des Merkas gehen. Alle diese- Vorschläge wurden gegen die Delegierten aus Deutschland und Holland abgelehnt, lanziger Erlolg: Zusage, eine W'idah im Laufe von (> Monaten einzuberufen und Uebernahme der Verpflichtung, alle für den Merkas eingehenden (leider über die Misrachi-Bank zu leiten, die 40 Prozent für die Schuldenti'gung abziehen und nur den Rest au den Merkas abführen sollte. Trotz dieser in sehr dezidierter Form abgegebenen Zusage stellte sich auf der W'idah heraus, daß auch nicht ein einziger Betrag ü b er d i e B a n k geleitet wurde; und weiter, daß auch d e r M e r ka s n i e h t s f ü r die Schuldentilgung aufgewendet hatte! Die Konferenz des Waad Harosehi hatte ein Jahresbudgel. von engl. Pf. St. U 000 angenommen, in dem ein Betrag von engl. Pf. St. 4800 (40 Prozent) für Abzahlung der Schulden enthalten war. Die Eingänge hätten in den seil; Wien abgelaufenen 9 Monaten engl. Pf. St. 9000 betragen müssen. Als tatsächlich eingegangen weist der Finanzbericht des Merkas aber nur engl. Pf. St. 4 3S7 aus, also weniger als die Hälfte. Einen Rückgang der Einnahmen durfte man erwarten, was aber unverantwortlich ist, ist. daß d e n noch die zu Laste n des regulären B u d g e t s g e m a c h t e n Ausgab e n d e n V o r a n s c h lag u m engl. Pf. St. 2950 überschritten haben! Die Ausgaben waren veranshelagl. mit engl. Pf. St. 12001), d. h. für 9 Monate mit. engl. Pf. St. 9000, wovon 20 Prozent für Keren Thora wa Awodah und 40 Prozent für Schuldenabzahlung hätten verwendet werden sollen. 009 £ -1S 'ftl •pftioBudgelsapuojnui J!)J U04i:-\\ iiuios verfügbar. 'Tatsächlich wurden ausgegeben engl. Pf. St. 6 550. Der Erfolg dieser Finanzwirtschaft war, daß seit Wien, also in 9 Monaten, ein weiteres Anwach-

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