Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 3 (1931)
- Issue
- 4 (4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 43 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 4 Seite 43 Einheit der Organisation nicht zu gefährden, hahhien in etwa derselben. Weise Stellung zu dem Interview von Räw Fischmarin (der zu der Diskussion meines Referats nicht erschienen war). Die Stellung von Raw Fischmarin wurde nur von ganz wenigen Teilnehmern unterstützt; aber auch bei dieser Diskussion scheute man sich Resolutionen zu fassen-. Man wollte offenbar eine Einigkeit vortäuschen» die1 tatsächlich nicht vorhanden wah Nicht für eine einheitliche politische Einstellung des Misrachi zu werben ist der Zweck dieser Zeilen. Hätte, der Merkas eine einheitliche politische Einstellung des Misrachi verhindern wollen, er. hätte es nicht, geschickter anstellen können, als indem er offiziell riichtS sägte, seine vier Mitglieder äber foigeride Meinungen aussprechen ließ': i-. In der Frage der Verlegung des Kongresses: Einer unbedingt . für Verlegung, einer aus finanziellen Gründen für Verlegung, zwei gegen Verlegung und für Austritt des Misrachi aus der Exekutive, weil die Entscheidung des Actions-Comites — im Sinne der beiden arideren Stimtrieri gefallen waf. 2i Ih der Beurteilung des MacDonald-Bnefes: Eine der Ansicht Ausdruck gebend, daß mit dem Brief kein einziger wesentlicher Fortschritt erzielt worden sei und daß der Austritt des Misrachi in erster Linie deshalb erfolgt sei, weil man die Verhandlungen mit der Regierung auf dieser Basis gar nicht hätte führen dürfen, einer seine Vorteile anerkennend, an deren Erreichung er auch selbst mitgearbeitet hatte; Eine offizielle Aeußerung des Merkäs liegt nicht vor. Der Hapoel Hamisrachi indessen, der ein drittes Mitglied des Merkas gestellt hat, stimmt in die Opposition von Raw Fischmann in keiner Weise ein. Welchen Sinn hat es also, eine einstimmige Haltung des Misrachi vorzutäuschen? Raw Fischöl a n n veröffentlicht ein revisionistisches Interview im „Doar Hajom". Herr Lewin-Epstein glaubt, in der Zeit, in der wir in Sorge sind um die Aufbringung der notwendigsten Mittel für den Misrachi und den Keren Häjessod, in einem revisionistischen Organ einen Artikel für die Schaffung von Flugzeugen veröffentlichen zu sollen. Herr Dn Nurok überreicht dem Brith Trumpel'dor eine Fahne (ich zitiere nur Mitglieder des Actions- Comites). Was tut der Merkas hierzu? Stellen wir fest: Ist die Politik, die den ersten Teil der Verhandlungen bestimmte, schlecht gewesen und muß sie uns dazu veranlassen, fremden Organisationen Fahnen zu überreichen und ihnen Flugzeuge zu kaufen, dann ist zu berücksichtigen, daß misrachistische Mitglieder innerhalb der Exekutive ohne Widerspruch der Organisation daran mitgearbeitet haben. Wird man an der folgenden -Politik Kritik üben, so ist zu berücksichtigen, daß der Misrachi die Gelegenheit, diese Politik beeinflussen zu können, von sich gewiesen hat, indem er sich ausschaltete. Der gefürchtete zweite Teil der Verhandlungen hat noch nicht begonnen, wohl aber sind nach dem Ausscheiden des Misrachi die Vorarbeiten für das Budget des nächsten Jahres abgeschlossen und «war in einem Zustand, der für den Misrachi recht bedenklich erschein! Wie — um ein Beispiel zu fiehnen. — unser Lehrerseminar aussehen wird, wenn der nach der Vereinheittichungatendenz Befgsons zusammengestelltie Erziehungsetat zugrunde gelegt werden sollte, ist ein verhängnisvolles Problem* Dabei muß jeder objektiv Denkende zugestehen, daß unsere Mtisterinstifute, Tachkemoni und Lehrerseminar, von den gleichartigen Anstalten der „Allgemeinen" nicht erreicht oder gar übertreffen werden.- Die offiziellen Prüfungen haben schlagend für uns entschieden.- Dennoch sollen, wie es scheint, die ,-,Ersparnisgrürtde'' zunächst gegenüber dem Misrachi angewandt werden5. Es w<rd nicht gelingen. Ebenso wie a'ueh auf dem Gebiet der Kolonisation dem Misrachi seih Recht werden mruß> das ihm bisher vorenthalten worden ist. Nicht ausschließlich durch die Schuld der Exekutive, auch der Misfachi selbst hat starke Fehler begangen, indem er dem Hapoel Hamisrachi den ihm in keiner Wejse ebenbürtigen Misrachi Hazair gegenübergestellt und bei der Gründung von Kfar Chittin ein unhomogenes SieclfeTmaterial angesetzt hat ,das sich nicht, bewähren konnte. Aber dieser Fehler hat sich selbst korrigiert, die ungeeigneten Kräfte haben den Boden verlassen, Das* Schuldkonto des zionistischen Kolonisations-Departements dem Misrachi gegenüber ist aber noch in keiner Weise ausgeglichen. Vor acht Jahren hatte man uns in Chittin, unserer ersten Siedlung, wohl einen der ungeeignetsten Boden überlassen, den wir haben: in seiner Isolierung schwer zu verteidigen und auf sich gestellt, in kolonisatorischer Beziehung schwierig ,weil bisher (nach acht Jahren!) noch nicht bewässerbar, trotz aller aufgewandter Mühen und Gelder. Und das zweite Kapitel riarriens Scheich Abrelc ist keineswegs erfreulicher. Dabei gehört zu den Stark positiven Eindrücken der Reise der, den man von dem Arbeitermaterial des Hapoel Hamisrachi mit sich nimmt. Die Ansprüche, die diese Menschen beim Kolonisations-Departement angemeldet haben, müssen berücksichtigt werden, im Nafrrten der Gerechtigkeit, im Interesse nicht nur dieser Gruppe, sondern unseres ganzen Werkes, das sich nicht den Vorwurf der Parteilichkeit machen lassen darf, * Die „Adria" fährt auf dem Weg von Erez- Israef nach Triest zwischen den griechischen Inseln hindurch, durch den Istmus von Korinth. In der Ferne dämmerte der Pirätis und Athen, hinter den Bergen im Süden lag Sparta, an tthaka ziehen wir vorbei. Stolze Namen, klassische Erinnerungen tauchen auf. Wir wenden uns zurück, dorthin, von wo wir kommen. Einst hat diese griechische Kultur die unseres Landes erdrückt, in einem Kampf mit ungleichen Waffen . . . Einen Gruß vom alten Land, vom jungen Land im Osten, die Zeiten sind vorüber ... Um die Kalenderreform. Die „J.T.A." bringt unter dem 10. April die Nachricht, daß die für den 14. April in Aussicht genommene Konferenz der jüdischen Gemeinden, die zu der Frage der Kalenderreform Stellung nehmen sollte, nicht stattfindet, da die Herren Chiefrabbi Dr. Herz und Grandrabbin Israel L e v y, beide prominente und tätige Mitglieder des „Jüdischen Komitee betreffend die Kalenderreform", öffentlich die Erklärung abgeben, sich