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Zion · 1931-04-01 · 4 (4.1931) · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
3 (1931)
Issue
4 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 42 (sequence 12)
Language
German
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SeMM. äi^tf mj£ Arbeiter auf Arbeit im jüdischen Nationalheim;'" darf nicht angezweifelt, sondern muß durch die Mandatsmacht gefördert werden und bei der Gestaltung der 'politischen' Verhältnisse darf niemand mitwirken, der die Bestimmungen des für die politische Entwicklung des Landes grundlegenden Mandats nicht anerkennt und nicht: zu fördern bereit ist. Dies der Inhalt der Verhandlungen mit der Regierung. Aber die politische Arbeit kann (nicht nur in Palästina) nur das sichern, was ist und wird. Sind wir einig über die Art unserer Aufbauarbeit und sind wir sicher, daß wir das, was unsere Wirtschaft im Lande mit dem Maximum unserer Anstrengungen schafft, sichern können, so haben wir nicht nach theoretischen Diskussionen über Endziele zu rufen. Weder dem inneren noch dem äußeren Frieden wird damit gedient. Und statt uns und die anderen durch theoretische Debatten zu verwirren, sollen wir alle unsere Kräfte zu intensiver Arbeit vereinigen und darauf vertrauen, daß das Leben sich seinen Weg bahnt. So sehr wir jede Beschränkung der Einwanderung seitens der Verwaltung bekämpfen müssen, n :rh notwendiger ist es, die Mittel zu schaffen, um zu zeigen, daß wir eine größere Zahl von Einwandeiern produktiv im Lande beschäftigen können. Welches auch immer frühere Fehler der politischen Leitung sein mögen: den Einwand „schafft erst das Vertrauen im Volke, dann wird es auch größere Mittel geben", scheint mir, wenn ich die Tabelle der Keren-Hajessod-Eingänge durchsehe, nicht sehr begründet zu sein. In keiner Zeit war der Opferwille unseres Volkes den Möglichkeiten, die wir hatten, adäquat. Noch immer besteht das Wort des Herzischen Zionismus, daß einem Volke, das sich selbst nicht hilft, nicht geholfen werden kann. Hiermit soll nicht zu den Fragen, die den Kongreß beschäftigen werden und zu der der Umbildung der Exekutive Stellung genommen werden, wohl aber zu der Entwicklung, die sich in den letzten Monaten des Misrachi ankündigt. Die früheren Hefte dieser Zeilschrift haben sich in einigen Artikeln mit den Fragen beschäftigt, die mit der Zurückziehung der misrachistischen Mitglieder aus der Exekutive zusammenhängen. Als die Mehrheit der in London bei der Sitzung anwesenden misrachistischen Mitglieder des Actions-Comiles diesen Beschluß faßte, den ich bekämpft habe und weitaus energischer bekämpft hätte, wäre nicht meine Person mit dieser Diskussion verknüpft gewesen, war eine Entwicklung vorauszusehen, die jetzt einzutreten scheint. Man hatte den bis zur äußersten Konsequenz getriebenen oppositionellen Standpunkt mit der Verlegung des Kongresses, und nur mit dieser, motiviert. Der Austritt aus der Exekutive mit dieser Begründung ist' von keiner Seite verstanden worden, weder von Misrachisten noch von Nichtmisrachisten. Und es war vorauszusehen, daß nachträglich nach; einer anderen, populären "Motivierung gesucht werden würde. Der Merkas des Misrachi hat als einzige zionistische Gruppe"' kein " Wort' der Stellungnahme für die politische Entwicklung, die durch den MacDonald-Brief gekennzeichnet ist, genommen. Ist es ein Versäumnis, dadurch begründet, daß dem Merkas ein eigenes Organ fehlt? Kaum. Es bieten sich heute auch für "Gruppen, die kein eigenes Organ haben, Möglichkeiten, ihren Standpunkt bekanntzugeben. Und dennoch äußerte sich zwar nicht der Merkas, aber zunächst der Präsident, Raw Meier Berlin, der in einer Rede in Amerika den MacDonald- Brief als einen starken Schritt vor w,ä r t s würdigte, aber dann Raw Fisch mann, der in zwei Interviews diesen Brief in Grund und Boden redete und behauptete, der Misrachi habe seine Vertreter aus der Exekutive zurückgezogen, weil er in den Verhandlungen der Exekutive mit der Regierung eine Niederläge nach der anderen sehe (ybvD -im* p""B^), weil die Exekutive nicht das Recht gehabt habe „auf Basis des Weißbuches'" mit der Regierung zu verhandeln und ohne Vollmacht eines Kongresses zu einem Einvernehmen mit der Regierung zu gelangen. Weitere Aeußerungen von Mitgliedern des Merkas liegen nicht vor. Nur zwei, von denen die eine den Brief MacDonalds positiv, die andere ihn völlig negativ beurteilt. Im Interesse der Reinheit unseres politischen Auftretens muß deswegen festgestellt werden: 1) Es ist unrichtig, daß der Misrachi „in den Verhandlungen mit der Regierung Niederlagen gesehen habe'*. Die positiven Fortschritte wurden vielmehr allseits anerkannt. Die Kritik des Misrachi im Actions-Comite ging nicht über das hinaus, was auch die Radikalen einwendeten, die weiter in der -politischen Kommission mitarbeiten. 2) -Hätte' aber der Misrachi seine Opposition auf den Brief des Prime Ministers begründet, so wäre sein Mißtrauensvotum ein Mißtrauensvotum in nicht größerem Umfange gegen seine eigenen Mitglieder in der Exekutive als gegen die nichtmisrachistischen dort gewesen. Im übrigen: wäre die Zurückziehung der misrachistischen Mitglieder ein Protest gegen die Po-- litik der Exekutive gewesen, dann hätte sie erfolgen, müssen bei der Veröffentlichung des Weißbuches oder des Berichtes von Hope-Simpson, aber nicht bei einer Gelegenheit, die auch von der Opposition und jedenfalls von dem Präsidenten des Merkas des, Misrachi, Raw Meier Berlin, selbstverständlich, als ein politischer Fortschritt angesehen wurde. Das Interview von Raw Fischmänn im. „Doar Hajöm" war an dem Tage erschienen, an dem ich im Waad Hapoel des -palästinensischen Misrachi über die .politische Situation und die künftige Organisation des Misrachi zu referieren hatte. Sowohl das Präsidium des Misrachi arzi wie' des Hapoel Hamisrachi, die bekanntlich die Zurückziehung der misrachistischen Mitglieder aus der Exekutive in scharfen Ausdrücken gemißbilligt, sich aber dann nachträglich damit abgefunden hatten, nur um das Prestige und die

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