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Zion · 1932-04-01 · Heft 4-5 (April 1932) · p. Seite 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
4 (1932)
Issue
Heft 4-5 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 37 (sequence 7)
Language
German
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Hr. 475 Z I 0 N nicht mit mehr als einem Bruchteil dieses Betrages zu rechnen. Aber wir sagten schon oben, daß nicht die unmittelbaren praktischen Ergebnisse das Wesentliche sind. Das Kolonialamt hat betont darauf hingewiesen, daß eine Veröffentlichung des French-Berichts die englische Regierung in keiner Weise präjudicieren würde. Dies ist zweifellos richtig. Auch der wichtige Simon-Bericht über Indien ist bekanntlich offiziell veröffentlicht worden, ohne daß ihm sich die Regierung zu eigen gemacht und das gleiche trifft bei dem Bericht Herbert Samuels über die Kohlenfrage zu. Aber das Bedenkliche ist, daß solche Publikationen von offizieller Stelle der Propaganda gegen unser Skdlungswerk neue Nahrung geben, daß die Lauterkeit unseres Wollens und Tuns dadurch herabgezogen wird. Deshalb ist es nötig, daß Männer, denen die verantwortliche Aufgabe zufällt, über das zu urteilen, was in Erez Israel geschieht und zu geschehen hat, die Tiefe des Problems erkennen, um das es sich für uns handelt, das in Balfour-Deklaration und Mandat erkannt ist, dem aber die Epigonen und Kommentatoren immer auszuweichen sich bemühen. Die Rode eser Gri ppe in Eiez-Israel Von M. Unna. Die Rodgeser Gruppe besteht heute aus 2 Teilen, dem „Kibbuz" und dem „Irgun". Diese Gruppierung erfolgte im Januar 1931. Damals wurde die bis dahin bestehende Kooperative, an der sich fast alle Rodgeser beteiligt hatten, in eine „Kwuza'* umgewandelt uid gleichzeitig schlössen sich die älteren Chawerim zum „Irgun" zusammen. 1. Der Irgun. Der Irgun stellt also die Gruppe der Menschen des Rodgeser Kreises dar, die als Gruppe in Form eines Moschaw Owdim siedeln wollen. Er zählte bei seiner Entstehung 16 Chawerim. Zwei spezielle Arbeitsgebiete boten sich dem Irgun von Anfang an dar. 1. Die Klärung und Festlegung einer Form und seiner Aufgaben, und 2. die Sorge für seine Ansiedlung. Es war keine ganz leicht zu bewältigende Aufgabe, die äußeren Formen der Gruppe festzulegen. Denn obwohl sowohl für den Irgun (d. h. die Gruppe bis zur Ansiedlung) als auch für den Moschaw selbst schon genügend Material zur Verfügung stand und auch der Ansiedlungsplan wesentlich ein technisches Problem darstellte, mußte dieser Rohstoff in diesem Kreise geklärt und seinen Besonderheiten angepaßt werden. In langwierigen Auseinandersetzungen kristallisierten sich allmählich die einzelnen Paragraphen der Chukka (Satzung) des Irgun heraus, die dann die Grundlage für die Arbeit bilden sollte. Wesentlich war in ihr die Betonung der Wichtigkeit der Haohschara und der beruflichen Eignung, di eArt der Aufnahme neuer Kandidaten, durch die ein organisiertes Wachstum der Gruppe gewährleistet werden sollte und die Verknüpfung mit dem Hapoel Hamisrachi bei Wahrung der inneren Autonomie. Der Siedlungsplan lehnt sicii an die verschiedenen ähnlichen Siedlungspläne an, wie sie vom Keren Hajessod für die Wadi Charawith-Siedlungen und für die Hitjaschwuth Haelef ausgearbeitet worden sind. In der Chukka des Moschaw harren noch heute manche Probleme ihrer Klärung. Eine weitere Frage, die sehr bald auftauchte, war die Frage der Erweiterung des Irgun. Es war von vornherein klar gewesen, und in allen Verhandlungen betont worden, daß man den Kreis, dem der Irgun seine Menschen entnehmen sollte, nicht auf den Rodgeser Kreis beschränken, sondern daß man die Gruppe durch geeignete Chawerim von außerhalb ergänzen sollte. Die diesbezüglichen Pläne traten im Winter 1932 in ein akutes Stadium, nachdem sich die Notwendigkeit einer Erweiterung des Irgun aus technischen Gründen herausgestellt hatte und gleichzeitig ein Druck in dieser Richtung von Seiten des Hapoel Hamisrachi ausgeübt wurde, der intensives Interesse an den Siedlungsplänen der Gruppe und den Wunsch nach stärkerer Einflußnahme auf dieselben geäußert hatte. Es wurde ein Abkommen mit dem Hapoel Hamisrachi getroffen, nach dem der Irgun durch eine Anzahl Chawerim aus den Reihen des Hapoel Hamisrachi ergänzt werden soll. Die abschließenden Verhandlungen sollen in diesen Tagen geführt werden und es ist zu hoffen, daß der Irgun durch die Erweiterung innerlich und äußerlich gestärkt werden wird. So wichtig nun auch alle diese organisatorischen Fragen waren und sind, so ist ihre Bedeutung doch sekundär im Verhältnis zu den praktischen Vorbereitungen der Siedlung. Es war den Chawerim des Irgun klar, daß man alle Anstrengungen darauf konzentrieren müsse, die Voraussetzungen für die Durchführung der Siedlungsarbeiten zu schaffen. Dabei handelte es sich um die Uebernahmc des Bodens, der der Rodgeser Gruppe von der Salvendi-Stiftung zur Verfügung gestellt worden war und um die Beschaffung der Geldmittel. Die Verhandlungen mit der Salvendi-Stiftung, die im Frühjahr 1929 zu dem Beschluß der Stiftung geführt hatten, den Boden für die Rodge»«r

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