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Zion · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
4 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 18 (sequence 20)
Language
German
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Seite 18 Z I 0 N Nr. 1/2 Repräsentantin einiger armseliger Tausende, die gleichen Größenmasse zeigt wie die triumphierende Kirche, die Repräsentantin der siegreichen Millionen. Das Verhältnis: Kirche und Judentum ins rechte Licht gerückt zu haben, ist ein Akt historischer Gerechtigkeit, für den wir Kastein dankbar sein müssen. Z. „Dath Umoledeth" von 'A. 1. Schachrai. In „Lanoai" Nr. 35. Der Verfasser versucht, in gedrängter Fassung eine historische Darstellung von der engen Verknüpfung Erez' Israels mit der jüdischen Religion zu geben. Es wird der Beweis gefülirt, daß die heutige zionistische Generation ihre geschichtliche Bedingtheit findet in der „Palästinabewegung", welcne im Laufe der Galuth niemals aufhörte und einzig allein von den religiösen Kräften des jüdischen Volkes getragen war. Da es bis zum Auftreten der „Cnibbath Zion" keine andere konkrete Verwirklichung des Palästinagedankens als diese rein religiös fundierte „Palästinabewegung" gab, gibt dieses Büchlein zugleich einen ADriß von der fast zweitausend Jahre dauernden Vorgeschichte unseres heutigen Zionismus. Das Bucli bedeutet zweifellos eine Bereicherung unserer jüdisch-nationalen Literatur. B. Ü. Chronik und Notizen. Nobel-Gedenkfeier in Frankfurt a. M. Am 22. Februar hielt Dr. Wolfsberg auf Einladung des „Vereins für jüdische Volksbildung" in Frankfurt a. M., eine Gedenkrede auf den vor 10 Jahren heimgegangenen Rabb. Dr. N. A. Nobel Vst, in Anwesenheit der Gattin und zweier Schwestern des Heimgegangenen, im Beisein der Rabbiner Dr. Hoffmann, Dr. Horowitz, Dr. Salzberger, der Witwe Franz Rosenzweigs u. v. a. Die Rede, die die Gestalt Nobels unter neuem Gesichtswinkel würdigte, rief erneut die Wehmut um den großen Toten wach. — Zu einem kurzen Referat eignet sie sich nicht. vi* Dr. Emanuel Fink rrj,\ Vor einigen Wochen haben wir einen Freund verloren, der seit den frühesten Tagen des Zionismus dem Werke der jüdischen Renaissance seine Kräfte lieh: Dr. Emanuel Fink in Hamburg. Dieser beschäftigte Arzt, dessen Wirken sich im Stillen vollzog, gehörte zu den Wenigen, die niemals den Zusammenhang zwischen der religiösen Tradition und dem nationalen Charakter des Judentums aus dem Auge verloren. Er war ein Mann der Synthese: Er war der Wissenschaft und dem Leben zugewandt, vergaß über Politik nicht die Rolle der kulturellen Arbeit. Der hebräischen Sprache gehörte seine Liebe, der Literatur — er war ein leidenschaftlicher Leser — seine Neigung. Auch wir durften in ihm einen Mitarbeiter sehen und freuten uns jeder Begegnung mit ihm. Die letzten Jahre fesselte ihn ein Leiden an sein Haus, aber sein ungebrochener Geist wußte die Muße fruchtbar zu machen. Mit den Seinen, vor allem mit seinem Sohn, der treu das religiös-nationale Ideal in unseren Reihen hochhält, trauern. wir um den Heimgang dieses geistigen Menschen, der eine tiefe Lücke hinterläßt. In unserem Kreise wird er unvergessen bleiben, mxin Wolfsberg. Vortrag von Prof. Fraenkel mit Lichtbildern im R. J. F. Kiel. Im Rahmen des Reichsbundes der Jüdischen Frontsoldaten sprach Herr Prof. Fraenkel über das Thema: „Zwei Jahre als Professor in Palästina". Es hatte sich ein für Kiel sehr beachtliches jüdisches wie auch nichtjüdisches Publikum eingefunden. In den sehr sachlich vorgetragenen Ausführungen entwarf der Redner ein anschauliches Bild vom Leben und Treiben in Palästina. Bei der Schilderung des Universitätsbetriebes wies er auf die Austauschmöglichkeit von Studenten hin. Die Ausführungen wurden durch zahlreiche Lichtbilder eindrucksvoll ergänzt. Reicher Applaus dankte dem Redner für •seine Ausführungen und schienen eine Zustimmung zur Nutzanwendung zu bedeuten, die der Redner in seinem Schlußworte gab. Eine neue Form der Propaganda. Es hat sich also auch der Zionismus die modernen Propagandamethoden nutzbar gemacht. Und mit Erfolg. Was die Propaganda-Truppe „Barak", geschaffen durch das K.J.V., zeigte, war ein Bemühen um unsere Sache. Und mir scheint schon Mut und Arbeit allein beachtenswert. „Barak" zeigte im Rahmen einer zionistischen Veranstaltung ein Lehrstück: „Die einzige- Lösung". Lehrstück: Das heißt mit Sprechchören und Musik. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich diese Musik, von Daniel Samburski verfaßt, in den. Bahnen, der Moderne bewegt und an Weill anklingt. Die Kompositionen von Samburski sind treffend und der Sache gut angepaßt. Nur an manchen Stellen schien sie mir zu melodienhaft zu werden. Dies gilt besonders für die Abschnitte, die zeigen, was in Erez Israel an

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