Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 4 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3133276-3139319-3139320--0612-3140051- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 1/2 Z I 0 N Seit© 15 Lage der Juden und Palästina." Er gab ein Bild der jüdischen Situation in allen Ländern der Diaspora und stellte demgegenüber den Aufschwung, den Palästina und das jüdische Leben dort in den letzten Jahren genommen haben. Den inhaltsreichen Ausführungen des Redners folgte eine rege Diskussion, an der sich auch Angehörige anderer zionistischer Richtungen beteiligten. In der Diskussion sprach auch Dr. Chononowicz, der die Notwendigkeit der Aktivierung der Judenheit und die Einreihung eines jeden einzelnen in die zionistische und misrachistische Front gerade in der gegenwärtigen Situation betonte. Nach einem überaus warmen Schlußwort des Referenten, das die Hörer in seine Bahn zog, erfolgte die Gründung der Ortsgruppe und die Wahl des Vorstandes. * Außerdem sprachen Dr. A.! arth in Berlin und Hamburg, Prof. Fraenkel in Frankfurt und Mainz. Ber ichte folgen in der nächsten Nummer. Bücherbesprechungen. mma nnaü. Ta'imidische Studien von Rabb. Dr. H. Ehrentreu in München. Verlas des Israelit u. Hermon, Frankfurt a. M. 5692/1931. Der unvergeßliche A. E. Kaplan s. A. hat einmal, in Gegenüberstellung zu den litauischen und ungarischen nnSn »an, von einem „deutschen" -no7n ni in höchst anerkennender Weise gesprochen, seine Vermählung mit dem litauischen -roSn in fordernd. Dieser „deutsche" Typ, strahlt in vollendeter Reinheit, wie ähnlich wohl nur aus den Veröffentlichungen D. Hoff man ns s. A., aus dem vorliegenden Band hervor, der eine Auswahl aus den den Kennern wohlbekannten und vielgerühmten Aufsätzen darstellt, die Rabb. Ehrentreu s. A. im Laufe zweier Jahrzehute unter dem Titel „Sprachliches und Sachliches aus dem Talmud" im Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft (Frankfurt a. M.) veröffentlicht hat. Wer, wie der Schreiber dieser Zeilen, das Glück hatte, unmittelbarer ToSn des unvergeßlichen Lamdan und Gelehrten zu sein, wird beim Wiederlesen dieser Aufsätze lebhaft erinnert an das, was bei Ehrentreu -- der in Ungarn zuhause war und ursprünglich gelernt hat - den deutschen na^n in im oben gemeinten Sinn ausmachte: die innige Verbindung des Lernens alten Schlages mit wissenschaftlichen Methoden moderner Art und* mit den durch sie ermöglichten Ergebnissen, die Erklärung paiyS m Sr — zuweilen durch schlagende Kritik der Lesarten wirkend — und die volle, konsequente Auswertung so erhaltener Einsichten, das Wiederauffinden und Unterstreichen fast vergessener Erklärungen ähnlicher Tendenz und Methode bei craitwn und manchen Großen der letzten zwei Jahrhunderte. Ueber alte Sedarim (außer n'jnt ) und die meisten mrooa erstrecken sich die 33 hier abgedruckten Stücke; ein handliches Register führt die dabei berührten Stellen in Bibel, Talmud Babli und Jeruschalmi und Detisoren (besonders Rambam) auf. Wenn aus dem umfassenderen a. a. O. vorliegenden Stoff hier vorwiegend halachische Themen herausgegriffen sind, so ist das zu billigen im Sinn eines Wechsels auf Nachfolgendes; denn unter den zurückgestellten, z. T. sprachliche Dinge betreffenden Aufsätzen befinden sich manche, die das Interesse eines, weiteren Leserkreises fast noch stärker berühren als manches hier bereits Wiedergegebene. Zwei Bemerkungen, die das Aeußere der Herausgabe betreffen: Während die Transskriptionen der hebräischen Worte — soweit transskribiert — im Buche selbst der sephardischen Aussprache folgen, ist für das Vorwort des Herausgebers die aschkenasische gewählt, ohne ersichtlichen Grund. Wesentlicher ist der Mangel, daß weder auf dem Titel noch in dem (ohne Unterschrift endenden) Vorwort angegeben ist, wer die Schrift herausgegeben hat und somit für Auswahl etc. die Verantwortung trägt. Die Israel. Kultusgemeinde München und die Religionsgesellschaft „Ohel Jakob" ebenda, die die Drucklegung des Buches ermöglicht haben, wie der Herausgeber haben damit nicht nur ein Werk berechtigter Pietät vollbracht, sondern einen hoffentlich recht großen Kreis von Käufern und Lesern zu wahrem Dank verpflichtet. Adolf Fraenkel. Festschrift zum 75 jährigen Bestehen des jüd.-theol. Seminars Fraenckelscher Stiftung 2 Bde, Breslau, Verlag M. u. H. Marcus, 1929. Die Festschrift ist eine ungewöhnlich reiche Festgabe. Den ersten Band füllen umfangreiche Arbeiten der Dozenten, während der zweite Beiträge von zahlreichen Schülern — unter ihnen so angesehene wie Elbogeu, Jul. Guttmann, M. Gaster, Simonsen — enthält. — Hier kann nicht ausführlich referiert und Stellung genommen werden. Hinweise, ohne Anspruch auf Vollständigkeit selbst wesentlichen Arbeiten gegenüber, müssen genügen. Heinemanns Arbeit, ein erster Teil seiner Untersuchungen über Philos griechische und jüdische Bildung, nimmt in Anordnung und ihrem