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Zion · 1931-11-01 · 10-11 (11.1931) · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
3 (1931)
Issue
10-11 (11.1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 106 (sequence 18)
Language
German
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Seite 106 Z I 0 N Nr. 1© Führer gemeinsam mit dem Q"nB die Verantwortung für das Geschehene zu tragen haben. — Sollte sich dera-ns jetzt nicht nur Selbständigkeit entschließen, kann bestimmt mit einer Spaltung der mn -Bewegung gerechnet werden. Eine Jugend, sei es hier oder ^Spr, wird nicht verstehen können, daß in einer Zeit, wo Spaltungen innerhalb der Weltorganisation mit der Begründung vorkommen, daß man bis jetzt kein Verständnis für die Arbeiterschaft ' und für die im Brith ülamith organisierte Jugend hatte, was der cb noch in den Reihen des Weltmisrachi zu suchen hat. Wenn man die " v-Bewegung vor Untergang- und vor Spaltung bewahren will, gibt es n.ir eine Antwort, den Weg zur Selbständigkeit. Mosche Sajovics. Kibuz-Rodges. Gefühl oder Vernunft? Eine Entgegnung zum Artikel von Dr. Grimberg. Von Dr. Werner S i 1 b e r s i e i n. Es sollten eigentlich die im Vorstehenden behandelten Dinge als erledigt gellen: lormell sind sie es krall der Beschlüsse zweier .Delegiertentago und im Grundsätzlichen ist das Für und Wider auch in diesen Blättern im weitesten Ausm.iße behandelt worden. Wenn daher auf die obigen -Darlegungen uaseres verehrten Freundes Dr. t Grimberg nochmals kurz eingegangen werden soll, dann deshalb, weil die in diesen Tagen stattfindende Konferenz des Deutschen Misrachi nicht unter einer von Ressentiments bestimmten Parole \or sich gehen soll, die Tatsachen nicht sehen will und als richtig; erkannte Postuläle ias Gefühlsmäßige umbiegt. In der Tat. es heißt nichts anderes als an das Gefühl appellieren, wenn der Verfasser obigen Artikels behauptet, daß der Austritt die ..Zauberformel, ein ideologischer Begriff im deutschen Misrachi geworden sei. Wenn eine Organisation sechs volle Jahre in schärfster Opposition zur Leitung steht, auf zwei Tagungen alle, aber auch wirklich alle möglichen Auswege aus einer von a 11 e n als katastrophal erkannten Situation sucht, unter stärksten Opfern persönlicher Meinung jeden legalen Kampf kämpft, und noch bei der entscheidenden \Veltkonferenz in Basel einer Lösung zuzustimmen bereit ist, die ein Entegegenkommen bis an die Grenze des Möglichen darstellt und dann noch, nachdem in k e i n e m Punkte auch nur versucht wurde, den Forderungen gerecht zu werden lange Zeit mit sich rang, ehe sie den Trennungsstrich zog, so beweist dieses Verhalten mehr als Worte, wie unendlich schwer die verantwortliche Leitung des deutschen Misrachi sich zu diesem Schritt entschloß, wie schmerzlich auch für sie der „Austritt" war. Es ist aber ein Merkmal politischen Handelns, nicht af f ektbelontf Entscheidungen zu treffen, sondern dem Ruf der Vernunft und dem Gewissen zu folgen. Hier aber waren zwei Delegiertentage d«s deutschen Misrachi e i n e r Meinung. Auch Herr Dr. Grünberg hat die Kritjk an der Führung der Weltorganisation in alle u Punkten mitgemacht, hat die im obigen Artikel als unvernünftig gekennzeichneten Forderungen in Einstimmigkeit mit der Gesamtheit erhoben: wozu also jetzt entgegen d er e i g e n e n Einsicht die Vernunft durch Gefühl betäuben.' Irrtümlich ist die Meinung, daß die Weltkrise unsere - ultimativen Forderungen absurd gemacht hätte. Es hat mit Wirtschall- und Bankenkrise nichts zu tun, wenn wir fordern, daß -nicht ein Fiat aulgesicJlj. wird, zu dessen Aufbringung sich die Landesorganisationen nichl verpf.ichtel fühlen. \V:r verponeu das große Wort, hinter dem nichts st eck I und die Leitung, die nur e.ul dem. Papier steht, iiier sollte auch die von Dr. Grünberg angenommene l'ü:d.!ung persön i her \ e pf ichtung grundsätzlich Wandel schallen. Kurve von unseren Forderungen isi verwirklicht worden. Vielmehr wissen wir. daß oll. gerügte Praktiken fortgesetzt; werden. Eine personelle Umgruppierung im Meikas bielei keine Aussicht auf wirkliche Reorganisation. Hierüber mehr zu sagen lohnt nicht, di plötzlich nacb Dr. Grünbergs Ansicht alle Schäden geheilt sein sollen, nichts Störendes mehr vorhanden sei. Bedauerlich ist nur die Vermutung, daß andere als sachliche Motive und Bestrebungen bei uns sich breit machen könnten. Woher nimmt Dr. Grünberg seine Vermutungen? Mir seheint, auch hier ein Ueberwiegen des Gefühls über die greifbaren Tatsachen. Diese schauen doch bei weitem anders aus. als Herr Dr. Grünberg sie siehl. Schon hat di Leitung des holländischen Misrachi den Austiittsbesehluß gefaßt, die Schweiz dürfte bald folgen. Auch in ..Osteuropa" (wenn man für die klein;' Zahl der entscheidenden Menschen diesen großen geographischen Begriff gebrauchen will) gibi es mit unserer Haltung Sympal isierende Menschen. Amerika und Südafrika sind faktisch mit den Männern des Merkas identisch. Aul der anderen Seite haben gerade die älteren, in der Arbeit siehenden, die Verhältnisse in Erez-Israe! genau kennenden Männer, wie Struck. Pick. Fi.teiikel u. a. m. den Schritt für unumgänglich notn ::dig gehalten, wenn anders nicht um einer Kulisse willen der letzte moralische Kredit des thorahtreuen Zionismus verloren gehen sollte. Eine jüdische Reise durch TllfliS und Nordafrika vom 26. Dezemb. 31 bis 19. Januar 1932 Unter dem Protektorat des Generalresidenten von Tunis und des Oberrabbiners von Tunis Grösster Komfort Rituelle Verpflegung Auskünfte, Programme und Anmeldung Atlantic Express G.m.b.H. Berlin N24, Friedrichstrasse 121

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