Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 3 (1931)
- Issue
- 10-11 (11.1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 105 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 Z I 0 N Seite 105 werden konnten, Lösungen nur angedeutet werden mußten. In der Richtung dieser Ausführungen muß aber wohl doch der künftige Weg des deutschen Z.M. liegen, wenn es ihm gelingen soll, sein altes Ziel zu erreichen: mitzuhelfen am Aufbau Erez Israels im Sinne von Thora Wawoda. Die Stellung des Poel Hamisracht zur Spaltung im Misrachi Der schon seit längerer Zeit herrschende Kampf innerhalb des Misrachi hat mit dem Austritt des deutschen Misrachi seinen Abschluß geufnden. Die Spaltung ist von großer Bedeutung für den Gesamt-Misrachi. Es handelt sich hier nicht darum, daß von den vielen Landsmannschaften, die der Misrachi besitzt, die eine die Weltorganisation verlassen hat sondern um die Gründe, welche die Spaltung verursacht haben. Und es ist ohne Zweifel, daß viele Länder ihrem Beispiel folgen werden. Bald nach Beginn der oppositionellen Stellung des deutschen Misrachi hat seine Aktion in mehreren Ländern ( in Echo gefunden: Holland. Schwei: und E. I. Von offizieller Seite hat man versucht, diese Aktion mit allen Mitteln zu unterdrücken. Es wurde behauptet, daß man versucht, den Misrachi zu vernichten oder man versucht, den Brith-Schalom- Crisi einzuführen. Man kam aueh mit der Parole: der Misrachi habe sich nur mit religiösen Fragen zu beschäftigen usw. Bei der Weidat-Misrachi, die vor einigen Wochen in Tel-Aviv stattfand, war die palästinensische oppositionelle Gruppe — welche man mit der deutschen indentifizieren kann — vertreten. Die Worte ihrer Delegierten wurden von offizieller Seite lächerlich aufgenommen und vom Vorsitzenden des Misrachi mit großer Erregung mit den vorher erwähnten Ausführungen zurückgewiesen. Nun zu den Gründen, welche die Spaltung verursacht haben: Die deutsche Landeszentrale hat eine Erklärung veröffentlicht, worin sie die Spaltung mit den nachfolgenden Argumenten begründet: Das völlige Versagen der organisatorischen Arbeit in der Erfassung weiterer Kreise: Wiederwahl von R. Fischmann und Teitelbaum, das Unverständnis zum Poale-Misrachi und zu der in Brith Olamith organisierten Jugend. Es wird niemand bestreiten, daß dieerwähnten Ursachen den Tatsachen entsprechen. Jeder rechtdenkende Mensch sieht ein, daß die erwähnten Ursachen den Tatsachen enthat, und daß man zu einer Leitung, wo sich Herren wie R. Fischmann und Teitelbaum befinden, kein Vertrauen haben kann. Der letzte ist besonders in den vergangenen Wochen durch seine Heldentaten im Jischuw bekannt geworden. In einer Zeit, wo die palästinensische Arbeiterschaft einen erbitterten Kampf um die rviay mia? führt war man gezwungen, bei der Weidat-Misrachi in Tel-Aviv dagegen zu protestieren, daß R. Teitelbaum, der Direktor von '"x ]-p und noch ein Herr, der an dieser Stelle erwähnt werden soll, G. Bublik, der Misrachi-Führer aus Amerika, in ihren Pardessim — die sie hier privat besitzen — keine jüdischen Arbeiter beschäftigen. Kann man zu solchen Führern ein Vertrauen haben? Aus den erwähnten Argumenten ist zu entnehmen, daß die Absicht der Opposition nicht war, den Misrachi zu Brith-Schalom-Miseren oder ihn zu einer Kommission nur für Ritual-Angelegenheiten umzuwandeln, sondern sie wollte den Misrachi auf dasselbe Niveau stellen, wie ihre Gründer gedacht haben. Ob es ihnen gelingen wird, das wird die Zukunft zeigen. Wie wird sich der zur Saltung stellen? Es ist ganz klar, daß nach dem jetzigen Zustand . der seine bisherigen Beziehungen zum Weltmisrachi ändern muß. Einer der Hauptgründe, die die Spaltung verursacht haben, ist das Unverständnis des Misrachi für dena'ns und für die im Brith Olamith organisierte Jugend. Seit Bestehen de^rns suchten maßgebende Führer des Misrachi, ihm Hindernisse für seine Entwicklung in den Weg zu stellen. Man versuchte, ihm eine künstlich erzeugte Organisation, den vyxn mnta entgegenzusetzen. Es ist gar kein Zweifel, daß trotz aller Hindernisse der Poel Hamisrachi aktiv innerhalb der Weltorganisation mitarbeitet und man kann richtig behaupten, daß diese Mitarbeit ihm viel Mühe und Arbeit gekostet hat und er darüber seine eigenen Angelegenheiten vernachlässigt hat. Schon am Anfang war zu ersehen, daß die Zusammenarbeit keine Früchte tragen wird. Man wollte sich jedoch nicht trennen, weil man glaubte, daß die Bewegung zu jung sei, um eine Trennung zu ertragen. Man brachte den Mut zur Selbständigkeit nicht auf und beließ es bei der Zusammenarbeit. In einer Zeit, wo schon innerhalb des Misrachi Mut zur Spaltung aufgebracht wurde, ist es selbstverständlich, daß jetzt der geeignete Zeitpunkt zur Selbständigkeit des ö"n:gekommen ist. Es ist daher allererste Pflicht des a'ns ,die Reihen des Misrachi zu verlassen, die Vertreter der gemeinsamen Körperschaften zurückzuziehen und jede Verantwortung abzulehnen. Jedes weitere Verbleiben gefährdet die Zukunft des o-na und der ganzen nfni'i min -Bewegung. Voraussichtlich wird die oppositionelle Gruppe große Massen anlocken und es werden die alleingebliebenen