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Zion · 1931-10-01 · 8-9 (10.1931) · p. Seite 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
3 (1931)
Issue
8-9 (10.1931)
Date
1931-10-01
Page
Seite 81 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 8/9 Z 1 6 Jvf Seit« 81 zeitigt? Und der Plan der Landentwicklung, der bei loyaler An Sendung im Interesse des Mundatslandcs und der Annäherung der Bevölkerungsschichten Großes hätte leisten können, und der dann aus den gleichen Gründen -— um dk' Draht - //eher des arabischen Antizionismus nicht zu ver- »timmen wie das unselige Weißbach zum Schaden der jüdischen hii ere.s-.en \vrüir!e:t wurde — wird nicht dennoch die 1 )urchführung dieses Pl.ins jetzl scheitern, gerade an dem Widerstand der Kreise um den Mufti und um das arabische Lxckulivkoin-ilc? Ks nimin! uns nicht wunder, daß der Widerstand dieser .Männer gegen zionlsti-ehe Politik auch jetzt in keiner Weise schwächergeworden ist. Nachdem di' zi. uiis! isrhe l'a'äs!inaexekutive in Ar-;....r..i; einen Manne die Führung der politischen Ccsehällc übergeben ha!, dessen nichgiebige Malleng gegenüb. r den p.uü a in. n-i-ehen Arabern bekannt ist. Wir hatten in dem Artikel zum Kongreß gefordert, daß di.- Verhandl ingen de, Permanenzaesschusses über di Besetz .ng de" Kxekuth pos.en nicht nur in der Weis.- gelührt werden, daß man dcai aitl dem Kongreß auftretenden (iruppen .schlechthin Sitze üb r.räg,. sondern daß die Personen |)i;i.sen!ieri werden und die<e je nach ihrer Lignung gvwäh't e.e.d.n. Wäre dies geschehen, »o hätte man zweik hoauch dann einer Kandidatur Arl..»oroifs nicht w ider-pn>ehon. dc-sen Oua'itätcn auch in anderen < Iruppen anerkannt werden — aber zum i olitischen Virirclcr hätte ihn der Kongie.) bei seiner j>ar! .-imäßigvn Zusammensetzung -äiia Zw\ ilel nicht gewählt. Die Aufnahme des Programm» Arlo^.ro.k in der arabischen Presse bestätigt unsere »cho:i bei \ er-ehledenen (Jeicgenheii« n i i den letzten jähren a ,sge»[)roehene Auii;!»s!ing. daß \on den gegenwärtig als - Spree her der Araber Auftretenden al.es bekämpf:, alles verdächtig! wird, was ein Zionist tat. gleichgültig weieher Richtung er angehört, wenn man nur die Hlue unsere» Werkes wahrt, die Aufrichtigkeit unsere» Streben, beton: und dem Willen Ausdruck gbii. den Aufbau herbeizuführen. Iis i-t schmerz.ich, minier wieder einem feststellen zu -müssen, daß es \ergebiirii i-a. auf tan Vcrsiä ndn's für unser friedliche» i'aiäsl iiacu rk za hoffen, s >iangc auf der anderen Seite niclu das Wohl de» Landes, sondern ,;. l.i d:g..n; de, M.lehtgeiiihis Ziel der b et;k ist. \.a iiniels ein Bück auf d'e indische Konferenz in London, versuchten doch die palästinensischen Mohammed euer. <chon hew.r »ie die Ln;er.»tiilz ,ng Sehaabat VTgefunden h.lhn. ihren Forderungen d:.dmci. X .elidruel, za verieihen. daß »ie sie von ihren indischen < üaubetisgenossen unterstreichen ließen. Aber wie liegen dort die Dinge? Dort riu.l die Mohammcdat. r die Minderheit un 1 alle Konferenzen bisher kamen zum toten Punkt, weil diese Minderheit nicht glaubte, ihre Rechte genügend sicherstellen zu können. Während in Palästina die Mohammedaner ihre numerische Ueberlcgenheit ins Feld führen, um unsere Forderungen zu bekämpfen, trotzdem ganz anders als in Indien ihrer eine numerische Minderheit auf ihre viel ältere historische Verbundenheit mit dem Lande hinweisen kann und auf viel größere Opfer für das Land, die sie gebracht haben und zu bringen bereit sind. In dieser Zeit tiefster ökonomischer Depression, in der die Spenden der Galuth für Erez-Israel dürftiger fließen, bewährt sich die Kraft des Jischuws. Wir müssen diese kritische Zeit dazu führen, daß sich ein Band um alle die schlingt, die dort für das gemeinsame Wohl arbeitenl In dem Kampf um die Eroberung der Märkte, der für das Land von unaufschiebbarer Bedeutung geworden ist. seitdem es mehr als in früheren Jahren auf sich selber angewiesen ist, müssen die produktiven Elemente zusammenstehen «der sie werden sich gegenseitig in die liefe ziehen. Und doch wissen wir: allein aus eigener Kraft kann sich nicht alles halten, was jüdische Hände im Lande geschaffen haben und was wir denen erhalten helfen müssen, die als Pioniere hinübergegangen »ind. Unser Schulwerk, unsere sozialen Institutionen müssen von der Galuth her gestützt und die noch nicht konsolidierten Siedlungen die Mittel erhalten, auf die sie angewiesen sind. Große Beträge zu geben ist heute nur noch sehr wenigen, möglich. Umso unabweisbarer ist die Pflicht für jeden, neue Freunde für unser Werk zu werben, damit die Zahl derer vennehrt wird, auf die Erez- Israei zählen kann. Der Keren Hajessod tritt in ein neues Jahr seiner Tätigkeit unter unsäglich schwierigen Verhältnissen. Wer Zionist ist, helfe ihm, Geber zu linden. Das Werk muß erhalten werden, es muß wachsen. L. B. Die Not der Judenheit. Von Dr. Oskar Wolfsberg. Das erste lieft des ..Zion", das — leider mit ziemlicher Verzögerung — nach rrn erscheint, kann nicht in die We.t hinausgehen, ohne der großen Aot zu gedenken, die über die Menschheit hereingebrochen ist. Arbeits'o-igkeit in größtem Ausmaß. Hunger, l*cber»chw emmungen mit verhee.endsten Folgen für Leben und Gesundheit von zahllosen Menschen, Erschütterung der Weltwirtschaft — eine wahre Pandemie hat die Erde heimgesucht! Hauteng von Lebensmitteln und Erzeugnissen der Industrien an manchen Stehen — Mangel und Entbehrung an anderen. Seit Jahren wird manche heuchlerische Anstrengung gemacht, den Erdball zu befrieden, den gestörten Kreislauf der Weltwirt-

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