Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 1 (1.1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Z I 0 N Nr. 1 Ohne Schönfärberei haben wir die Schwierigkeiten gezeigt, mit denen zu ringen ist und kritischer Einstellung auch zu den eigenen Leistungen Baum gegeben. Und noch ein Wort ganz unter uns: wir kennen auch die Fehler unseres Blattes, wissen, was ihm noch fehlt. Helfen Sie uns sie zu beseitigen. Schaffen Sie uns die Möglichkeit, unseren Apparat auszubauen, neue Mitarbeiter heranzuziehen. Manche haben uns geholfen. Ihnen danken wir. Andere haben uns bisher enttäuscht. Um sie werben wir weiter, damit in einen immer grösseren Kreis von Juden, in deren Hände unsere Blätter gelangen, der Geist überfliesst, der sie erfüllt, der Geist ernster Hingabe an den Gedanken der werdenden Heimstätte unseres Volkes. L. B. Schehelmanife&l der Zicni&fischen Executive. ZIONISTEN! Schwere Monate liegen hinter uns. Kaum war der Züricher Kongress vorüber, noch Mang die grosse und starke Stimmung der Agency-Tagung in unseren Herzen, da drangen Schreckensnachrichten aus Erez Israel in die jüdische Welt hinein. Die Urheber dieses Attentats auf unsere friedliche Arbeit stehen jetzt vor dem Bichterstuhl der Welt. Erez Israel hat den Angriffen standgehalten. An dem Wall unserer Siedlungen, an dem Widerstand des Jischuw brach die Kraft der Ueberfälle. Die Arbeit am Wiederaufbau des Landes nimmt ihren Fortgang. In dieser schweren Zeit hat das jüdische Volle Erez Israel die Ireue gehalten. Von Meinen Splittern abgesehen, die längst Tceinen Zusammenhang mehr mit dem Stamm des Judentums haben, hat Israel ein Bekenntnis zu seinem Lande abgelegt Die alte historische Verbundenheit von Volk und Land, vor allem aber die mutige, trotz aller Prüfungen und Erschütterungen unablässig fortgeführte Arbeit unserer Chaluzim und Kolonisten, die jeden, der Erez Israel besucht, in Bann schlägt, hat die ausgedehnte jüdische Front geschaffen, die zur Mitarbeit an unserem Aufbauwerk bereit steht. Die Solidarität der Weltjudenheit ist der jahrzehntelangen Erziehungsarbeit des Zionismus zu' verdanken. Je stärker, je grösser die Zionistische Organisation, desto mächtiger ihr moralischer Ein,luss im jüdischen Volk. Die Welt muss sehen, dass \in unesrer Bewegung Massen Überzeugter, entschlossener, opferbereiter Zionisten stehen. Sympathiekundgebungen und Beiträge zum Hilfsfonds und selbst zum Keren Hajessod genügen nicht, wir brauchen eine numerisch und innerlich starke, geschlossene Zionistische Organisation. Erez Israel, das aufs neue schwer geprüfte, aber in seiner Hoffnung ungebrochene, vertraut darauf, dass die Diaspora ihm zur Seite steht und feierlich ihren Willen erneut und bekundet, die nationale Heimstätte in unseren Tagen aufzubauen. Deshalb: Zionisten in allen Ländern, über alle Parteien und Gruppen hinaus, jung und alt, erfüllt Eure Pflicht: Geht mit den Schekelblocks von Mann zu Mann, von Haus zu Haus,' werbet unserer, Eurer Organisation neue Mitglieder, machet sie zu einem agewlügen Instrument des jüdischen Volkswillens, stark genug, die Hindernisse zu sprengen, die auf u) -»rem Wege liegen. ..An die Arbeit! Werbet Zionisten! Executive der Zionistischen Organisation London, nr Chaim Weizmann Nahum Sokolow -r-j—— Dezember 1029. Jerusalem,