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Zion · 1929-08-01 · 8 (8.1929) · p. Seite 101

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
1 (1929)
Issue
8 (8.1929)
Date
1929-08-01
Page
Seite 101 (sequence 7)
Language
German
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ZION Seite 101 Verzichten, das von der Halachah aasgeht. Lehren Sie das Ihre Kinder und vergessen Sie nicht, dass unsere Gegenwart reich ist an Demoralisierung auch in geistiger Hinsicht. Die moderne Geisteshaltung, die Skepsis, nicht die des Philosophen, sondern die des modernen Menschen, der nicht selten aus Blasiertheit oder Selbstgefälligkeit diese Attitüde wählt, die Psychologisierung des Menschen ist eine Gefahr, wir müssen die Ethisierung durchführen. Wir wissen, dass unser System das fertig gebracht hat, und es liegt an Ihnen und uns zu. zeigen, dass dieses System heute noch imstande ist, jüdische Menschen auf die höchste ethische Höhe zu heben. Was die Agadah für die jüdische Dichtung bedeutet, brauche ich nicht auszuführen, ich kann mich da aui alle neuhebräischen Dichter berufen, denen gegenüber erst Bialik für Begriff und Wert unserer Halacbah und des Prinzips der Halachah überhaupt eine Lanze brechen musste. Man könnte auch im Agadischen wie bei der halachiöchen Literatur die verschiedenen Typen wiedeifiaden (Exegese Agadah s. str., Systematik Religionsphilosophie und systematischer Mussar, Kasuistik Special werke der Moral- Literatur). Die Richtung und die Gruppe, die ich vertrete (und Sie sollen einmal vergessen, dass es auch politische Differenzen und Auseinandersetzungen gibt; wir sprechen von dem, was das wahre Fundament unserer Richtung ist, und was Sie ane? kennen sollen), will die ungebrochene Fortsetzung der gewaltigen grossen Tradition ia Leben und Fortschritt des Judentoms, will, dass diese jüdische Generation sich ihrer schöpferischen Kraft bewusst werde, ohne Verzicht auf Leistungen, die die Menschen unseres und Ihres Kreises auch erstreben. Wir wollen, dass Neues sich im Denken ergibt, aber dass die Grundlehre die alte bleibt. Wir haben keine Thorah chadaschah, sondern eine ewige Thorah. Wie die Erneuerung möglich ist, ist nicht meine Sache hier zu sagen. Aber von diesen beiden Fundamenten aus, im Geiste und mit der hebräischen Sprache, muss sie geschaffen werden, und ich will nochmals betonen, dass ich mich schäme, vor Ihnen nicht hebräisch sprechen zu köanen. Die Sprache ist die dogmatische Voraussetzung jedes Zionismus und soll eine des Judentums werden. Aber wir werden nicht müde werden, zu lehren, dass mit ihr sich paaren muss jüdische Tradition mit all ihrem Reichtum, um das jüdische Leben wirklich so reich zu machen, wie es ist, wie es war und wie es sein köante. Die erzieherischen ^und kulturellen Dinge in der Galuth liegen nicht gut. Wir haben im Elternbaus und in der Schule tief anzusetzen. Darauf wird allerdings, da die Golah noch so gross ist, ein erheblicher Teil des Schicksals des jüdischen Volkes beruhen. Wir können geltend machen, dass Schultypen Erez Israels und mancher Städte der Galuth den Beweis dafür erbringen, dass unser Erziehungssystem nicht nur alle Kräfte der Tradition in sich trägt, sondern alle Forderangen der Gegenwart, nicht nur für das gewöhnliche, alltägliche Leben, sondern für das geistige Leben eines modeinen Menschen. Ich habe die Hoffnung auf eine immer höhere Entwicklung nnserer Schultypen und auf die Erziehung der ihnen entwachsenden Schüler. Ich habe geglaubt, dass es besser ist, an die Stelle der Polemik einen kurzen grundsätzlichen Ab" riss zu setzen. Politisch habe ich Bedenken dagegen* den Vorschlag Grünbaums, einen neuen Fonds zu schaffen, anzunehmen. Nicht nur, weil es sich um eine Zersplitterung der Kräfte handelt, sondern weil dieser Fonds in vielen Ländern eine grosse Unruhe bringen wird, in denen es Menschen gibt, die von den andern Fonds nur deshalb er/asst werden, weil der Keren Batarbuth fehlt. Ich würde, wäre ich nicht Sprecher des Gesamtmisrachi, länger bei der Devise Thora we-Awodah verweilen, die die Zeire-Misrachi aloptiert haben. Nur hinweisen will ich auf die grosse Nähe, die dadurch zwischen werktätigem Leben und religiöi orientiertem Denken hergestellt wird. Gewiss ist diese geeignet, die Wiedergeburt günstig zu beeinflussen. — Mir liegt aber daran, dass Ihnen in Erinnerung bleibt, was ich versuchte, zu zeigen: dass es möglich sein muss, eine gute, weitgehende Verständigung zwischen Zionisten und Juden der traditionellen Richtung zu finden. ♦vm laxoi 2X3 "To ntrarr bwbni p pjM2» p-i nax (:ra) rvapn ":naa p'D-u nmaan nvai 2x3 ntrj? nrana £?tnt?iS n>aia D»a» vn ab rix B»»aS xbv pSixtr pS 'Saa mxxv Snic nua jna» . . . n^anaa niSim mxsv d^pit maai . . . \b pxw >a nmnr ov Sxiats» -iax mw *rx 'xa axa ro : 'aaai .nn m X13S n'ca:? .Snp3 xnS ja'33 aar -imnr cv jarw an nax ppv an a>trintr nvnnvis nSx p ymn ia Saat? nv nax xbvj vrw nvxS naxi hzih lSp:» übe nomn Sy aaa p nya-p Jnr rvn >aixSn trnm inanx by Sxnt?' nara u-zzb naia nana pxe> ,trunm cyn yv tx avszz piay enna latr axa raa SxncS tva> vn xS p»sS ,nnnxa Sxnr'S Sa Sr cStr mnx CT1:: ,nia n* xiaS traatrn nmn ntrya n&y paua aatre i"syx ,nnv -njn .bmw 'aar hxiw 'a> nan Saa Sn:Si nvntaxS inaan ^xr nSaa w nynaa noixn nnnx a'syx -mam xsa: nnaa pm aac* inin», eva Sxntr'S n^aia tva' vn xbi ,nxT nx nSvu -!nv nmaa nav>? n;n anm ,Snpa xiaS paus nnsani nn'Son" >a -nnsai nn>Sc cv smr nmsan eva nya ,yc»£n 'ana nx uaa;a>nna tht, ni;: nx nis-ina tnn pai Tiy iS>n:ai maxn myi nx na*:a trina nnxt? .nnis:] mSv» biysb Sax .nxt nx cjim yv manx by uay rara tk «Sa n^n asa rai /Sxnr' na na'trnn nybzi naen nam .Ssica via; na« ayaai cyn aSa iSa nas*: .n»n isn: nbxn nnxan »a^a xpni navSyn nmtrnn naao .nnnxn ]nsa by im bx~\c nyi prrS Saxn □va SnicS caic n^a' vn ab naxa iax pb i:n: Ssnca nuSaan rvanac nv .nnin^n nuaiDn Diaa .SxnB" pN paa naiaS nnx nat? iizyb ntS nt nnn'

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