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Zion · 1929-07-01 · 7 (7.1929) · p. Seite 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
1 (1929)
Issue
7 (7.1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 87 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 7 Z I 0 N Seite 87 Waad Haroachi sich mit der Organisierung des Misrachi im Lande beschäftigen and feststellen muss, warum dort, wo der Sitz unserer zentralen Instanzen ist, der Misrachi so wenig volkstümlich zu sein scheint. * * •* Seitdem wir uns in unserem letzten Hefte unseres Blattes mit der Leipziger Resolution der deutschen Agudas Jisroel beschäftigt haben, hat unser Freund Prot. Fraenkelin der Wiener Misrachizeitschrift Grunde entwickelt, aus denen nach seiner Ansicht Misrachislen jetzt in die Aguda hineingehen sollten, um dort Rheine Umgestaltung wirksam zu werden. Aber in Wien hat Gross und in der Jüdischen Randschau Alexander Adler gezeigt, dass die Vorbedingungen hierfür zumir.' :at noch nicht gegeben sind. Welches Schicks-1 die Leipziger Entschliessung auf der Knessiah haben wird, steht zunächst noch dahin, und wir haben au dieser Stelle schon dargelegt, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Wiener Knessioh den Beschluss ihrer Vorgängerin in einer für die bisher Ausgeschlossenen ehrenvollen Weise wieder aufhebt. Besonders, da ja die Fressestimmen vor der Leipziger Tagung gezeigt haben, dass der Beschluss „Misrachisten und Gemeinde-Orthodoxen" die Aguda-Stellen zu öffaen, keineswegs mit Zustimmung der Agudah-Leitung, z. T# gegen deren heftigen Protest gefasat worden war. Die Ereignisse der letzten Wochen haben gezeigt dass auch sonst das Kommando der intransigenten Agudah-Zentrale kein Gehör mehr in eigenen Reihen findet. Die Frage der Beteiligung der Orthodoxie an der Jewish Agency musste vor dem Zionisten- Kongress gelöst werden, da der Council der Agency bekanntlich schon unmittelbar nach dem Züricher Kongress zusammentreten wird. Mit grosser Befriedigung haben wir die Wahl von Rabbiner Dr. Unna, Mannheim, in den Council begrüsst als eines Mannes, der das Vertrauen der deutschen Orthodoxie in hohem Masse besitzt, und der an den Fragen Erez-Israels schon früher ein so lebhaftes Interesse bewiesen hat, dass sein sachkundiger Rat gehört werden wird. — Kaum aber war die Wahl vollzogen, als der „Israelit" dagegen polemisierte, dass ein Mitglied der Aguda einen Sitz in der Agency annehme, bevor sich die Knessioh mit dem Problem der Anteilnahme au dieser Instanz beschäftigt habe. Im Anschluss daran erliess die Zentrale einen Beschluss, in dem es heisst: „Der G. A. der Agudas Jisroel gibt... tiefen Schmerz darüber Ausdruck, dass die von der Agudas Jisroel als Vorbedingung für ihre Teilnahme an der Agency gestellte Gewissensforderung (Beschränkung der Agency auf wirtschaftliche Aufgaben mit Ausschluss der kulturellen) seitens der zionistischen Organisation nicht angenommen worden ist. Hierdurch ist die Möglichkeit einheitlicher Vertretung der politischen und wirtschaftlichen Interessen der Juden in und für Palästina wieder einmal vereitelt worden. Indem der G .A. die endgültige Entscheidung der Angelegenheit ihrem grossen rabbinischen Rate, der vor der Knessio Gedaulo zusammentritt, überlässt, beschliesst der G. A. einstweilen zn erklären: a) dass vorerst kein Mitglied der Agudas-Jisroel-Weltorganisation dem Council der Jewish Agency beizutreten berechtigt ist, b) dass die Agency in ihrer gegenwärtigen Verfassung in keiner Weise als Vertretung der in Agudas Jisroel organisierten jüdischen Orthodoxie der Welt betrautet werden kann". Nun, diese Mahnung kam zu spät. Schon als sie das Licht der weiteren Oeffentlichkeit erblickte, war die polnische Agency-Konferenz vorüber und sie hatte das Ergebnis, dass die beiden anerkannten Führer der nichtzionistischen polnischen Rabbiner in den Agency - Council eingetreten sind. Der eine, R a w Liiczic aus Kalisz, Vorsitzender des Rabbiner- Verbandes, geniesst als minn hm einen weit über Polen hinausreichenden Ruf, der andere, Raw Schlomo David Kahane aus Warschan, darf wohl als das älteste Mitglied der Aguda in Polen betrachtet werden. Er war der einzige der Warschauer Rabbiner, der schon während der Okkupation der damaligen Agudas Ha-Orthodoxim, der Vorläuferin der Aguda, au leitender Stelle angehört hat. Treten jetzt zu der Council-Tagung noch die misrachistischen Mitglieder hinzu, so darf man sagen, dass die polnische Orthodoxie nicht besser hätte repräsentiert werden können, als es hier geschieht. Die Stimme von Erez-Israel, die zur Vereinigung ruft, hat ein willigeres Ohr gefunden, als die Stimmen von Wien und Frankfurt, die zur Abtrennung aufrufen. Zu den Vorgängen in Sichron Jaakob. Erklärungen von Miss Henrietta Szold, Mitglied der zionistischen Executive, zum Artikel in Nr. 3 unseres Blattes. In unserer Märznummer haben wir aus misrachistischer Feder einen Artikel gebracht über den Streit um die Schule in Sichron Jaakob, der dem Erziehungsdepartement der Zionistischen Executive die Schuld dafür zuspricht, dass die Schule trotz des Verlangens des überwiegenden Teiles der Elternschaft nicht in das Schulwerk des Misrachi eingereiht wurde. Wir haben seinerzeit diesen Artikel dem Erziehungsdepartement zugängig gemacht, um ihm Gelegenheit zu geben, .seinen Standpunkt zu dieser Frage unseren Lesern bekanntzugeben. Die Leiterin des Erziehungsdepartements, das Mitglied der Palästinaexecutive, Miss Henrietta Szold, hat uns daraufhin ein sehr ausführliches Expose über diesen Streitfall zugesandt, das wir leider wegen Raummangels nicht im Original bringen können. Wir wollen uns aber im Nachfolgenden bemühen, die von Miss Szold entwickelten Gesichtspunkte und Fakten objektiv wiederzugeben. In ihrer Einleitung schreibt Miss Szold, dass sie nicht dem in unserem Artikel angegebenen Tatsachenmaterial, sondern vielmehr der Art and Weiset

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