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Zion · 1929-06-01 · 6 (6.1929) · p. Seite 76

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Journal
Zion
Volume
1 (1929)
Issue
6 (6.1929)
Date
1929-06-01
Page
Seite 76 (sequence 10)
Language
German
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Seite 76 Z I 0 N Nr. 6 rationell der Grundsatz der landsmannschaftlichen Gliederung verlassen worden war, so haben wir gegenwärtig eine Halbheit, die gänzlich undiskutabel ist. Es ist organisatorisch ein unmöglicher Zustand, dass auf dem Kongress in Gruppen einerseits die Föderationen auftreten und andererseits immer noch die Ueberbleibsel der früheren Landsmannschaften. Es ist durchaus unrichtig, dass neben den Föderationen nachher noch Delegierte auftreten können mit dem durch nichts gerechtfertigten Anspruch, die ZioniBten der einzelnen Länder zu vertreten. Ganz abgesehen davon, dass es natürlich eine grundsätzliche Einstellung der Juden gerade Polens, Argentiniens, Dänemarks, u. s. w. zu den Kougressfragen gar nicht gibt. Die Landsmannschaften haben im Gefühl ihrer eigenen Unsicherheit auch selbst an diesem .Grundsatze auf den Kongressen nicht mehr festgehalten, sondern haben eich dort zu einem Zweckverband zusammengeschlossen. Das Prinzip der Fraktionierung müsste deswegen auf diesem .Kongress endlich einmal wirklich anerkannt und festgestellt werden, dass auf den Tribünen des Kongresses Vertreter von „Landsmannschaften" nicht mehr zu Worte kommen. Das wäre zu begrüssen, nicht nur vom Standpunkt der Notwendigkeit, die zionistischen Fragen durchzuarbeiten, sondern von dem der Oekonomie des Kongresses. rojDtt iai7 n'tfK-D ntrya na^a urtra 'n tj'Din ^trcn m» »rain ntran 7k*ic» urvby \bipv naa by nnay nann» «in» »c»n uv nnaijn c»i?n ubz wn uv k"t .min ("'tri) .nun;naS pia .nnann mcy iana vmb »twa .-pai ian wa yavib ntrp 7kic" lanpntf nytra »kö'd »an crn »ns» 1? ntrp 7nh5»b nn« bsb .mtrn vxba bv «121 n>tp» 7kib» isan» ivao j?aiM naoa mm ncya "uaa m« nnna n»njn cpS trn *ia« .oipiei »3N7a «12*1 ontryi nxa m» wai naw» 'n «nai (n"7 n^e») lasa» 137 pnnn? n"apn iw> id:i WB» nncen ptr» neun 75? oSij? nnawi nana jvs (n"e na») .db-ni 7j? D7iy 7» nnae» — nnaxi Der Monat. Der vorige Monat hiess Actions-Comite-Sitzung. Eine kurze, aber inhaltsreiche Tagung. Das Material bildete der mit vorbildlicher Prägnanz ausgearbeitete Verfassungs-Eutwurf für die Agency. Die Kommission, die Bich mit dem Entwurf beschäftigte, konnte ihn ohne wesentliche Aenderungen vor das Plenum bringen, in dem er zwar nach einiger Debatte, aber auch wieder ohne dass die Abstimmungen viel änderten, angenommen wurde. Da, wie weiter berichtet wurde, die Verhandlungen mit den künftigen Partnern gut vorwärts gehen, so dürfte der Council der Agency noch dieses Jahr zusammentreten köunen. — Es kann aügemerkt werden, dass die Opposition nur aus zwei Mitgliedern der radikalen Fraktion besteht. Die Sitzung erledigte ferner die mit der Einberufung und der TagesodnuDg des Kongresses zusammenhängenden Vorlagen und eine Reihe von Interpellationen, die sich auf organisatorische und Angelegenheiten des Nationalfonds bezogen. * * * Eine andere Tagung im vorigen Monat, die des deutschen Landesverbandes der Agudas Jisroel in Leipzig erbrachte ebenfalls ein Ergebnis, das in diesen Blättern vermerkt werden muss. Nach den Statuten der Aguda dürfen Mitglieder des Misrachi und der sogenannten „Gemeinde-Orthodoxie" in die zentralen Gremien nicht gewählt werden. Der deutsche Landesverband hat nun mit grosser Mehrheit den Beschluss gefasst, dahin zu wirken, dass diese Beschränkung aufzuheben sei. Diese Resolution zeigt in erfreulicher Weise einen völligen Wechsel in der Einstellung auch der deutschen Mitglieder der Aguda. Denn noch in den Artikeln, die im „Israelit" kurz vor der Leipziger Tagung erschienen waren, wurde, der bisherige exklusive Paragraph der Statuten mehr (Ehrmann) oder weniger (Rosenheim) scharf verteidigt. Man darf natürlich die praktische Wirkung des Leipziger Beschlusses nicht hoch einschätzen, schon deshalb, weil die .tschechoslovakische Gruppe, die mit den übrigen intransigenton das Feld beherrchen düifte, die zahlenmässig schwache deutsche Landsmannschaft kaum wird aufkommen lassen. Besteht doch in der Slovakei sogar noch ein ma;i hd^n gegen Misrachisten. Aber auch aus anderen Gründen kann diese blosse Resolution nicht die Wirkung haben, dass Misrachisten (wahrscheinlich auch die Mehrzahl der Gemeinde Orthodoxen) der Aguda beitreten. Nicht nur, weil die Resolution vielleicht mit Rücksicht auf den Flügel der schärferen Observanz, noch Du willst Erez-Israel - aber wie soll es aussehen?

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