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Zion · 1929-05-01 · 5 (5.1929) · p. Seite 54

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
1 (1929)
Issue
5 (5.1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 54 (sequence 4)
Language
German
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Seite 54 Z 10 N Nr. 5 eingesetzten Rabbanim und Schochtim, sowie die misrachistischen Einrichtungen auf wirtschaftlichem Gebiet. Diese Erfolge können eine wesentliche Erweiterung erfahren, wenn die traditionsgebundene Judenheit ihre Verpflichtung zum Schekel anerkennt. Mit dem Erwerb des Scbekels ist die weitere Verpflichtung verbunden, das Wahlrecht zum Kongress auszuüben. Jede weitere Stimme, die für die Misrachiliste abgegeben wird, ermöglicht bessere Vertretung des traditionellen Judentums im jüdischen Parlament, das die Geschicke des Aufbaus von Erez Israel dieses Mal mehr als je in Händen hält. Aus diesen zwingenden Erwägungen heraus fordern wir von allen gesetzestreu denkenden Juden die Anerkennung des Baseler Programms. Wir fordern: Kaufet den Schekel und helft, ihn bei Anderen unterzubringen! Die Landeszentrale des Misrachi für Deutschland Alexander Adler. Dr. Oskar Wolfsberg. Dr. Arnold Barth. Lazarus Barth. Isi Eisner. Dr. S. Grünberg. Dr. Alfred Lehmann. Edmund Lewy. Dr. Werner Silberstein. Dr. Paul Sulzberger. Der Monat. Das Zentral-Komite des deutschen Misrachi trat am Sonntag, den 5. Mai zu einer Sitzung zusammen. Delegierte waren ausser aus Berlin noch aus Hamburg, Breslau, Leipzig, Frankfurt, Köln vertreten. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Vorbereitungen des Kongresses. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde auch die Liste der Kongressdelegierten aufgpstellt, bei der es gelang, eine einheitliche Liste des deutschen Misrachi und des Zeire-Misrachi zusammenzustellen. — Auf Grund eines kurzen Referates des Herrn Lazarus Birth über die Fragen des XVI. Zionistenkongresses präzisierten die Delegierten ihre Stellungnahme zu den Hauptpunkten zionistischer Gegenwartsarbeit und berührten bei dieser Gelegenheit auch innermisrachistische Fragen, vor allem die Arbeit des Merkas und sein Verhältnis zur Misrachi-Jugend in Palästina. Unter den auf der Konferenz besprochenen Punkten nahm die Arbeit für den Schekelabsatz einen besonders breiten Raum ein. Auch an unsere Freunde im Reiche ergeht die dringende Aufforderung, sich in den letzten Wochen, die noch für den Schekel verkauf übrig bleiben, energisch dieser Arbeit zu widmen. Bekanntlich ist der 27. Mai der letzte Tag, an dem die Schekalim in London angelangt sein müssen. Später einlaufende Schekalim können nicht mehr auf die Zahl der Delegierten angerechnet werden. Es muss aber alles daran gesetzt werden, auf diesem Kongress mit einer imponierenden Zahl von Delegierten zu erscheinen. Jeder hat deswegen die Verpflichtung, die wenigen Tage noch auszunutzen, um jeden Juden, der die zionistischen Zwecke zu seinen eigenen machen will, zu verarlassen, den Schekel zu nehmen. Hier ist ein Feld, anf dem jeder sich bewähren kann, nicht nur diejenigen, die ständige Ehrenämter innerhalb unserer Organisation übernommen haben, sondern jeder Gesinnungsgenosse, der es überhaupt ernst mit der Arbeit meint. * ■* Wichtig ist ein repräsentativer Kongress dieses Mal deswegen, weil unmittelbar im Anschluss an den Zionistenkongress derjenige des Council der Jewish Agency stattfinden dürfte. Die Arbeit für die Agency, über die wir in den letzten Heften regelmässig berichtet haben, ist ohne Pause fortgeführt worden und hat zu Ergebnissen geführt, die es mehr als wahrscheinlich erscheinen lassen, dass der Council sich bereits in den nächsten Monaten konstituiert. Insbesondere war im letzten Monat die Tagung der englischen Judenheit ein voller Erfolg. Fast sämtliche Organisationen der englischen Judenheit, mit Ausnahme der dort bedeutungslosen Liberalen Synagoge, waren auf der vom Board of Deputies einberufenen Konferenz am 21. April ds Js. vertreten und sowohl die Reden, die dort gehalten wurden, wie die Beschlüsse der Konferenz waren durchdrungen von dem Willen, an der Arbeit für die Errichtung der jüdisch - nationalen Heimstätte vollen Anteil zu nehmen.

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