Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 5 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ZION MONATS BLÄTTER FÜR LEHRE, VOLK, LAND HE ({AUSGEGEBEN VOM ZENTBALBÜBO DES DEUTSCHEN MISRACHI . BERLIN N 24 MONBII0UPLATZ 10 REDAKTION: ALEXANDER ADLER, BERLIN . DR. ERNST SIMON, ] ERL S ALE» M BEZUGSPREIS RM. 1,50 PRO QUARTAL ZU BEZIEHEN DURCH DEN HERAUSGEBER ODER DURCH DIE POST m K Berlin, Mai 1929. TTT Nr' 5'_ Ijar 5689 _ ^ht^ An alle gesetzestreuen Juden! Noch einmal rufen wir die traditionelle Judenheit zum Schekelkauf und zur Mitarbeit beim Schekelvertrieb auf — nochmals in letzter Stunde vor dem XVI. Zionisten- Was berechtigt uns zu solchem Aufruf gerade an die traditionell gerichteten Juden? Wir leiten die Berechtigung, ja die Verpflichtung zu diesem Aufruf aus unserer Ueberzeugung her, dass der Aufbau vonErez Israel eine hehre Aufgabe der Ge.samtjudenheit ist, eine Aufgabe von besonderer Dringlichkeit in unserer Zeit. Wir und Andere nennen diese Aufgabe heilig. Umstritten ist jedoch, wie die Heiligkeit derselben aufzufassen ist. Mancher glaubt, dass die Erhaltung des jüdischen Volkes schlechthin, die Erweckung unseres Landes zu neuem Leben um des Volkes willen, heiliges Ziel sei. Vielen ist Volk und Land schon eine Ganzheit. Etwas Vollkommenes, ein Endziel wäre nicht wenigen Juden erreicht, wenn unser Volk in unserem Land zu neuem Schaffen geeint wäre. Gewiss, es ist etwas Heiliges um den Kampf eines Volkes für seine Erhaltung, etwas Erhabenes um den Gedanken, dass ein Volk seinem Lande in zweitausendjähriger Verbannung die Tieue gehalten hat und nun mit unwiderstehlichem Drange nach ihm zurückstrebt. Aber es ist nicht das Heilige in seiner höchsten Ausprägung. Wir sehen keine letzte Vollkommenheit, somit auch nicht Endziel im jüdischen Volk auf jüdischem Boden. Der göttliche, lebenspendende Funke unseres Gesetzes und unsere erhabene Lehre ermöglichten es, dass das Volk sich bis heute erhalten hat, lassen es als wesentlich erscheinen, dass es sich weiter erhält. Nur, wenn mit der Neubelebung jüdischen Landes durch das jüdische Volk auch das Ziel der Wiederbelebung des jüdischen Gesetzes verbunden wird, stehen wir vor einer unbestreitbar heiligen Aufgabe. Der Schekel gibt uns die Möglichkeit, diese Aufgabe — Heiligung von Volk und Land durch das jüdische Gesetz — ihrer Erfüllung näher zu bringen. Jeder einzelne Schekel in der Hand eines traditionellen Juden verstärkt die Macht des national-religiösen Gedankens auf dem Zionistenkongress. Dass dieser Gedanke schon heute Macht besitzt, beweisen die Erfolge der Misrachi-Erziehungsarbeit, der Misrachi-Arbeiterschaft, Ansehen und Tätigkeit des Oberrabbinats und der vom Misrachi