Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1869
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 216)
- Language
- German
- Belongs to
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218 Am 25. Juli 1748 hatte bereits die Kaiserin rescribirt: . . . „Die Schlesier sind auch hier mitselben zusammenzutreten und zu endigen. Wegen des Quantum der 300 M. Fl. von Juden ist es auch auszumachen in dieser Woche, wann die Länder sich nicht verstehen mir herauff zu geben, so will es äeeiäiren." Die eingesetzte Commission schlug vor, den Modus der Vertheilung nach dem oben angeführten 3. Vorschlage vorzunehmen, so daß Böhmen 214,285 Fl. 42%, Xr. und Mähren 85,714 Fl. 17%. Tr. zu. bezahlen hätten und die Einlaßgelder in Brunn und Olmütz *) (beiläufig 7000 Fl.) fallen zu lassen. Die Kaiserin bemerkte hierzu: „weil es wegen der juden ausgemacht, will es dabey lassen, nur daß die 7000 in mähren nicht abfallen können und in Böhmen umb dieselbe mehreres übernehmen sollen, weillen ohnedem mehreren Vortheil haben." Sehr wohlgefällig bemerkte es die Kaiserin, daß die mährischen Juden sich sonst in alles ruhig fügten, und auch bezüglich des Kecesses nichts bemerkten. Sie rescribirte in dieser Beziehung: „ist zu mein besondern Vergnügen seind die ersten gewesen in allen, die sich erkhlärt also ihnen dem 1-66688 bis morgen auszuhändig ohne auff die Böhmen zu warten." Auf den Vorschlag, daß die 6% Verzinsung -zur successiven Abstoßung des Capitals nach der Priorität und Einlage der Capitalien angewendet werde (ein Vorschlag den die böhmischen Juden machten) rescribirte die Kaiserin: „bleibt bey meiner resolution, haben den die böhmen mehr mistrauen als die mährer." 1) In Brünn und Olmütz mußten die Juden für jeden Tag Aufenthalt 17 Kr. bezahlen.