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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1869-01-01 · Heft 1 · page 152

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1869
Issue
Heft 1
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 152)
Language
German
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154 Don allerhöchst besagten Jhro königl. Majestät sich niederlassen solle. Wonach sich dann sowohl die sämmtlichen Juden, als auch diejenigen, so mit ihnen einige Berkehrung haben durchgehends Pflichtschuldigst und auf das genaueste zu richten wissen werden. „Geben ob dem k. Präger Schloß den 22. December im Jahr Christi 1744." Trotz der eifrigsten Nachforschungen, um zu erfahren, welches die „mehrererlei bewegenden höchst triftigen Ursachen" waren, weshalb dieses Edict erlassen wurde, ist es uns nicht gelungen, dieselben zu erfahren. Es befindet sich in den hiesigen Archiven kein Boract darüber; ja das Original der kaiserlichen Entschließung selbst ist nicht vorhanden. In Schlossers Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts II., 74, heißt es: „Im folgenden Frühjahre (1743) ward Maria Theresia in Prag gekrönt und machte manche heilsame Verbesserung, obgleich sie anfangs die böhmischen Juden, die sich der fremden Herrschaft angeschlossen halten, hart verfolgte. Es bedurfte der holländischen und englischen Verwendung, bis das harte Gesetz der Verbannung der Juden zurückgenommen ward." Schlosser präcisirt hier nicht genau das Datum, wann die Juden ausgewiesen wurden; im übrigen folgt er den Ansichten seiner Vorgänger: Bellarz, Bodenschatz, Pelzel, Herman u. s. w. Der Chronist Abraham Trebitsch in seinen: „Koroth haittim" berichtet, daß die Juden in Prag sich an ihre Glaubensbrüder in Holland und England, in der Türkei und in Polen gewendet haben, sie mögen ihren Einfluß bei ihren Regierungen geltend machen, damit die befreundeten Höfe bei der Kaiserin eine nachdrückliche Fürsprache für die Exulanten einlegen. *) 1) Hr. Rabbiner D. Oppenheim bespricht „Das letzte Exil der Juden in Oesterreich" in der „Neuzeit", 1862; Joseph Wertheimer in den „Juden in Oesterreich".

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