Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1869
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 119)
- Language
- German
- Belongs to
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119 genossen in fremden Ländern wirksamen Schutz zu sichern. Die Interpellation wurde in Abwesenheit des Minister-Präsidenten Dom Finanz-Minister entgegen genommen und dem Bundeskanzleramt zur Kenntniß gebracht, das durch den Konsul des norddeutschen Bundes Professor Dr. Petermann bald nach dessen Ankunft in Jerusalem dem Rabbi Arjeh die Freiheit gab und den preußischen Konsulatsvertreter, Dragoman Dahud, seines Amtes entsetzte. Als Berichterstatter der Nothstandscommission für Ost- Preußen empfiehlt Lasker am 22. Februar die Vorlage der Regierung, Inhalts welcher derselben 3,000,000 Thaler zur Abhülfe des Nothstandes zur Verfügung gestellt würden; am 25. Februar erklärte er sich gegen die sofortige Beschlußfassung über die vom Minister des Innern eingebrachte Wahlordnung für die neu erworbenen Landestheile, (vergleiche oben am 18. Februar) die demgemäß auch auf unbestimmte Zeit vertagt wird, und beantragt am 26. Februar bei der Schlußberathung über den Gesetzentwurf, betreffend die Schließung der öffentlichen Spielbanken zu Wiesbaden, Ems und Homburg, welcher dieselbe bis zum 31. December 1872 verschob, daß dieselben sofort geschlossen werden sollen (vergleiche S. 93). Wie groß ist die sittliche Entrüstung, mit welcher Lasker seinen Antrag motivirt, und wie wuchtig das Verdict, das er in dieser Frage abgiebt. Wahrlich, wir hätten um keinen Preis diese Rede Laskers entbehren mögen, in ^welcher wieder eine neue Seite seines Lebens zum Vorschein kommt, eine ernste Abwendung von Allem, was an Leichtfertigkeit streift und der Moralität einer Nation zum Schaden gereicht, — keinerlei Disposition, solcher Eventualität gegenüber sich mit Compromisien und halben Maßregeln abzufinden, und wäre es selbst, um gewissen scheinbaren Berechtigungen nicht zu nahe zu treten. Diese letzteren betonte der Herr Minister des Innern und begründete sie durch die vielseitigen Interessen der in Rede stehenden Badeörter, welche mit den einmal bestehenden Spielinstituten verbunden