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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1869-01-01 · Heft 1 · page 43

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1869
Issue
Heft 1
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 43)
Language
German
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43 deßhalb unbequem erscheinen, weil sie von keiner Leidenschaft und keiner Voreingenommenheit gefärbt war, welche sie in der Periode des Conflikts characterisirten, und weil sie gerade von der Seite ausging, welche die Indemnität so eifrig und selbstverleugnend betrieben hatte. Eine neue Erscheinung dieser Opposition, die sie noch empfindlicher machte, bestand darin, daß sie sich in Zustimmung und Anerkennung umwandelte, so oft sie dem Ministerium des Aeußern gegenüberstand, dessen Politik und deutsche Bestrebungen allgemeine Billigung erfuhren, daß hingegen auf die Ministerien des Innern und der Justiz die Opposition mit voller und schwerer Wucht niederfiel und diese Verwaltungen einer herben Kritik unterzogen wurden, insofern nämlich die alte Regierungsmethode, wie sie vor der Indemnität bestand, fortdauere und die früheren Maßregelungen sich auf der Tagesordnung erhalten. Diese Auffassung sowohl von dem unerwarteten Verhalten der national-liberalen Partei überhaupt, als auch von der in derselben gezogenen Scheidelinie zwischen dem Ministerium des Aeußern und der anderen Ministerien spricht der Minister des Innern am 23. November aus, als im Etat des Staats - Ministeriums der Dispositionsfonds für allgemeine politische Zwecke im Betrage von 31,000 Thälern zur Verhandlung kam. „Die Vorhersagung", erklärt der Minister, „die ich bei der Berathung der Jndemnitäts-Ertheilung machte, es werde die Regierung, wenn Sie die Indemnität bewilligen, moralisch gezwungen sein, sich Ihnen näher zu stellen, ist ganz positiv in Erfüllung gegangen. . . Der Wandlung, welche nothgedrungen in unsere Politik eintreten mußte, hat sich auch das Ministerium des Innern nicht entzogen. . . Nichts macht einen trübseligeren Eindruck auf mich und ich glaube auch auf sehr viele andere Mitglieder des Hauses, als daß Diejenigen, die durch unverkennbare - Zeichen im Laufe der Session gezeigt haben, daß sie sich der Regierung namentlich in der auswärtigen Politik nähern wollen und, wie es scheint, so verfahren, als wollten sie etwas aus dem Schiffbruch reiten

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