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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1869-01-01 · Heft 1 · page 33

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1869
Issue
Heft 1
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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33 die Ermächtigung zu den Staatsausgaben für das Jahr 1866. Der Finanz-Minister knüpfte bei Einbringung des Jndemnitäts- Gesetzes daran die Aeußerung: „durch die Ertheilung der nachgesuchten Bill den Standpunkt der allen Fortschritt hindernden Negation zu verlassen und fortan im Einvernehmen mit der Regierung auf dem Boden der Thatsachen und der Bahn eines wahrhaft fegen- und fruchtbringenden Fortschritts die volle Thätigkeit den großen Aufgaben der Gegenwart zuzuwenden." Der Minister des Innern seinerseits unterstützte im Laufe der Debatte das Jndemnitäts-Gesetz mit den Worten: „Bewilligen Sie uns die Indemnität und bewilligen Sie uns den Kredit, so ist die Regierung moralisch gezwungen, sich mehr Ihnen zuzuwenden, als es bisher der Fall war. Es ist unmöglich, daß die Regierung sich einem Entgegenkommen sollte entziehen können, welches ihr in dem Willen entgegen gebracht wird, gemeinschaftlich für die gute Sache zu wirken". Lasker erklärt sich für die Jndemnitäts-Vorlage, die auch angenommen wurde, wiewohl die Art der gegenwärtigen Verwaltung dazu noch keineswegs ermuntert. „Aber", ruft er aus, „meine Freunde und ich lassen sich von Nebenerwägungen nicht leiten, sondern sie legen sich die streng sachliche Frage vor: Sind die Bedingungen gegenwärtig noch vorhanden, diesen Conflict in der gegebenen Weise fortzusetzen, oder können wir in der Opposition und in der Vertheidigung unserer Rechte verharren, ohne daß wir grade diese Art des Kampfes, den formellen Conflict, hineintragen in die neue Zeit? Und so sind wir denn zu der Antwort gekommen, daß allerdings aus der Kette von Erwägungen, welche den heutigen Conflict darstellen, daß aus dieser logischen Kette alle einzelnen Glieder herausgenommen sind, daß keine wesentliche Basis mehr vorhanden ist, um gerade aus dem Gebiete des Budgetrechts den Kampf fortzusetzen". Mit einer Treffkraft der Argumente, die einerseits den das Terrain überschauenden Geist verräth, andererseits aus der Tiefe der Empfindung und der Macht der Ueberzeugung hervorquillt, iv. 3

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