Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1869
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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31 jüngsten Ereignisse dazu beitragen werden, die unerläßliche Verständigung in soweit zu erzielen, daß Meiner Regierung in Bezug' auf die ohne Staatshaushaltsgesetz geführte Verwaltung die Indemnität, um welche die Landesvertretung angegangen werden soll, bereitwillig ertheilt und damit der bisherige Conflict für alle Zeit nur so leichter zum Abschluß gebracht werden wird, als erwartet werden darf, daß die politische Lage des Vaterlandes eine Erweiterung der Grenzen des Staates und die Einrichtung eines einheitlichen Bundesheeres unter Preußens Führung gestattet werden, dessen Lasten von allen Genossen des Bundes gleichmäßig werden getragen werden". Solches Wort, nach solchen Vorgängen gesprochen, konnte von Lasier nicht überhört werden, sondern mußte sich seinem Empfinden und seinem Verfahren als Maßstab darbieten in dem Augenblick, wo das vernommene Wort sich in entsprechende Thaten umsetzte und die Regierung mit dem Begehren vor die Landesvertretung trat, den Conflict zu beseitigen, die Bedingungen seiner Wiederkehr hinwegzuräumen und die Grundlage eines gemeinsamen und übereinstimmenden Handelns mit dem Abgeordnetenhause herzustellen. Andererseits erkannte Lasters klarer und offener Blick, daß die Regierung jetzt mehr, als je zuvor zu positiven Schöpfungen, zu liberalen Gestaltungen sich gedrängt fühlte, nachdem der neue Boden eines neuen Baues harrte, der anstatt des alten zerstörten aufgeführt werden müsse, und neue, zum Theil widerstrebende Glieder dem alten Staatskörper homogen gemacht und eingeführt werden sollten. In' dem Maße nun, als durch die Logik der Verhältnisse eine Garantie gegeben schien, daß die Regierung mit der Vergangenheit brechen müsse und ihr Wunsch nach einer Versöhnung mir der Landesvertretung ein aufrichtiger sei, glaubte Laster, die auf das Bessere gerichtete Neugestaltung des Staatslebens nicht aufhalten und den sich durchringenden Fortschritt nicht hemmen zu dürfen durch strenge starre Consequenz, die es verschmäht, das Gute anzunehmen, weil sie nach dem Besseren trachtet.