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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 281

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 281)
Language
German
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286 da nur eine Nacht und ich kann Euch daher keine Schilderung von diesem Lande geben. Corfu verließen wir unter sehr günstigem und starkem Winde und kamen nach Mordon Freitag Morgens am 21. August. Es ist ebenfalls eine große Stadt mit vielen Kaufleuten und schöner als Corfu; das Land ist an Oliven, Wein, Feigen und Granatäpfeln sehr reich, doch ist es nicht so schön wie dasjenige, das ihr bewohnet, auch die Einwohner sind hier sehr roh. Von Corfu hieher sind 500 Meilen. Am Donnerstag den 27. August kamen wir nach Rhodus; aber Niemand verließ das Schiff bis Freitag Mittag aus Furcht vor den Corsaren, da Rhodus ein Zufluchtsort für die Seeräuber ist. Sie geben nämlich einen Theil ihrer Beute dem Großmeister daselbst, und können deshalb immer in die Stadt kommen. Der Capitain wollte daher eine Garantie haben, bevor irgend einer das Schiff verläßt. Diese ist in der -That hier sehr nothwendig, besonders für Juden. Rhodus ist eine sehr schöne und stark befestigte Stadt; die Häuser sind zumeist aus großen Felsenblöcken Zusammengesetzt. Man findet hier vornehme Leute und besonders Kaufleute aus allen Nationen; es wohnen hier viele Franzosen und der Großmeister selbst ist es auch. Rhodus ist von Mordon 500 Meilen entfernt. Am 29. August gegen Mittag verließen wir Rhodus und kamen am Donnerstag den 3. September 5256 nach Fama Augusta, wo wir 3 Tage blieben. Die Stadt ist schön und mit Fleisch, Brot und andern Dingen so sehr gesegnet, wie ich es noch nie in einer Stadt gesehen habe. Wir haben einen großen und fetten Fischt) um iya Marcel gekauft; man kann hier jährlich auf sehr anständige Weise mit 6 Ducaten und vielleicht mit noch Wenigerem leben. Das Land aber verzehrt seine Einwohner, die Luft und das Wasser find sehr schlecht und daher es auch nicht sehr bevölkert ist. In allen von mir erwähnten Orten, giebt es große Gemeinden, außer in Fama Augusta, wo nur sehr wenige Juden sind; auch treiben sie nirgends Wuchergeschäft, hier giebt es einen gewissen R. Schabtai aus Aschkenas, der sich mit diesem Geschäfte

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