Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 235)
- Language
- German
- Belongs to
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239 nach Alexandrien kommen, bezahlen müssen; denn der Zoll ist sehr hoch, selbst gangbares Geld, das eingeführt wird, muß 2$ zahlen. Was mich betrifft, so habe ich mit göttlicher Hülfe keinen Eingangszoll für mein Geld zahlen müssen; überhaupt werden Schmuggler und Schwärzer von den ägyptischen Zollbeamten keiner besondern Strafe unterzogen. Ich verweilte in Alexandrien sieben Tage und habe meine Sachen, deren sehr wenig waren, im großen Schiffe, das noch immer wegen Windstille nicht aus Bucari auslaufen konnte, gelaffen. Es ereignete sich gerade, daß ein Mann aus Alexandrien ein Gelübde gethan, mit seiner Frau und seinen beiden. Söhnen das Peffachfest in Jerusalem zu feiern; ich schloß mich ihm an und reiste mit ihm auf Kameelen. R. Mosche Graffo überließ ich es, mir meine Sachen aus dem großen Schiffe zu holen und mir sie nach Cairo zu schicken. Wir kamen nach Rosette am Nil, wo wir in ein Schiff stiegen. Von beiden Seiten des Nils giebt es Städte und Dörfer, welche schön, groß und bewohnt sind, aber alle sind ohne Festung. Wir blieben zwei Tage in Fuah, da wir keinen günstigen Wind hatten; dieser Ort ist groß und schön, Fische und Gemüse bekommt..man hier fast umsonst. Von da kamen wir nach Bulak, welches schon den Anfang von Cairo bildet. Am Nil sah ich den großen Frosch, den, die Araber EI- Timsah (Krokodil) nennen; er war größer als ein Bär und arr seiner Haut bemerkt man eine Art Flecken? Die Schiffsleute sagten, daß welche von doppelter Größe vorhanden sind, und das sind noch von den Fröschen, die seit Moses übrig geblieben, wie es M a i m o n i d e s in seinem Commentare erwähnt. Man erzählt von ihm, daß er Nahrung zu sich nimmt, ohne ExcremenLe auszuscheiden; ein Vogel, der in sein Maul geht, wenn er es beim Sonnen aufthut, verehre den Unrath. Der Nil ist breit, seine Wasser sind sehr süß und trübe; der Theil, den wir befuhren, bildet bloß einen Zweig, denn der andere geht nach Damielle, wo er sich m's Meer ergießt. Bevor wir nach Bulak kamen, sahen wir zwei sehr alte kuppelartige Gebäude, die an derselben Seite des Stromes liegen; man sagt.