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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 234

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 234)
Language
German
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238 Schrift lesen kann, liest den ganzen Tag, nachdem er seinen Wem ausgeschlafen Hai. In Alexandrien sind ungefähr 25 Familien und zwei alte Synagogen. Die eine ist sehr groß und etwas beschädigt die andere ist kleiner. Die meisten beten in der kleinern, da stedem Propheten Mäh10) zugeschrieben wird; es heißt nämlich, er soll. hier Jemandem in der südöstlichen Ecke, wo nun immer ein Licht unterhalten wird, erschienen sein; man sagte mir, er soll erst voo 20 Jahren einem alten Manne wieder hier erschienen sein; nur Gott werft die Wahrheit. In allen arabischen Ländern kommt kein Mensch mit Schuhen an den Füßen in die Synagoge; selbst wenn man zu Jemand kommt, werden die Schuhe draußen an der Thüre gegenüber gelassen, und alle sitzen auf dem Boden auf Matten oderauf Teppichen.n) Alexandrien ist eine sehr große Stadt mit einer Mauer umgeben, um welche sich das Meer zieht, ob zwar jetzt zwei Drittheile davon zerstört und viele Häuser unbewohnt sind. Die bewohnten Höfe sind mosaikartig gepflastert, Pfirsich- und Dattelbäume in deo Mitte. Alle Häuser sind groß und schön, aber sehr wenig Leute sind darin wegen der schlechten Luft, die seit vielen Jahren sich hier gebildet, hauptsächlich diejenigen, die diese Lust nicht gewohnt sind und hier länger leben, sollen, wie man sagt, sterben oderwenigstens krank werden; die meisten Einwohner sind Augenkrankheiten unterworfen. Es kommen von allen Gegenden Kaufleute her;, heute sind 4 Consulen hier: für Venedig, Genua, Catalonien und Ancona, und mit diesen haben es alle Kaufleute der verschiedensten. Nationen zu thun. Die Christen müssen alle Abende sich in ihren: Häusern einschließen; die Araber sperren von Außen noch die Straßen ab und jeden Morgen machen sie wieder aus. Ebenso am Freitag.. von Mittag bis Abend, während die Araber im Gebethause weilen, müssen die Christen in ihren Häusern bleiben, und derjenige, der sich auf der Straße blicken läßt, trägt selbst die Schuld/ wenn er gemißhandelt wird. - Der König von Aegypten bezieht unendlich - viel Geld durch den Aus- und Eingangszoll, welche die Waaren, die-

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