Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 174)
- Language
- German
- Belongs to
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176 verstattet worden wäre, ein fremdes Geldsystem neu einzuführen: ich halte es daher vielmehr für ein älteres, von dem römischen Ziemlich verdrängtes, aus welchem sich nach S. 152 das auffallende Gewicht vieler Kupfermünzen aus der Zeit des ersten jüdischen Aufstandes gut erklären läßt. Der fremde Ursprung dieses Kupfergeldsystemes löst auch noch Zwei Schwierigkeiten in Betreff der Perutot, nämlich 1) wie überhaupt die Juden dazu gekommen seien, die kleinste römische-Kupfermünze (den Quadrans) noch einmal zu halbiren; und 2) da nach S. 154 der Denar an 6| Sgr. und also die Maa etwa 10{- Decimalpfennige werth war, so betrug die Peruta in dem ersten System etwa Pf., in dem zweiten etwa : ist es aber gut denkbar, daß man überhaupt zweierlei Perutot gehabt, oder gar solche gehabt hätte, die kaum Pfennig von einander verschieden waren? Ich vermuthe daher, da peruta ein ibräisches Wort ist, daß jenes ältere Kupfergeldsystem nur bis zum Schamin herabging, die Juden aber, nachdem sie es angenommen, aus Aermlichkeit auch noch halbe Schamin prägten, die sie perutot nannten; daß sie später jedoch, als in Judäa und Syrien römisches Kupfergeld geschlagen wurde, auch für den Quadrans 2 jener Perutot gaben und nahmen, obwohl er als 16. Theil der Maa eigentlich nur 1^ Perutot werth war, wogegen Manche in Berücksichtigung dieser kleinen Differenz ihn wirklich nur zu H und also den Jssar nur zu 6 Perutot berechneten, wie Kidduschin 12, a zeigt.*) Es wäre sogar möglich, daß weil einmal die Peruta in Judäa üblich war, ausnahmsweise dort die römischen Münzstätten.auch Perutot geprägt hätten, zu | Quadrans: doch wahrscheinlich ist dies nicht, und es scheint vielmehr, daß die von ftüher her in Judäa übliche Peruta allmälig *) Hieraus erklärt sich vielleicht auch, daß Tosifta Maaser-scheüi K. 4 ein Tressis (3 As) von Sepphoris gleich 2 Pondion erscheint, während er doch eigentlich nur 1\ Pondion betrug: war nämlich einmal üblich geworden, derk'Tressis zu 24 Perutot zu berechnen, so konnte, wer den Jssar zu 6 Perutot und also den Pondion zu 12 berechnete, den Tressis gleich 2 Pondion erachten.