Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 162)
- Language
- German
- Belongs to
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164 nach dafür, daß Gewicht und Werth des Asper im Mittelalter etwas schwankten und daher umsoweniger für den Werth von R. Tarfon's Asper entscheidend sein können. Fest stehet uns bloß, daß er eine damalige kleine griechische Silbermünze war, und mehr als 4 derselben auf den Denar gingen: hiernach aber kann es kaum zweifelhaft sein, daß er ein Obol oder eine Maa war. Diese Frage bleibt nur übrig, warum dann R. Tarfon nicht die jedenfalls viel üblichere Benennung „Maa" gebraucht habe; und ich denke daher hiervon so: Wiein jener Mischna jeder Folgende die Erlaubniß, von dem Gelde des zweiten Zehnten Kupfergeld einzuwechseln, nicht bloß immer mehr einschränkt, sondern grade auf die Hälfte des vom Vordermanne zugestandenen Quanti reducirt, so mag auch R. Tarfon das Achtel des R. Akiba haben auf herabsetzen wollen: allein das ging nicht, denn dann hätten von dem letzten Denar des Sela noch 4j Maa müsien Silbergeld bleiben, da 3 Denare und 44 Maa || Sela sind, und halbe Maot von Silber gab es nicht; wohl gab es Vierteldenare, die Sestertien, von den Juden rebia genannt, deren 3 den 4| Maa entsprochen hätten: aber wie schon gesagt diese Sestertien wurden längst nur noch von Kupfer geprägt. Und 5 Maa mag dafür R. Tarfon auch nicht haben sagen wollen, um nicht gar zu sehr die Einwechselung von Kupfergeld einzuschränken. Aus diesem Grunde scheint er mir auf die weniger üblichen Asperen gekommen zu sein. „asper", rauh, nannten die Römer neue, noch nicht durch den Gebrauch glatt und leichter gewordene Münzen; und Griechen wie Juden scheinen diesen Ausdruck aufgenommen zu haben, Jene für Drachmen und Obolen, weshalb wir sahen, daß zuweilen auch die Drachmen so genannt wurden, die Juden vielleicht nur für ihre Maot. 9hm sagt Hesychius (in einem Citate bei Du Cange § 96) ausdrücklich, die itct%8lot dgaxM (die dicke Drachme) habe mehr als 6 Obolen gegolten, und nach meiner Auffassung seiner Worte Xemag xal nahelag, Xsvxog ev mfioig, rag $gaxfiag xrl. scheint er selbst sogar den Lmkos (Asper) mit der naxsla identificirt zu haben, wozu sowohl die etwas größere Dicke wie der größere Glanz