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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 147

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 147)
Language
German
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149 münzen geschlagen worden, fast nur von Kupfer; wir besitzen deren von 6—59 n. Chr., geprägt auf die Namen des Augustus, feiner Gemahlin Julia, des Tiberirrs, des Tiberius und der Julia zusammen, des Claudius und seiner Gemahlin Agrippina, des Nero und Britannicus, sowie des Nero allein. Ueber das Gewicht derselben und der S. 143 schon erwähnten, ihnen ganz verwandten Herodeischen habe ich bloß in Cavedoni (1, 73—75. 2, 26. 41. 45. 54) Angaben gefunden, er erwähnt: judäisch-augusteische Stücke von 1,3. 1,7 2. 2,5. 2/63-unb 3 Gramm; judäisch-neronische von 1,7. 2. 2,2. 2,3 und 2,4 Gramm; dann Stücke des Herodes von 1,4 und 4,8; des Archelaus von 2. 2fl und 2,68; des Agrippa II von 2,2. 2,6. 2,r. 3. 3,1 und 3,5; und von nicht näher genannten Herodiern von über 4 Gramm. Der alexandrinische Metrologe und Kleopatra geben dem Sesterz das Gewicht einer Unze, und entsprechend Letztere dem Dupondius das von 4 Drachmen, wonach der As noch nicht volle 7 Gramm wiegen müßte: doch mit Recht nimmt Cavedoni 1, 104 an, daß er rmter Augustus etwa 8 Gramm enthielt; die Asse des Tiberius wiegen (nach ib. 1, 111) 7—73, und die des Nero (nach ib. 1, 75) sogar 8,1—8,3 Gramm.*) Da nun das Kupfergeld ungenau ausgemünzt wurde, bald Zu leicht, bald Zu schwer, und die Abnutzung der uns erhaltenen Stücke natürlich ganz verschieden war, so läßt sich bloß sagen, daß die schweren von jenen palüstinischen Münzen Semisse, die leichten Quadranten sind; die mittleren werden von den Numismatikern gewaltsam zu diesen oder jenen rangirt, ich weiß aber nicht, warum man sie nicht für Trienten nimmt 7 denn mir scheint es noch lange nicht erwiesen, daß man seit Augustus nicht mehr den Triens geprägt habe. *) Wieso Mommsen behaupten konnte, die Asse seien an Gewicht den Dupondien gleich und nur dunkeler gewesen (weil Sestertius und Dupondius aus Messing geprägt worden seien), begreife ich hiernach nicht; auch seine eigene Annahme, daß Semis und Quadrans schienen auf und Unze ausgebracht worden zu sein, spricht etwas dagegen.

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