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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 112

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 112)
Language
German
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114 gleichem Gewicht, in Alexandrien Drachmen von 131 Gran, später statt 2 lyrischer Drachmen 2 römische Denare, die etwas leichter waren; zu schweigen davon, daß die mitgetheilte Schätzung des R. Ammi auf 1% Denare hinweist, die des R. Chanina auf 1%6? die des R. Jochanan auf 2l/12! Offenbar viel einfacher ist daher die Annahme, daß Schimon Mackabäus zur Ausprägung seines Schekel zu 274 Gran dadurch gelangt ist, daß man seit Alexander die 20 Gera des Schekel auf 20 Obolen bezogen hatte,, wie die LXX und die zu den späteren Abschätzungen des biblischen Schekel gar nicht paffende, also gewiß traditionelle Erklärung der Gera durch Maa zeigt; Alexander aber brachte bekanntlich die attische Währung mit, in welcher 20 Obolen oder 3*4 Drachmen an 274 Gran wogen. Es erscheint mir dies ansprechender als die kahle Annahme, daß Schimon seinem Schekel das Gewicht des gleich schweren Lyrischen Sela gegeben habe: da hierbei die Erklärung der Gera durch Obol und Maa unbegreiflich bliebe; doch mag sein, daß man schon vor Schimon anstatt der unbeholfenen 1% attischen Drachmen 2 Lyrische, die vollständig entsprachen, als halben Schekel entrichtet hat, und daß Schimon deshalb in Lyrischer Währung, prägen ließ. — Nachdem ich hiermit Böckh's erstes Argument widerlegt zu haben glaube, schreite ich scheuer zur Bekämpfung seiner ferneren Gründe, weil in ihnen der große Metrologe auf seinem eigensten Boden erscheint. Also dazu, daß der mosaische Schekel 274 Gran betragen habe, stimme 2) das babylonische Gewichtssystem ganz, denn in diesem habe wie in dem äginäischen das Talent 6000 Drachmen von 137 Gran enthalten, und eben so viel Gran ergäben die 3000. Schekel des mosaischen Kickar, wenn sie 2 mal 137, also 274 Gran wogen (Böckh S. 48 u. w.). Um Wiederholungen zu vermeiden, will ich auch diesem Argument gl^ch meine Einwendungen folgen laffen. Ich frage demnach, woher weiß denn nur Böckh, daß das babylonische Talent 6000 Drachmen von 137 Gran enthielt? Er will dies aus den Gleichungen beweisen, daß nach Herod. 3, 89 das babylonische Talent gleich 70 euböischen Minen.

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